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Barmstedter Zeitung

07. Dezember 2016 | 19:27 Uhr

Wenig Hoffnung in Westerhorn : Bahnhof soll Stellwerk weichen

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Deutsche Bahn braucht mehr Platz für eine Schaltanlage und will das Gebäude in Westerhorn abreißen. Das könnte schon im Dezember passieren.

Was wird aus Westerhorns Bahnhofsgebäude? Diese Frage beschäftigt seit Wochen das ganze Dorf. Nachdem die Bahn den bevorstehenden Abriss angekündigt hatte, formierte sich in der Gemeinde der Widerstand. Zuletzt hatte Kay Sierk Pläne vorgestellt, wie der Bahnhofstrakt in sein Konzept eines grünen Warenhauses integriert werden könnte (shz.de berichtete).

Eine Idee, für die sich neben den Gemeindevertretern unter anderem auch der Kieler CDU-Landtagsabgeordnete Peter Lehnert stark machen wollte. Doch nun scheint der Abriss beschlossene Sache zu sein. „Ich hatte vor Kurzem ein Gespräch mit der Bahn, an dem auch Kay Sierk teilnahm“, sagt Westerhorns Bürgermeister Bernd Reimers. „Und da wurde uns ganz deutlich gesagt, dass die Bahn den Platz benötigt, um ihre benachbarte Schaltanlage auszubauen.“

Das bestätigt auch Bahn-Sprecherin Sabine Brunkhorst. „Das elektrische Stellwerk muss erweitert werden, wir benötigen mehr technische Anlagen.“ Deshalb sei die Bahn auf das Grundstück, auf dem jetzt das alte Bahnhofsgebäude steht, angewiesen. Bürgermeister Reimers rechnet nun damit, „dass das Gebäude wohl bis Dezember abgerissen sein wird“.

Ganz so aussichtslos sieht Sierk die Lage nicht. Die Tendenz sei zwar negativ, „aber vielleicht ist ja doch noch etwas möglich“. Noch im August rechnet er „mit einer endgültigen Entscheidung“. Neben dem Stellwerk-Areal gehe es vor allem um den Sendemast der Bahn, der neben dem Bahnhofsgebäude steht, und der auf ein anderes Grundstück verlagert werden müsste.

Sollte es zum Abriss kommen, hofft Reimers auf einen provisorischen Park-and-Ride-Parkplatz, der mit dem Schotter des Bahnhofgebäudes befestigt werden könnte. „Der Parkplatz würde dann so lange Bestand haben, bis die Bahn das Gelände benötigt“, umreißt Westerhorns Bürgermeister seine Pläne. Unabhängig davon plant die Gemeinde einen neuen Rad-Unterstand an der Bahnstrecke auf der Lindenhof-Seite. 10  000 Euro sind hierfür eingeplant, dank Fördermitteln könnten für die Gemeinde lediglich 1000 bis 1500 Euro an Eigenmitteln übrig bleiben. Auch eine Erneuerung des Rad-Unterstandes auf der gegenüberliegenden Bahnseite ist angedacht.

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