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31. Juli 2014 | 17:31 Uhr

Antje Jansen - Linke : "Wir möchten, dass Bildung kein Geld kostet"

vom

Die Linke möchte gern, dass alle Kinder gemeinsam zur Schule gehen. Der Leistungsdruck an Gymnasien mit nur acht Schuljahren sei zu groß, sagt die Spitzenkandidatin Antje Jansen.

Laura: Was sind Ihre politischen Ziele?
Unsere politischen Ziele sind, dass es allen Menschen in SH gut geht. Dass sie genügend Geld haben, ihre Miete zu zahlen, dass sie genügend Geld haben, um Lebensmittel zu kaufen, ins Theater zu gehen, mit dem Bus und der Bahn zu fahren, dass sie auch mit ihren Kindern etwas machen können. Dafür stehen wir.
Laura: Mit welcher Koalition könnte die Linke eine Koalition eingehen?
Momentan ist es schwierig, mit den Fraktionen zu regieren. Wir haben ja ganz viele Schulden, wie ihr wisst. Alle Parteien bis auf die Linke haben der Schuldenbremse zugestimmt. Das heißt, dass hier jedes Jahr viele Millionen Euro eingespart werden und die Linke hat nicht dafür gestimmt. Deshalb gibt es momentan, glaube ich, auch niemanden, mit dem wir regieren könnten.
Annkathrin: Was möchte Ihre Partei an der Situation der Frauen ändern?
Wir möchten gern, dass die Frauen mehr beteiligt werden an der Politik. Dass sie gute Berufe ergreifen und auch Chefin werden. Und dass es hier in der Landespolitik in der Regierung nicht nur eine Frau gibt, sondern dass es in sechs Ministerien auch drei Frauen und drei Männer gibt. Man könnte natürlich auch mal überlegen, dass es sechs Ministerinnen gibt, dass also mal die Männer außen vor gelassen werden. In der Bevölkerung gibt es mehr Frauen als Männer und die müssen auch mitreden können.


Laura: Was wollen Sie am Bildungssystem verändern?
Wir wollen, dass alle Kinder kostenlos an der Bildung teilhaben können. Wir möchten, dass Bildung kein Geld kostet. Und wir wollen eine Schule für alle, also eine Gemeinschaftsschule, aber auch mit Oberstufe. Ich denke, die Gymnasien können wir bestehen lassen, aber wir möchten gern, dass die Kinder gemeinsam lernen.
Maria: Und wie wollen Sie das bezahlen?
Ich glaube, man darf Bildung nicht unter Geld-Gesichtspunkten sehen. Ich denke, das Geld muss da sein. Es gibt viele Kinder, die können sich gar keine Bildung leisten. Ein Kind zum Gymnasium zu geben, kostet viel Geld, die Klassenfahrten, Kopiergeld. Und es gibt keine Lehrmittelfreiheit, da muss man sich auch mal einen Atlas und Bücher kaufen. Das können ganz viele nicht. Bildung für alle heißt auch eine bessere Perspektive fürs Leben. Dann muss man halt sparen. Man muss ja zum Beispiel nicht so viele Straßen bauen. Man muss keine A20 bauen, damit noch mehr Leute auf der Straße fahren. Dieses Geld könnte man in Bildung stecken.
Annkathrin: Und was halten Sie von G8?
Wir Linke sind gegen G8. Weil die Schüler bei G8 keine Zeit mehr haben für Freizeit. Ich denke, dass G9 für die Schüler viel besser ist, weil sie dann auch noch in ihren Sportverein gehen können und Freizeit haben.
Thore: Was halten Sie von Energie aus Atomkraftwerken?
Wir haben uns immer dafür eingesetzt, dass die Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Ich selber bin ja jetzt schon 61 Jahre alt. Ich habe damals, beim Bau des Atomkraftwerkes Brokdorf mitdemonstriert gegen Atomkraftwerke. Jetzt haben wir es jetzt geschafft, dass die Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Windkraft muss eingesetzt werden. Wir müssen einen Mix machen aus verschiedenen alternativen Energiequellen.
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von Laura, Annkathrin, Maria und Thore (Interview)
erstellt am 02.Mai.2012 | 07:12 Uhr

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