zur Navigation springen

Lokales

08. Dezember 2016 | 23:03 Uhr

Supermarkt-Erweiterung : Aldi und Edeka dürfen wachsen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bauausschuss gibt Zustimmungsempfehlung zu Markterweiterungen unter Voraussetzung von Markt-Neubau in Altenholz Stift

Die Märkte Aldi und Edeka am Erdbeerfeld in Altenholz-Klausdorf dürfen erweitert werden, im Gegenzug soll an der Stelle des 2014 abgebrannten Sky-Marktes in Altenholz Stift ein Edeka-Markt errichtet werden. Der Bauauschuss gab am Montagabend einstimmig eine entsprechende Empfehlung an die Gemeinde ab.

Die Erweiterung der Verkaufsflächen der beiden Märkte sowie der Neubau wurden in der Gemeinde bereits seit längerem diskutiert. Die Cima-Beratungs-Gesellschaft wurde mit der Ermittlung der Auswirkungen auf die Wettbewerbsstruktur innerhalb des Gemeindegebietes Altenholz sowie der unmittelbar angrenzenden Nachbarkommunen beauftragt und kam zu dem Schluss: Erweiterungen sowie Neubau sind genehmigungsfähig.

Im Detail soll die Verkaufsfläche des Edeka-Marktes von heute 1675 Quadratmeter auf zukünftig 2325 Quadratmeter wachsen. Bei Aldi soll die Fläche auf 1000 Quadratmeter (plus 380 Quadratmeter) erweitert werden. „Damit bekommen Edeka und Aldi weniger zugestanden, als nach dem Gutachten möglich wäre“, so Bürgermeister Carlo Ehrich während der Sitzung des Bauausschusses. Laut Gutachten wäre eine Erweiterung auf 2500 Quadratmeter (Edeka) beziehungsweise 1200 Quadratmeter (Aldi) möglich gewesen. Der neu zu bauende kleine Edeka-Markt (rund 850 Quadratmeter Verkaufsfläche) in Altenholz Stift soll die Nahversorgung für die Bewohner im südlichen Gemeindegebiet sicherstellen. Hier ist seit dem Ausfall des Sky-Marktes der Aldi-Markt einziger Anbieter für die Nahversorgung. Der Bau ist Voraussetzung für die Genehmigung der Erweiterung der bestehenden Märkte.

Die gute Lebensmittelversorgung in Altenholz würde so laut Cima-Gutachten weiter verbessert werden. Bisherige Versorgungsdefizite im südlichen Gemeindegebiet würden durch den Edeka-Neubau behoben. Mehr Käufer aus dem Gemeindegebiet sowie aus dem unmittelbaren Umland seien zu erwarten. Auch rechnet man bei Cima mit einer Steigerung der Kaufkraft durch geplante Wohnungsneubauten: Insgesamt sind knapp 80 neue Wohneinheiten geplant.

Zwar seien für andere Marktteilnehmer Umsatzverluste zu erwarten. Cima geht „zweifellos von einer Verschärfung des Wettbewerbs innerhalb des Gemeindegebietes“ aus. „Der Wettbewerb in Altenholz-Klausdorf ist jedoch insgesamt leistungsfähig aufgestellt“, heißt es in dem Gutachten. Zu Deutsch: Der einzige vergleichbare Konkurrent in der Region, Famila, wird die steigende Konkurrenz laut Cima verkraften. Weitere Einzelhandelsentwicklungen am Erdbeerfeld sollten demnach jedoch kritisch bewertet werden.

Auf der Tagesordnung des Bauausschusses stand außerdem, Einsparungsvorschläge für den Haushalt 2017 zu machen. Hierzu kam es jedoch nicht. Nach aktuellem Stand schließt der Ergebnishaushalt 2017 mit einem Defizit von 1  821  800 Euro ab. Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss hatte deshalb allen Fachausschüssen auferlegt, Kürzungen in einer Höhe von insgesamt 600  000 Euro vorzunehmen. Die Mitglieder des Bauausschusses sahen sich jedoch nicht in der Lage entsprechende Kürzungsvorschläge zu machen. Mehrere Vertreter beklagten, nicht ausreichend über die Bereiche, in denen Kürzungen vorgenommen werden müssten, informiert zu sein. Andreas Piltz (CDU): „Mir fehlen zu wesentlichen Punkten wesentliche Informationen. Ich weiß gar nicht, was sich hinter einzelnen Punkten verbirgt.“ Klaus Reese (CDU): „Wir müssen im Einzelfall die Informationen haben – sonst können wir nicht kürzen.“ Hierauf erwiderte Ingo Baasch (SPD): „Keiner behauptet, dass es einfach wäre.“ Man könne allerdings in der Zeit bis zur Sitzung die verschiedenen Fachbereiche um entsprechende Informationen bitten.

Piltz schlug vor, eine Prioritätenliste anzulegen. „Als Ausschuss können wir nur einen Rahmen setzen und sagen, wie viel wo gekürzt werden soll.“ Die Verwaltung müsste es übernehmen, zu entscheiden, wo diese Kürzungen konkret vorgenommen würden. Piltz: „Anders werden wir nicht zu Einsparungen kommen.“ Baasch entgegnete: „Damit stehlen wir uns aus der Verantwortung.“ Auch Reese stimmte dafür „den Schwarzen Peter“ nicht weiterzugeben. „Wir sollten selbst eine Streichliste machen“, so Reese. Aber dafür brauchen wir eine extra Sitzung mit spezieller Vorbereitung.“ Hierauf einigte man sich schließlich. Am 28. November um 17 Uhr tritt der Bauausschuss zu diesem Zweck erneut im Ratssaal des Altenholzer Rathauses zusammen.



Karte
zur Startseite

von
erstellt am 16.Nov.2016 | 06:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen