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Barmstedter Zeitung

02. Dezember 2016 | 23:29 Uhr

Kritik der FWB : Angst vor der Barmstedter „Museumsmeile“

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Freie Wählergemeinschaft Barmstedt lehnt die von einer Bürgerinitiative geforderte Fußgängerzone ab. Auch soll die Königstraße nicht zur Einbahnstraße werden.

Barmstedt | In der Diskussion über eine autofreie Innenstadt hat sich jetzt die Freie Wählergemeinschaft Barmstedt (FWB) zu Wort gemeldet. „Wir lehnen die Einrichtung einer Fußgängerzone im Innenstadtbereich ab“, teilte der Vorsitzende Peter Gottschalk mit. Zur Begründung zieht die FWB Aussagen des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und des Landesverbands des bayerischen Einzelhandels heran, wonach Fußgängerzonen erst in Städten ab etwa 20  000 Einwohnern funktionieren. „Wir sehen die Gefahr, dass Barmstedt anstelle eines belebten, attraktiven Stadtzentrums eine ,Museumsmeile’ bekommt, die von den Bürgern nicht angenommen wird und aus der sich Handel und Gewerbe zurückziehen“, so Gottschalk.

Einzelne erfolgreiche Veranstaltungen in der Innenstadt wie der Bauernmarkt reichten nicht, um die „eventorientierten Käufer“ dauerhaft an die Fußgängerzone zu binden, so Gottschalk. Fakt sei zudem, dass viele Bürger aus Barmstedt und dem Umland mit dem Auto in die Innenstadt fahren wollten und Sperrungen den Verkehr verlagern würden. „Dafür sind die Ausweichstrecken wie Marktstraße, Feldstraße, Große Gärtnerstraße und Kuhberg aber nicht geeignet“, so Gottschalk.

Wie berichtet, setzt sich vor allem die neue Bürgerinitiative (BI) „Barmstedt bewegt sich“ für eine autofreie City ein. Auch die zweite Forderung der BI – die Königstraße stadtauswärts zur Einbahnstraße umzuwidmen und zur Tempo-30-Zone zu erklären – stößt bei der FWB auf wenig Gegenliebe.

„Wir sind gegen eine unkontrollierte Verlagerung des Kfz-Verkehrs, die dadurch entstehen würde“, so Gottschalk. Die zur Stärkung der Innenstadt zentral angesiedelten Supermärkte seien dann mit dem Auto nur noch über die See-, die Marktstraße und den Kuhberg zu erreichen – „egal, aus welchen Teil Barmstedts man kommt“. Diese und weitere Alternativstrecken seien aber von Ausgestaltung, Breite und Zuschnitt her für den Zusatzverkehr nicht geeignet. „Auf diese Problematik haben diverse Verkehrsgutachten hingewiesen“, so Gottschalk. Die Verkehrssicherheit auf den betreffenden Straßen sei dann „sehr in Frage gestellt“. Als Kompromiss schlägt die FWB vor, in Barmstedt in diversen Straßen Tempo-30-Zonen einzurichten. Dieser vom Bauausschuss vorgeschlagene Weg müsse „konsequent weitergeführt werden“, so Gottschalk. Von der Regelung ausgenommen werden sollten allerdings die Hauptverkehrs- und die Erschließungsstraßen – also auch die Königstraße.

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erstellt am 01.Okt.2016 | 16:00 Uhr

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