zur Navigation springen
Anzeige

Anzeige
Anzeige

Neue Artikel

22. September 2014 | 00:09 Uhr

Jost de Jager - CDU : "Wir werden uns um den Unterrichtsausfall kümmern"

vom

Haushalt und Bildungspolitik sind die zentralen Themen für Jost de Jager von der CDU. Denn das sind die Themen für die Zukunft, findet er.

Kiel | Felix: Für welche Themen wollen Sie sich einsetzen?
Ein wichtiges Thema für uns als Partei ist das Thema Haushalt. Weil es am Ende darum geht, dass wir für eure Zukunft versuchen müssen, keine Schulden zu machen. Ihr müsst die Schulden zurückzahlen. Also geht es um eure Zukunft. Und ich werde, wenn ich Ministerpräsident werde, dafür sorgen, dass die CDU sich wieder mehr um Bildungspolitik kümmert. Wir haben das Ministerium in den letzten beiden Wahlperioden dem jeweiligen Koalitionspartner überlassen. Deshalb ist nicht so deutlich, wofür die CDU steht in der Bildungspolitik. Das müssen wir ändern.
Franziska E: Glauben Sie, dass Sie noch einmal mit der FDP koalieren können?
Also, ich bin mir sicher, dass die FDP reinkommt. Ich wünsche mir das auch. Aber es wird nicht dazu reichen, dass wir mit der FDP regieren können. Wir haben deshalb das Ziel, so stark zu werden, dass ohne uns keine Regierung gebildet werden kann. Dann wird man sehen, welche Koalition vom Ergebnis her geht. Und dann gucken wir, welche Koalition inhaltlich geht.
Franziska E: Können Sie sich vorstellen, mit der Piratenpartei zu koalieren?
Nein, das kann ich nicht. Weil die Piraten eine Partei sind, die noch keine Parlamentserfahrung hat. Sie sind völlig ungeübt in der Frage, wie man politische Inhalte tatsächlich zur Abstimmung bringt. Eine Regierung kann man nur dann bilden, wenn man sich auf seinen Koalitionspartner verlassen kann.
Annkathrin: Wollen Sie etwas am Bildungssystem ändern?
Wir werden uns um den Unterrichtsausfall kümmern. Der ist das größte Problem. Wir werden das Geld für den Vertretungsfonds für Unterrichtsausfall verdoppeln. Gleichzeitig wollen wir dafür sorgen, dass genügend qualifizierte Personen – zum Beispiel pensionierte Lehrer – vom ersten Tag des Unterrichtsausfalls an zur Verfügung stehen. Das ist sehr wichtig.
Der andere Punkt ist: Wir reden viel darüber, ob es bei den jetzigen Schulformen bleibt. Und da sagen wir: Wir wollen jetzt keine weiteren Veränderungen vornehmen. Denn wir finden, dass es in den vergangenen Jahren durch ständig neue Vorschriften aus Kiel zu viel Unruhe in den Schulen gegeben hat. Wir brauchen jetzt Ruhe und Verlässlichkeit. Und dafür wollen wir sorgen.


Erik: Warum glauben Sie, dass Sie Arbeitsplätze schaffen können?
Als wir im Jahr 2011 die Regierungsverantwortung übernommen haben, gab es eine Arbeitslosenquote von elf Prozent. Jetzt sind wir bei sieben Prozent. In der Zeit, in der wir regieren, sind 90.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. Das zeigt: Wir machen eine Wirtschaftspolitik, die Arbeitsplätze in Schleswig-Holstein schafft.
Annkathrin: Wie stehen Sie zur Energiepolitik? Sind Sie gegen die Atomkraftwerke oder sind Sie dafür gewesen, bevor das mit Fukushima war.
Ich war schon immer der Überzeugung, dass in der Energiewende für uns als Windland eine Jahrhundertchance liegt. Wahrscheinlich hätte man schon im Herbst vor Fukushima den Mut haben können, zu sagen: Wir bleiben bei dem Ausstieg aus der Atomkraft. Ich glaube jedoch, dass Fukushima tatsächlich - auch für mich persönlich - einen Unterschied gemacht hat. Weil es das, was sonst immer "Restrisiko" hieß, also das Risiko eines Kernkraftwerks, sichtbar gemacht hat.
Franziska E: Aber in Frankreich und in Polen, da bauen die jetzt doch gerade neue Atomkraftwerke. Wenn die explodieren würden, macht das an der Grenze doch nicht halt, es würde doch zu uns nach Deutschland kommen?
Das ist richtig. Allerdings kann man in der Politik ja nur dort entscheiden, wo man zuständig ist. Wir sind ja nicht für Frankreich zuständig und auch nicht für Polen. Wir sind das einzige Industrieland, das sich vorgenommen hat, innerhalb von zehn Jahren ohne Kernkraft auszukommen. Insofern müssen wir der Welt jetzt auch beweisen, dass das geht. Wenn uns die Energiewende gelingt, dann werden sich auch andere Länder anschließen.
Annkathrin: Glauben Sie denn, dass das gelingt?
Ja, ich glaube, dass das gelingt. Mein Ziel ist, dass es gelingt. Und wenn ich am 6. Mai zum Ministerpräsidenten gewählt werde, werde ich dafür sorgen, dass es gelingt.
Annkathrin: Sind Sie sich da sicher?
Ja. A, dass ich gewählt werde und B, dass ich es schaffe, das umzusetzen. Beides!
Anzeige
Anzeige
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Nachrichtenticker