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Barmstedter Zeitung

04. Dezember 2016 | 07:10 Uhr

Brande-Hörnerkirchen : 35 Jahre im Dienst der Spieliothek

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Verabschiedet: Heike Jensen aus Brande-Hörnerkirchen beendet ihre Tätigkeit. 69-Jährige ist bereits seit 1981 dabei.

Brande-Hörnerkirchen | 35 Jahre lang hat Heike Jensen (69) aus Brande-Hörnerkirchen die Barmstedter Spieliothek unterstützt. Jedes Mal, wenn der Bus des Vereins in die Gemeinde im Nordes des Kreises Pinneberg kam, holte sie mit ihrem Kollegen Andreas Rittner sie sämtliche Spiele aus dem Fahrzeug, das vor dem Clubraum der Turnhalle parkte und breitete sie auf den Tischen aus. „Für mich war es viel mehr als nur eine bloße Freizeitbeschäftigung, nämlich eine wertvolle Bereicherung meines Lebens“, sagt Jensen mit wehmütigem Unterton in der Stimme. „Aber nun ist es an der Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen.“

Der Anfang ihrer Betreuer-Tätigkeit beim Verein Spieliothek-mobil gestaltete sich unspektakulär: Der damalige Pastor Friedemann Noffke sprach sie im Jahre 1981 an, ob sie bereit sei, bei der Einrichtung mitzuhelfen – und sie sagte zu. Die Frage der Örtlichkeit war anfangs noch nicht eindeutig geklärt. So pendelten die Nutzer des Spieliothek-Angebots zuerst zwischen dem Kaminzimmer des alten Kindergartens und dem Pastorat hin und her, später wurden der Einrichtung verschiedene Klassenzimmer zur Verfügung gestellt, bevor sich der Clubraum der Turnhalle für sie öffnete. „Früher habe ich viel mit den Kindern gebastelt, insbesondere zu Ostern, zu Pfingsten und in der Weihnachtszeit“, berichtet Jensen. „Doch das hat sich stark gewandelt. Heutzutage kommen die Kinder eigentlich nur noch, um sich Spiele auszuleihen beziehungsweise zurückzugeben.“

Folglich kümmerte sie sich vorzugsweise um die Übergabe der Spiele und um die Erledigung von Formalitäten. Zu den „Rennern“ zählen laut Jensen Haba- und Bewegungsspiele. Auch die Geburtstagskiste werde gern genommen. Heike Jensen hat aber nicht nur Spiele verliehen, sondern immer auch selbst gern gespielt – und daran hält sie fest. Ihr Mann sei vielleicht weniger enthusiastisch, was das betrifft, aber „er muss“, wie die 69-Jährige formuliert.

Für die Spieliothek bricht die Hörnerkirchenerin eine Lanze: „Das ist wirklich eine feine Sache“, betont sie. Den größten Teil der Spiele könne man kostenlos ausleihen, einige wenige gegen eine geringe Gebühr. „Bevor man vielleicht ein Spiel kauft, kann man es in aller Ruhe zu Hause ausprobieren. Das ist doch etwas.“ Heike Jensen stammt aus Föhrden-Barl, einem 350-Einwohner-Dorf. Nach dem Besuch der örtlichen Volksschule legte sie in Bad Bramstedt die Mittlere Reife ab, um anschließend den Beruf der Verwaltungsfachangestellten zu lernen, den sie von 1964 bis 1975 in der Verwaltung Bad Bramstedt Land ausübte. Ein Jahr nach ihrer Heirat im Jahre 1974 wurde die erste Tochter geboren, sechs Jahre später die zweite.

Wenn sich Heike Jensen entspannen möchte, macht sie Handarbeiten oder greift zu einem Buch. „Ich lese am liebsten Geschichten, die man für eine Zeit lang weglegen und später wieder hervorholen kann“, sagt sie. Gern unternimmt sie auch Tagesfahrten zum Nordseebad Büsum, das ihr ausnehmend gut gefällt und wo sie sich erholen kann.

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erstellt am 18.Nov.2016 | 12:15 Uhr

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