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Lokales

11. Dezember 2016 | 07:19 Uhr

Einigung in Haseldorf : Angler wachen über Angler

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Freude über Wiederbelebung eines alten Vertrages mit der Unteren Naturschutzbehörde.

Haseldorf | Angeln und Naturschutz passen nicht unbedingt zusammen. Wer im Naturschutzgebiet auf Fischfang geht, gilt als Schwarzangler. Bis zu Handgreiflichkeiten soll es im Naturschutzgebiet Haseldorfer Marsch in der jüngsten Vergangenheit unter Petrijüngern und Umweltschützern gekommen sein, weiß Elbmarschenhausleiterin Edelgard Heim.

Jetzt könnte Ruhe einkehren: Stefan Nickels, Vorsitzender des Angelsportvereins Binnenelbe setzte seine Unterschrift unter einen Vertrag, den die Untere Naturschutzbehörde (UNB) ausgearbeitet hat. Darin ist geregelt, zu welchen Zeiten und an welchen Orten des Naturschutzgebiets Haseldorfer Binnenelbe mit Elbvorland die Vereinsmitglieder ihrer Freizeitbeschäftigung nachgehen dürfen. Im Gegenzug erklären sich die Sportangler bereit, die Augen offen zu halten und gegen Schwarzangler vorzugehen.

Der Vertrag knüpft an eine frühere Regelung an: 2004 hatte der ehemalige Leiter des Elbmarschenhauses, Bernd-Ulrich Netz, die Idee, die Mitglieder des Angelvereins zu Aufpassern zu erklären. Nach zehn Jahren kündigte die Behörde den damals geschlossenen Vertrag überraschend. Seitdem herrschte Funkstille.

Sowohl Heim, die sich im Auftrag der Landesregierung um das Naturschutzgebiet kümmert, als auch Naturschutzbund-Mitarbeiter und Schutzgebietsbetreuer Uwe Helbing begrüßten, dass es gelungen ist, das Abkommen wiederzubeleben. Für sie ist Schwarzangeln kein Kavaliersdelikt. „Wir nehmen an, dass unser Seeadler im vergangenen Jahr nicht gebrütet hat, weil er sich durch Angler gestört fühlte“, so Helbing. Auch für den Chef der Freizeitangler ist der Vertragsabschluss ein Erfolg. Nach einer Begehung einigte er sich mit dem Nabu-Mitarbeiter auf drei unproblematische Angelstellen, die für die Sportangler gut zu nutzen sind. Die Bereiche, in denen es erlaubt ist, auf Fischfang zu gehen, sind durch Schilder markiert und auch für andere Marschbesucher gut erkennbar.

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erstellt am 25.Mai.2016 | 15:00 Uhr

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