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Barmstedter Zeitung

06. Dezember 2016 | 15:15 Uhr

12,7 Millionen Euro für Kirchenkreis

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Finanzplan Mehr Geld für die Gemeinden / Letzter Bauabschnitt bei Sanierung von St. Nikolai in Elmshorn

23 Stellvertreterposten nicht besetzt. Ab 2018 wird die Synode des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf kleiner. Dann werden 77 statt wie bisher 88 Vertreter die Interessen der 39 Kirchengemeinden vertreten. „Ein guter Kompromiss“, betonte gestern Propst Thomas Bergemann. Er zog ein insgesamt positives Fazit der Kirchenkreissynode, die am vergangenen Wochenende in Elmshorn getagt hatte. „Wir sind insgesamt gut aufgestellt. Die Zusammenarbeit ist vertrauensvoll“, betonte der Propst.

Im Nachgang der Synode präsentierten Bergemann, sein Stellvertreter Torsten Becker, Ute Preuß von der Bauverwaltung und Thomas Roßmann vom Controlling die Finanzlage. Positiv: Dem Kirchenkreis steht für das Jahr 2017 mit 12,74 Millionen Euro an Kirchensteuerzuweisung der Landeskirche sogar etwas mehr Geld zur Verfügung als 2016 mit 12,36 Millionen Euro. Bergemann sprach von einer „guten Entwicklung“ der Steuermittel. Der Kirchenkreis zählt zurzeit 98  000 Mitglieder. Die Austrittsquote in Höhe von zwei Prozent spiegele den Landesdurchschnitt wider.

Mit 1000 Mitarbeitern – inklusive Kita-Werk und Diakonisches Werk – ist der Kirchenkreis ein „Großunternehmen“. Allein die Bezahlung der Pfarrer schlägt 2017 mit 3,68 Millionen Euro zu Buche. Für die Kitas zahlt der Kirchenkreis 560  000 Euro. „Die Kirchen sind die einzigen Träger, die einen Eigenanteil finanzieren“, betonte der Propst. Sie tragen fünf Prozent der Kosten. Auch Klimaschutz ist im Kirchenkreis längst ein Thema. 102  000 Euro stehen für Maßnahmen im kommenden Jahr zur Verfügung.

In die Gemeinden fließen 3,61 Millionen Euro. Für die Jugendarbeit stehen dabei 325  000 Euro und für die Kirchenmusik 354  000 Euro im Finanzplan. Die Gemeinden erhalten mehr Geld als 2016. Die Zuweisung pro Gemeindemitglied beträgt 31,75 Euro. 2016 waren es 31,25 Euro.

Trotzdem: Bergemann räumt ein, dass der finanzielle Gestaltungsspielraum für einige Gemeinden eher geringer werde. „Wie viel Geld in die Kirchengemeinden fließt ist immer wieder ein Thema“, sagte der Propst. Eine Fusion von Gemeinden stehe zurzeit nicht zur Diskussion. Die kleinste Gemeinde im Kirchenkreis zählt 350 Mitglieder, die größte mit Barmstedt 10  600 Mitglieder.

In die Sanierung der Gebäudesubstanz investiert der Kirchenkreis wie im vergangenen Jahr gut eine Million Euro. 193  000 Euro stehen für die Schwammbeseitigung in der Elmshorner St. Nikolai-Kirche zur Verfügung. Bisher sind schon 490  000 Euro in diese Sanierungsmaßnahme geflossen. Seit fünf Jahren wird der Kampf gegen den Schwamm geführt. Jetzt folgt der letzte Bauabschnitt. „Hoffentlich“, betont Ute Preuß von der Bauverwaltung. „Wir wissen noch nicht, wie groß die Schädigung wirklich ist.“

Die Synode möchte auch die Sanierung wertvoller Orgeln in den Gemeinden unterstützen. Dafür stellt der Kirchenkreis in den kommenden fünf Jahren 150  000 Euro zur Verfügung.

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