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Barmstedter Zeitung

03. Dezember 2016 | 12:42 Uhr

Stresstest : 100 Retter üben in Hemdingen

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Verpuffung in Firmenhalle, Unfall mit zwei Fahrzeugen: Vier Wehren an der Barmstedter Straße im Einsatz.

Hemdingen | Groß angelegte Übung am Montagabend in Hemdingen: In einer Werkstatt auf dem Gelände der Firma Landtechnik Hemdingen hatte es eine Verpuffung gegeben. Zusätzlich waren auf dem Weg hinter dem Betrieb zwei Autos kollidiert. Dieses Szenario hatte die Hemdinger Wehr für die gemeinsame Hauptübung organisiert. Außer den Einsatzkräften aus der Gemeinde waren auch die Feuerwehren aus Bilsen, Langeln und Heede mit dabei.

Hemdingens Wehrführer Jörn Clasen wies als Einsatzleiter den Wehren ihre Aufgaben zu. „Bei dem Löschangriff auf die Gebäude mussten wir ein Augenmerk auf die Hochspannungsleitung mit 180.000 Volt richten, die direkt über das Gelände geht“, sagte er. Deshalb sei Wasser sparsam eingesetzt worden. Die Hemdinger Wehr, die als erste eintraf, übernahm mit Atemschutzgeräteträgern die Bergung der verletzten Personen aus der verqualmten Werkstatt, in der die Verpuffung durch Schweißarbeiten ausgelöst worden war. Drei Personen mussten gefunden werden. Danach wurden die Räumlichkeiten vorsichtshalber mit der Wärmebildkamera kontrolliert.

Die Bilsener Kameraden bauten die lange Wasserversorgung über eine Strecke von 200 Metern auf. Beim Löschangriff von außen wurde wegen der Hochspannungsleitung sehr vorsichtig vorgegangen. Die Wehren aus Langeln und Heede kümmerten sich um den Verkehrsunfall. Aus den beiden Autos mussten verletzte Personen geborgen werden. Um einen der Beifahrer aus den Fahrzeugen zu befreien, musste technische Hilfe geleistet werden.

Die Hemdinger Wehr suchte die verqualmten Räume nach vermissten Personen ab
Die Hemdinger Wehr suchte die verqualmten Räume nach vermissten Personen ab Foto: Pergande
 

Damit das eine Auto, das sich mit der Front auf das andere hinaufgeschoben hatte, nicht verrutschen konnte, wurde es mit Keilen stabilisiert. Dann rückten die Wehren mit Schere und Spreizer an. Sie nahmen das Dach ab, schnitten die Frontscheibe heraus und hatten zuvor die verletzte Person wegen eines möglichen Scherbenregens mit Decken geschützt. Zusätzlich musste die Beifahrertür abgeschnitten werden. „Das läuft hier alles ohne Hektik, das machen unsere Leute gut“, berichteten die Bürgermeistern der vier Gemeinden, die sich die einzelnen Teile der Übung anschauten. Anschließend trafen sich die knapp 100 Einsatzkräfte zur Stärkung in der Hemdinger Feuerwache.

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erstellt am 12.Okt.2016 | 12:30 Uhr

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