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Barmstedter Zeitung

04. Dezember 2016 | 04:56 Uhr

Amt soll über Bodenproben beraten

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Holcim Hörnerkirchens Politik will das Thema nicht zu den Akten legen / Bauamt: Gemessen an den Grenzwerten besteht keine Gefahr

Sind die Emissionen des Lägerdorfer Holcim-Werks eine Gefahr für den Amtsbereich Hörnerkirchen? Nach Osterhorn hat sich am Dienstagabend auch die Gemeindevertretung Brande-Hörnerkirchen mit dem Thema beschäftigt. Diplom-Ingenieur Jürgen Wulf vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Barmstedt-Hörnerkirchen stellte die Messergebnisse der jüngsten Bodenproben vor. Sein Fazit: Gemessen an den geltenden Grenzwerten, gehe von keinem der Werte eine Gefahr aus. Selbst der höchste gemessene Wert überschreite die Voraussetzungen für einen Kinderspielplatz bei weitem nicht.

Doch das Thema damit einfach zu den Akten legen wollen die Politiker nicht. „Sind die Werte schlechter geworden?“, wollte Ulrich Konkel (SPD) wissen. Es habe bei einem Messpunkt einen sehr großen Anstieg und bei einem zweiten einen deutlichen höheren Wert als bei der vergleichbaren Messung im Jahr 1995 gegeben, antwortete Wulf. Insgesamt hätten sich drei Probenwerte verschlechtert. Nun soll sich der Amtsausschuss des Themas annehmen und dabei auch den möglichen Aufbau eines aussagefähigen Rasters überdenken.

Langsam, aber sicher in die Endphase gehen die Arbeiten am Gemeindebau an Hörnerkirchens Rosentwiete. In direkter Nachbarschaft zur Gaststätte „Zur Tankstelle“ sollen sechs Neubau-Wohnungen, sowie Wohnraum für Flüchtlinge entstehen (wir berichteten). Die Miet-Wohnungen sollen im Januar bezugsfertig sein. Wer zu welchem Preis einziehen darf, darüber soll zukünftig eine „Richtlinie für die Vergabe von gemeindeeigenen Wohneigentum“ entscheiden. Einen entsprechenden Antrag hatte die SPD in die Gemeindevertretung eingebracht. Dabei solle „insbesondere berücksichtigt werden, dass die Wohnungen an einkommensschwache Personen vermietet werden“, heißt es darin.

Weil die Zeit knapp wird, soll sich der Finanzausschuss während seiner nächsten Sitzung am 1. Dezember mit dem Thema Wohneigentum befassen und dann auch möglichst schon eine Entscheidung treffen. Die Verwaltung will vorab einen Rohentwurf erarbeiten, der dann von den Ausschuss-Mitgliedern in wichtigen Punkten wie Quadratmeterpreis und der möglichen Einsetzung eines Hausmeisters mit Leben gefüllt werden soll. „Wir können etwas vorschlagen, aber beschließen müssen Sie“, betonte der Leitende Verwaltungsbeamte Sven Werner.

Genau wie Osterhorn haben sich Hörnerkirchens Gemeindevertreter zudem einstimmig für eine Fortsetzung der Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Barmstedt und des Amts Hörnerkirchen ausgesprochen. Genau wie die Nachbargemeinde wollen auch sie den Vertrag der „Verwaltungs-Ehe“ um zehn Jahre verlängern. Nun müssen auf Amtsebene noch Bokel und Westerhorn ihr Okay geben, bevor der Amtsausschuss im Dezember die endgültige Entscheidung trifft.

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