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Lokales

03. Dezember 2016 | 20:48 Uhr

Konzert : Altbekanntes neu variiert

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Advents-Choräle überzeugen Gäste auf traditionellem Gemeindekonzert mit vertrauten und neuen Weihnachtsstücken

Unter dem Motto „…und so grüßte der Himmel die Erde“ startete die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde St. Jürgen in Gettorf am 1. Adventssonntag mit ihrem traditionellen Gemeindekonzert musikalisch in die Adventszeit. Die Kantorei St. Jürgen, das Vokalensemble St. Jürgen unter der Leitung von Julia Uhlenwinkel, der Posaunenchor unter der Leitung von Frank Boysen brachten gemeinsam mit der Mezzosopranistin Dr. Gabriele Ismer, mit Meike Roggenkamp (Violine und Viola), Christoph Mohr an der Orgel und Maike Jessen (Schlagwerk) Advents- und Weihnachtsmusik vom Feinsten zu Gehör. Zwischendrin gab es immer wieder die Möglichkeit zum Mitsingen.

Zum Programm gehörten alte vertraute Advents-Choräle wie „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ und „Wie soll ich dich empfangen“ ebenso wie unbekanntere Lieder von europäischen Komponisten und moderne Sätze alter Lieder, Kantaten und Instrumentalstücke.

So erklangen „Adventi ének“, das der ungarische Komponist Zoltán Kodály (1882 – 1967) 1963 komponiert hatte, und ein Ausschnitt aus dem Weihnachtsoratorium des französischen Komponisten Charles Camille Saint-Saens (1835 – 1921).

Aber auch vertraute Advents- und Weihnachtslieder in wenig bekannten Variationen erklangen, wie das aus dem 14. Jahrhundert stammende lateinische Weihnachtslied „Puer natus in Bethlehem“ in der Fassung von dem in Liechtenstein geborenen Komponisten Josef Gabriel Rheinberger (1839 – 1901), bei uns bekannt als „Ein Kind geboren zu Bethlehem“. „Die Nacht es vorgedrungen“ von Jochen Klepper (1903 – 1942) in einem Satz von dem zeitgenössischen Komponisten Jürgen Essl, Stuttgart, aus dem Jahr 1997. Nicht fehlen bei einem Adventskonzert darf das Magnifikat – der Lobgesang der Maria, nachdem der Engel Gabriel ihr die Geburt des Erlösers verkündigt hatte. In diesem Jahr erklang das Magnifikat in c-Moll von dem irischen Komponisten Charles Wood (1866- 1926).

Das besondere Angebot der Veranstalterin: Lateinische Texte konnte das Publikum in einer deutschen Übertragung im Programmheft mitlesen.

Das Konzert endete wie jedes Jahr mit dem bekannten Adventslied „Tochter Zion freue dich“. Die Musiker gaben noch einmal alles, und das Publikum stimmte in den adventlichen Jubel mit ein.

Begeistert verließen dann auch die Besucher das Konzert. Viele von ihnen sind längst Stammgäste. Barbara Kemnitz und Astrid Latte aus Gettorf haben es die eher mystischen Lieder besonders angetan. Ein Ehepaar war besonders begeistert von der Mezzosopranistin und von den italienischen Komponisten. Außerdem fand das Paar gut, dass das Publikum mitsingen konnte. Uwe Reschat, der im Kirchbauverein aktiv ist und dort selbst auch mit der Organisation von Konzerten befasst ist, hat neben der Musik auch die Moderation von Julia Uhlenwinkel sehr gut gefallen. Und er ist begeistert von der guten musikalischen Mischung. „Das Publikum kommt aus allen Generationen, weil für jeden etwas dabei ist.“

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