Das Ende der langen Siegesserien
Damp. Jede Serie reißt irgendwann einmal - diese Weisheit bewahrheitete sich bei der 7. Auflage des Laufs zwischen den Meeren bei den Entscheidungen an der Spitze des Feldes, wo sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen neue Siegerteams am Damper Ostseestrand jubeln durften.
Unter dem Dach des Teams "o.t.n. Lauflabor" gelang es einer Auswahlmannschaft schleswig-holsteinischer Spitzenläufer, nach 5:22:54 Stunden als erste Staffel die Ziellinie am Damper Ostseestrand zu überqueren und damit eine eindrucksvolle Siegesserie zu beenden. Nach fünf Erfolgen nacheinander mussten sich die Männer vom TSV Ostheim/Rhön bei Norddeutschlands größtem Staffelwettbewerb erstmals seit der Premiere der Veranstaltung im Jahr 2006 wieder geschlagen geben. Das gleiche Schicksal erlitten die Damen des Kieler Teams "Lubinus Clinicum", die nach vier Siegen in Folge von den Ostheimer Damen von der obersten Stufe des Siegertreppchens verdrängt wurden.
Ungebrochen blieb bei der 7. Auflage des Staffelrennens von Husum nach Damp allerdings der Teilnehmerboom. Mit nunmehr 574 erfolgreichen Staffeln bewältigten so viele Zehner-Mannschaften die in zehn Etappen aufgeteilte 97-km-Strecke von der Nordsee zur Ostsee.
Firmenteams, Vereine, Freundeskreise und auch mehrere eigens für das große Staffelspektakel zusammengestellte Auswahlteams machten sich auf den langen Weg quer durchs Land und hatten dieses Mal das Glück, dass der Westwind für kräftigen Rückenwind auf der langen Strecke sorgte.
Nach mehreren ähnlichen, aber vergeblichen Versuchen, mit vereinten Kräften der in den letzten Jahren dominierenden Ostheimer Staffel Paroli zu bieten, gelang es beim 7. Lauf zwischen den Meeren nun dem in Neumünster beheimateten "o.t.n. Lauflabor", eine Vielzahl schleswig-holsteinischer Spitzenläufer in einem Team zu vereinen. Mit Leif Schröder-Groeneveld (10 km), Oleg Rantzow (Halbmarathon) und Pascal Dethlefs (10 000 m) standen gleich drei aktuelle Landesmeister in der neu formierten Auswahl und schafften zusammen mit anderen Cracks des Nordens dieses Mal den großen Coup.
Auf der vorletzten Etappe zogen die Schleswig-Holsteiner erstmals an den Nordbayern vorbei und retteten ihren Vorsprung trotz einer famosen Aufholjagd des Ostheimer Schlussläufers Manuel Stöckert bis zur Ziellinie in Damp. Nach 5:22:54 Stunden hatte das Team "o.t.n. Lauflabor" die Nase knapp vorn, ehe nach 5:23:43 Stunden mit weniger als einer Minute Rückstand der TSV Ostheim folgte.
Der dritte Platz ging nach 5:27:05 Stunden an das Lübecker Intersport-Mauritz-Race-Team, in dem sich ebenfalls Asse aus ganz Schleswig-Holstein zusammengetan hatten. Als schnellste Vereinsstaffel aus dem Norden erreichte die LAV Husum nach 6:03:35 Stunden das Ziel auf dem sechsten Platz.
Die Damen des TSV Ostheim sorgten dafür, dass es am Ende des Tages für den Laufclub aus der Rhön doch noch Anlass für lauten Jubel gab. Die Ostheimerinnen hängten unerwartet deutlich die bislang stets siegreiche Staffel des Kieler "Lubinus Clinicums" ab und schnappten sich bei ihrem zweiten Start an der Küste nach 6:42:36 Stunden erstmals den Siegerpokal. Für die schnellen Schleswig-Holsteinerinnen vom Team "Lubinus Clinicum" blieb nach 6:49:03 Stunden der zweite Platz vor dem Frauenteam des "o.t.n. Lauflabors."


