Viel Arbeit für ein tolles Lauf-Event

04. Juni 2012 | 06:25 Uhr | Von vos


Das Organisationsteam: Rainer Ziplinsky, Ulrike  Dallmann und Jana Blaas  (von links).

Das Organisationsteam: Rainer Ziplinsky, Ulrike Dallmann und Jana Blaas (von links).

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Hollingstedt war erneut Wechselstation beim "Lauf zwischen den Meeren" / Mit Hightech für einen reibungslosen Ablauf gesorgt

Hollingstedt. Seit sieben Jahren ist in Hollingstedt eine Wechselstation für die Läufer des "Lauf zwischen den Meeren". Es begann damals mit 87 Mannschaften. Von Jahr zu Jahr erhöht sich diese Zahl jedoch. Diesmal traten 608 Mannschaften mit über 6000 Läufern an. Mehr als 1200 von ihnen passierten in kürzester Zeit den Hollingstedter Sportplatz. Hinzu kamen die vielen Betreuer, und auch die Zahl der Zuschauer hatte stark zugenommen. Somit mussten weit über 1500 Personen betreut und die Läuferwechsel ordnungsgemäß organisiert werden.

Der "Lauf zwischen den Meeren" ist somit für die Organisatoren in Hollingstedt eine immer größer werdende Herausforderung. Besonders wichtig: Es durfte zu keinem Stau kommen. Verpflegung und Getränke mussten verteilt werden. Eine logistische Herausforderung an das Team um Frank Wölffel und Volker Jenner. Das "Kindergildeteam" übernahm die Beköstigung und der SV Hollingstedt und die Feuerwehr hatten ihre vielen Helfer für die anderen Aufgaben, wie etwa Aufbau des Einlaufbereiches, Zuschauerabtrennung, Läuferbetreuung und Ordnungsdienst, eingesetzt. Auch die Verkehrslenkung wurde in Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr und den Ordnungsbehörden genau geplant.

Es wurde eine Verkehrstrennung und teilweise Vollsperrungen eingerichtet. Dieses neu eingeführte Verkehrsmanagement hat sich nach Ansicht der Organisatoren bewährt. Der Veranstaltungsverkehr sei viel entspannter vor sich gegangen als in den Vorjahren. Über 1700 Pkw wurden gezählt.

Da die Läufer von ihrem Mannschaftskameraden beim Wechselpunkt ohne Zeitverzögerung abgelöst werden sollten, musste am Sportplatz bekannt sein, wer als nächster einläuft. Hier bediente man sich neuester Technik. "Wir haben am Dorfeingang und am ,Osterende’ jeweils eine Kamera installiert. Die Übertragung der Bilder erfolgt über das Internet", sagte Frank Wölffel, der auch die Ansagen machte. Auch bei der Zeitabnahme wurde Hightech eingesetzt. Die Staffelstäbe waren mit Sensoren ausgerüstet. Beim überqueren der Überlaufmatten am Ziel, die ebenfalls mit Sensoren ausgerüstet waren, wurden automatisch Zeitmessungen vorgenommen und mit den dazugehörigen Daten über Datenleitung zum Server nach Berlin übertragen, ausgewertet und zentral erfasst.

Bürgermeisterin Petra Bülow dankte allen Helfern für ihren Einsatz. "Dieser Lauf ist ein echtes Gemeinschaftserlebnis für jedes Staffelteam, und die Läufer und Läuferinnen durchqueren dabei Marsch, Geest und das Hügelland. Schöner kann man Schleswig-Holstein nicht erleben", sagte Ulrike Dallmann, Leiterin Veranstaltungen des Damp-Ostsee-Ressorts, die sich mit Mitorganisator Rainer Ziplinsky einen Überblick über die Abläufe an der Wechselstation in Hollingstedt verschaffte. "Hier läuft alles optimal. Das Organisationsteam ist innovativ, verbessert die Abläufe, ist eigenständig. Um Hollingstedt müssen wir uns nicht kümmern", lobte Rainer Ziplinsky.

Die Staffel vom TSV Ostheim/Rhön lief wie im Vorjahr mit ihrem Läufer als erste über die Ziellinie und übergab den Stab. Für die 22,2 Kilometer von Husum bis Hollingstedt brauchte die Mannschaft 66 Minuten.

Hoch anzurechnen ist die Leistung einer alzheimererkrankten Läuferin des Lauftreffs Kaltenkirchen, die mit einer Begleiterin die Strecke von Wittbek bis Hollingstedt lief. "Da ein Start aus ärztlicher Sicht befürwortet wurde und das Tandem-Team den sportlichen Ablauf unseres Laufevents nicht beeinflusste, haben wir diese Staffel gerne unterstützt", sagt Sönke Osmann, Leiter Standortkommunikation Damp.

Und die Heimmannschaften? Das Team "Speed" des SV Hollingstedt erreichte Platz 86 von 608 Mannschaften, die zweite Mannschaft "Fun" landete auf Platz 404.


 
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