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Barmstedter Zeitung

05. Dezember 2016 | 19:44 Uhr

Westerhorn : Bahnhof soll attraktiver werden

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Das Amt Hörnerkirchen und SPD-Politiker sprechen sich für eine Stärkung des Fahrgastverkehrs in Westerhorn aus.

Der Bahnhof Dauenhof soll für den Fahrgastverkehr attraktiver gestaltet werden. Dafür haben sich Vertreter des Amts Hörnerkirchen sowie die Landtagsabgeordnete Beate Raudies und der Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann (beide SPD) am Montag ausgesprochen. Unter anderem sollen die Fahrkartenautomaten mehr Angebote bereithalten und die Parkplatzsituation rund um den Haltepunkt soll verbessert werden. Für Rossmann und Raudies war es bereits die zweite Station ihrer Sommertour in der Region Barmstedt. Am vergangenen Freitag hatten sie sich bereits mit Vertretern des Amts Rantzau getroffen (diese Zeitung berichtete).

Anwesend bei dem Gespräch am Montag im ehemaligen Amtsgebäude in Hörnerkirchen waren außer den SPD-Politikern auch Bernd Reimers als Amtsvorsteher und Bürgermeister von Westerhorn, Hörnerkirchens Bürgermeister Siegfried Winter und der Leitende Verwaltungsbeamte des Amts Hörnerkirchen, Sven Werner. „Der Bahnhof Dauenhof wird gut angenommen“, berichtete Reimers. „Ein vernünftiges Park  +  Ride-Projekt gehört dazu“, bestätigte Rossmann und weiter: „Die Region lebt von einer guten Anbindung. Uns sind die Dorfbahnhöfe wichtig.“ Raudies fügte hinzu: „Wir müssen bei der Landesplanung Gemeinden, die über Verkehrsanbindungen wie Bahnhöfe verfügen, mit anderen Augen betrachten als Gemeinden ohne Bahnhof.“

Der Amtsvorsteher berichtete den Politikern auch, dass im Amtsbereich Kitaplätze ausreichend vorhanden seien. „Trotzdem sind Tagesmütter unverzichtbar“, warf Winter ein und erntete Kopfnicken. Raudies informierte über die landesweite Datenbank, die Eltern die Suche nach geeigneten Betreuungsangeboten in gewünschten Gebieten erleichtere. „Landespolitisch lag der Fokus auf dem Ausbau der Kita-Einrichtungen“, so Raudies. Nun müsse das System nachjustiert und vor allem vereinfacht werden, um den Kommunen besser aufzuzeigen, wo sie welche Zuschüsse beantragen können. „Der Bund muss mehr Mittel für die Länder bereitstellen, damit diese die Kommunen im Kita-Bereich nachhaltiger unterstützen können“, sagte Rossmann.

Einig war sich die Runde auch darüber, einen Kreisel an der Kreuzung Hauptstraße/Dorfstraße/K18 in Groß Offenseth-Aspern zu befürworten, um den Unfallschwerpunkt zu entschärfen. „Wir müssen uns aber auch über den Zustand der Landesstraße 112 zwischen Hörnerkirchen und Groß Offenseth und der Landesstraße 114 zwischen Westerhorn und Wrist Gedanken machen“, fügte Winter hinzu. Aufgrund der Baustellen in umliegenden Gebieten würden die Straßen als Ausweichstrecken genutzt, die aufgrund der Mehrbelastung noch maroder werden, als sie ohnehin schon sind. „Sinnvoll ist auch eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf der L  114 von Bokel nach Hörnerkirchen kommend “, so Winter. Auf der anderen Spur gelte bereits ein Tempolimit. Rossmann und Raudies nehmen die Wünsche der Amtsvertreter nach Kiel beziehungsweise Berlin mit.

Rossmann sprach Politik und der Verwaltung des Amts ein dickes Lob in Bezug auf die Breitbandversorgung aus. „Sie haben hier Pionierarbeit und viel Tatkraft geleistet, 97 Prozent der Häuser mit schnellem Internet zu versorgen“, so Rossmann. Wenn er seine Radtouren durch die Natur im Amtsgebiet unternehme, überlege er immer, welche wenigen Häuser wohl nicht angeschlossen seien, berichtete er schmunzelnd. Wie denn die Resonanz bei Neubürgern und neuen Gewerbetreibenden sei, wollte er wissen. „Die erste Frage lautet nicht mehr, ob es einen Kindergarten gibt, sondern, wie die Internetversorgung ist“, so Reimers. „Das ist auch wichtig und im Interesse der Politiker und Verwaltungen, wenn diese zunehmend papierlos arbeiten wollen“, so Raudies. Ein weiteres Lob gab es von Seiten der SPD-Politiker, als Reimers von der Pflege, Betreuung und Renaturierung des Bokelsesser Moors und des Bokeler Sandabbaugebiets berichtete. „Es ist toll, was diese ehrenamtlichen Kräfte für den Erhalt der Natur leisten. Ohne sie geht es nicht“, sagte Rossmann.

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erstellt am 03.Aug.2016 | 16:00 Uhr

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