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Barmstedter Zeitung

09. Dezember 2016 | 20:32 Uhr

Appell: „Lasst die Katzen kastrieren“

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

EngagementBarmstedterin will das Leid herrenloser Katzen verhindern / Geringe Resonanz auf kostenlose Angebote zur Kastration

Die Barmstedterin Edith Junge wohnt im nördlichen Teil des Krützkamp. Zwischen ihrem Haus und dem Neubaugebiet liegt eine Wiese, mit hohem Gras und einem Knick. „Irgendwo dort müssen sie zur Welt gekommen sein“, sagt Junge. Sie: die drei jungen Katzen, mit denen das Muttertier im Mai dieses Jahres plötzlich auf Junges Grundstück auftauchte. „Ich habe sie eine Zeitlang gefüttert und konnte später zwei Kitten mit Lebendfallen einfangen und zum Tierarzt bringen“, sagt Junge. Das dritte Kitten und das Muttertier wolle sie auch noch einfangen, kündigt sie an. Zweck der aufwändigen Aktion: die Katzen wurden kastriert. Denn „es sind einfach zu viele. Das kann doch nicht so weitergehen“, meint die Barmstedterin, die selbst eine Norwegische Waldkatze besitzt.

Das Elend der freilaufenden Katzen – von denen es in ihrer Wohngegend einige gebe – sei groß, sagt Junge. „Sie haben Hunger, manche wühlen im Hausmüll“, hat sie beobachtet. Da Katzen drei Mal im Jahr werfen können, lasse sich erahnen, wie schnell ihre Zahl steigen kann, so Junge. Das will sie verhindern. „Ich möchte an alle Katzenbesitzer appellieren, wenigstens ihre eigenen Katzen kastrieren zu lassen.“ Viele scheuten vermutlich den Aufwand und die Kosten, sagt Junge. „Dabei bieten manche Tierärzte zwei Mal im Jahr kostenlose Kastrier-Aktionen an.“ Doch die Resonanz auf die jüngste Aktion in Barmstedt – die gestern endete – sei leider sehr gering gewesen, wie ihr der Tierarzt sagte. „Ich war fast die einzige.“

Mit Hilfe der Tierheime könne jeder versuchen, herrenlose Katzen mit Lebendfallen einzufangen, so Junge. Sie habe auch schon einmal einen freilaufenden Kater gefangen und ihn kastrieren lassen. Zusätzlich aufgerüttelt habe sie vor Kurzem das Schicksal der drei jungen Katzen, die am Reihergehölz ausgesetzt worden waren (wir berichteten). „So etwas könnte verhindert werden, wenn die Menschen verantwortungsvoller wären.“ Denn „nicht die Katzen sind schuld an ihrem Elend und daran, dass sie elend sterben – sondern die Menschen.“

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erstellt am 12.Nov.2016 | 16:01 Uhr

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