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Barmstedter Zeitung

05. Dezember 2016 | 17:46 Uhr

Heede : Ampelanlagen für Bahnübergänge?

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

In Heede könnten zwei derzeit nur mit Andreaskreuzen gesicherte Bahnübergänge künftig Ampelanlagen bekommen.

Werden in Heede in den kommenden Jahren zwei Bahnübergänge der AKN mit Lichtzeichen gesichert? Mit dieser Möglichkeit beschäftigt sich derzeit die Kommunalpolitik im Ort. Ein Vertreter des Eisenbahnverkehrsunternehmens hatte während der Sitzung des Heeder Bau- und Planungsausschusses Ideen für die ampelähnlichen Anlagen vorgestellt. Im Fokus stehen der Bahnübergang Autwiet – dabei handelt es sich um die Sternkreuzung in den Heeder Tannen – und ein Übergang an einem Feldweg wenige hundert Meter weiter in Richtung Barmstedt. AKN-Pressesprecherin Christiane Lage-Kress betonte, dass sich dabei um Ideen handle, „die wir mit der Gemeinde besprechen“. Die Politik könne festlegen, ob sie die Ideen umsetzen möchte oder nicht. In Bokholt-Hanredder habe es ähnliche Gespräche mit der Gemeinde gegeben (wir berichteten). Ergebnis sei gewesen, dass dort an den fraglichen Übergängen keine Änderungen vorgenommen werden, so Lage-Kress.

Laut des AKN-Vertreters würden die Kosten für eine Ampelanlage am Bahnübergang Autwiet schätzungsweise bei 255  000 Euro, am Feldweg ungefähr bei 244  000 Euro liegen. Die Gesamtsumme von etwa einer halben Million Euro würde zu je einem Drittel auf das Land, die Gemeinde und die AKN entfallen, so der Bauausschussvorsitzende Ingo Holm (GHW) – wobei die Gemeinde noch Fördergelder bekommen könnte, sagt er.

Aufgrund der Kosten hinterfragten die Politiker den Sinn der Anlagen. Holm merkte dazu an, dass die Wege in den Heeder Tannen für Autofahrer gesperrt seien. Fraglich sei auch, so der Vorsitzende, ob man die Kriterien erfüllen könne, die zum Fließen der Fördergelder notwendig sind. Der Vertreter der AKN betonte, es gehe nicht darum, die Züge zu beschleunigen. „Wir fahren Tempo 80, schneller geht es nicht mehr.“ Ziel sei es, möglichst alle Übergänge technisch zu sichern.

Auf Nachfrage von Bürgermeister Reimer Offermann berichtete der AKN-Vertreter, dass eine Umsetzung „nicht bis 2018“ in Frage komme. Man wolle sich weiter Gedanken über das Thema machen, so Offermann. „Wir sind nicht unter Zugzwang. Es wird kein Druck aufgebaut“, betonte auch Klaus Perthen vom Amt Rantzau. Wenn alle Zuschussgeber ihren Teil bezahlen würden, so Offermann im Hinblick auf die Fördermöglichkeiten, „dann ist so eine Sicherungsmaßnahme nicht zu teuer. Dafür bekommt man auch etwas.“

Überrascht reagierten alle Anwesenden auf den Hinweis des AKN-Vertreters, dass sich am 20. August ein Unfall am Bahnübergang Autwiet ereignet hatte. Wie die Barmstedter Polizei auf Anfrage bestätigte, waren dort ein Traktor und ein Triebwagen kollidiert. Offenbar war der Trecker-Fahrer am Bahnübergang zu weit nach vorn gefahren. Verletzte habe es keine gegeben. Aber am Triebwagen ist laut AKN ein Schaden von 25  000 Euro entstanden. Die Strecke war nur kurzzeitig gesperrt.

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erstellt am 25.Sep.2016 | 07:00 Uhr

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