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Barmstedter Zeitung

10. Dezember 2016 | 12:02 Uhr

Gespräch beim Amt Rantzau : Auch Amt und SPD für Kreisel-Idee

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Beate Raudies und Ernst Dieter Rossmann (beide SPD) haben mit Vertretern des Amts Rantzau über aktuelle Themen diskutiert.

Barmstedt | Vertreter des Amts Rantzau sowie die SPD-Landtagsabgeordnete Beate Raudies und der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann sprechen sich für den Bau eines Kreisels an der Kreuzung Hauptstraße/Dorfstraße/K18 in Groß Offenseth-Aspern aus. „Wir fänden es gut, wenn ein Kreisel dort gebaut wird“, sagte Rossmann anlässlich eines Gesprächs beim Amt Rantzau, bei dem er mit Raudies, Vertretern der Verwaltung und Bürgermeistern über zahlreiche Themen sprach. Es gebe „volle Unterstützung“ für die Kreisel-Idee, so Rossmann weiter. „Wir würden das sehr begrüßen“, ergänzte Amtsdirektor Heinz Brandt. In den vergangenen Monaten hatte es an der Kreuzung immer wieder schwere Unfälle gegeben – zuletzt im Juni (shz.de berichtete).

Während des Gesprächs diskutierten die SPD-Politiker mit den Vertretern des Amts auch über den aktuellen Stand des Breitbandausbaus, die Straßenbauprojekte in der Region, die Integration von Flüchtlingen sowie die Bedarfslage beim Thema Kita-Plätze. Man sei froh, wenn man mit dem Breitbandausbau im kommenden Jahr in die Umsetzung gehen könne, berichtete Brandt. Dabei würde man sich auch über eine Co-Finanzierung des Landes Schleswig-Holstein freuen, so der Wunsch der Amtsvertreter.

Der Bund habe die Planungen für das Glasfasernetz bereits mit 50  000 Euro unterstützt, berichtete Rossmann. „Alle sind zufrieden mit der Entwicklung des Projekts. An Frau Raudies ist nun die Bitte herangetragen worden, dass auch das Land seinen Teil dazu beitrage.“ Die zusätzliche Unterstützung würde einen Unterschied machen, wie stark die Gemeinden letztlich finanziell belastet würden.

Für Gewerbebetriebe sei das schnelle Internet enorm wichtig, so Rossmann weiter. „Aber es freut mich, dass es auch ein spezielles Programm für Schulen geben soll“, so der Bundestagsabgeordnete. Raudies ergänzte, dass auch der Staat vom schnellen Internet auf dem Land profitieren würde – zum Beispiel bei Verwaltungsprozessen, die vereinfacht werden könnten. „Eine elektronische Steuererklärung funktioniert nur, wenn die Daten schnell übermittelt werden.“ Auch Personalausweise könnten bei ausreichender Bandbreite künftig digital beantragt werden.

Bei den Straßenbauvorhaben in der Region ging Raudies insbesondere auf das Thema Radwege ein. Auf Landesebene sei die Entscheidung getroffen worden, diese bei Straßenbauprojekten mit zu sanieren – wie derzeit beispielsweise an der Landesstraße 75 in Heede, Langeln und Bokholt-Hanredder. „Das wird in der Region sehr gut aufgenommen. Das ist gut investiertes Geld“, sagte Raudies.

Beim Thema Bohrschlamm-Gruben in der Region Barmstedt, so Rossmann, würden die Gemeinden den vom Land eingeschlagenen Weg mit unterstützen. Um zu ermitteln, ob von den 15 Verdachtsflächen in den sechs Kommunen im Kreis Pinneberg – darunter drei im Amtsbezirk Rantzau - eine Gefahr ausgehe, soll im ersten Schritt ein Gutachterbüro eingeschaltet werden. Es soll die Daten verifizieren und eine historische Recherche zur Überprüfung aller Verdachtsflächen im Land starten. Mit Ergebnissen wird in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres gerechnet.

Hinsichtlich der Integration von Flüchtlingen gab es ein Lob der Politik für das Engagement in den Kommunen. Das „Wir schaffen das“ der Bundespolitik gelinge vor Ort nur über die ehrenamtlichen Helfer und auch die Bürgermeister, die sich allesamt stark um die Integration bemühten, so Rossmann. Jetzt sei es wichtig, den Neuankömmlingen den Weg in Schule und Arbeit zu ebnen. Mit nach Berlin nehmen würde er den Wunsch nach Sprachkursen für alle Flüchtlinge.

Hinsichtlich der Kita-Plätze in der Region skizzierte Heedes Bürgermeister Reimer Offermann den Wandel, der in den vergangenen Jahren stattgefunden habe. Mittlerweile sei der Bedarf höher und auch die Betreuungszeiten müssten immer weiter angepasst werden. Die Gemeinden im Amt seien in dieser Beziehung aber gut aufgestellt: „Wir werden dem Bedarf gerecht werden können“, so Offermann. So laufen in Hemdingen derzeit die Arbeiten für einen Kindergarten-Anbau, in dem eine weitere Krippengruppe untergebracht werden soll. Um weiter den Ansprüchen gerecht werden zu können, wünsche er sich aber, dass sich Land oder Bund künftig auch an den Betriebskosten beteiligen würden. Bei der Schulsozialarbeit gehe das schließlich auch, so der Heeder Bürgermeister.

Der Fokus habe bislang auf dem Ausbau gelegen, antwortete Raudies. Die Kommunen finanziell zu entlasten, müsse in der nächsten Legislaturperiode ein Thema sein. Auf Landesebene würden dazu verschiedene Möglichkeiten ausgelotet werden. Laut Rossmann sei es zudem ein SPD-Unterfangen, den Kita-Besuch kostenfrei zu machen. Das sei ein großes Vorhaben.

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erstellt am 30.Jul.2016 | 16:00 Uhr

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