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17. April 2014 | 03:14 Uhr

Wolfgang Kubicki - FDP - "Wir dürfen niemanden zurücklassen"

vom

Der FDP-Spitzenkandidat Wolfgang Kubicki möchte für jedes Kind eine gute Förderung - egal ob jemand nun ein besonders guter Schüler ist oder spezielle Hilfe im Unterricht braucht.

Erik: Was versprechen Sie den Wählern in Schleswig-Holstein?
Ich mache keine Wahlversprechen, weil es bedeutend ist, dass man Versprechen, die man gibt, auch definitiv einhalten muss. Das Enzige, was ich zusagen kann, ist, dass wir uns auch nach dem 6. Mai massiv darum bemühen werden, die schräge Finanzlage des Landes Schleswig-Holstein in den Griff zu bekommen. Und was ich auch sicher sagen kann: Ich werde alles dafür tun, dass in Schleswig-Holstein die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass die Wirtschaft wachsen kann. Denn wir stellen fest: Je besser es der Wirtschaft geht, je mehr Menschen Arbeit haben, desto mehr Einnahmen hat der Staat. Desto mehr können wir uns auch leisten. Desto mehr können wir tun im Bereich Ausbildung von Kindern und Jugendlichen, Herstellung der Verkehrsinfrastruktur - was für Schleswig-Holstein auch wichtig ist. Wenn wir nicht die entsprechenden Straßen und Kommunikationsverbindungen schaffen, dann wird sich der Trend verstärken, vom Land in die Stadt zu ziehen.
Felix: Wie wollen Sie in der Schulpolitik entscheiden?
Wir sind dabei, etwas zu verändern. Zunächst haben wir in Schleswig-Holstein dafür gesorgt, dass Eltern entscheiden können, ob ihre Kinder am Gymnasium in acht oder neun Jahren Abitur machen können. Unsere Überzeugung ist es, dass eine gute Ausbildung nicht nur ein Bürgerrecht ist, sondern auch wichtig dafür ist, dass Menschen im Erwachsenenalter ihr Leben eigenverantwortlich gestalten können. Dass sie wissen, worum es geht und dass sie sich eine Existenzgrundlage aufbauen können. Dazu gehört, dass alle jungen Menschen entsprechend ihren Fähigkeiten optimal gefördert werden. Das gilt für stärkere Schüler in gleicher Weise wie für schwächere Schüler. Nach unserer Auffassung soll die Schulkonferenz, also die Zusammensetzung aus Lehrern, Eltern und Schülern, selbst über G8 oder G9 entscheiden. Ich glaube, dass die Anmaßung, wir müssten jeder einzelnen Schule vorschreiben, wie sie ihr pädagogisches Konzept umsetzen kann, nicht mehr zeitgemäß ist. Ich bin vehement der Auffassung, dass wir niemanden zurücklassen dürfen auf dem Weg zu einem guten Bildungsabschluss.
Erik: Was halten Sie von regenerativer Energie?
Wenn wir eine relativ autarke Energieversorgung haben wollen, dann sind regenerative Energien mit Sicherheit das Sinnvollste, weil wir diese nicht importieren müssen. Der Wind kommt von allein, die Sonne scheint von allein. Bei den Biogasanlagen produziert sozusagen die Fläche, auf der wir uns befinden, ausreichend Nachschub, sodass wir nicht angewiesen sind auf Ölimporte, Kohleimporte oder auf Uranimporte, was die Kernenergie angeht. Was die Frage der konstanten Versorgung und auch die des Preises angeht, wird Windenergie wahrscheinlich in absehbarer Zeit konkurrenzfähig sein, gegenwärtig nicht. Aber das Thema ist nicht mehr aktuell, weil sich die Bundesrepublik Deutschland entschieden hat, bis zum Jahr 2021 ohne eigenproduzierte Kernenergie auszukommen. Die Lücken, die dadurch entstehen, müssen jetzt aufgefüllt werden. Denn eines ist sicher: Wir alle privat, aber auch die Wirtschaft, brauchen eine sichere Energieversorgung.


Erik: Warum sind Sie überhaupt in die Politik gegangen?
Ich bin in die FDP eingetreten, nachdem ich mein Studium in Kiel begonnen habe. Mich trägt die Überzeugung, dass es notwendig ist, in der Gesellschaft etwas zu verändern. Das kann man nur, wenn man mehr tut, als nur zur Wahl zu gehen. Man muss sich einmischen. Und die FDP lag mir als Partei am nächsten. Und dann bin ich irgendwann mal in den Kreisvorstand und den Landesvorstand gewählt worden. Seit 1990 war ich zunächst Abgeordneter im Deutschen Bundestag und seit 1992 im Landtag von Schleswig-Holstein bis heute. Immer mit dem Ziel, dafür Sorge zu tragen, dass es meinen Kindern besser geht, als mir. Vor allen Dingen dafür Sorge zu tragen, dass Deutschland sich nie wieder in kriegerische Auseinandersetzungen einmischt.
Franziska E: Glauben Sie, dass Ihre Partei die 5-Prozenthürde schafft?
Meinungsumfragen sind immer Umfragen auf den Tag. Was da zum Schluss herauskommt, ist etwas anderes. Im Dezember 1999 zum Beispiel lag die FDP bei 4 Prozent. Und Ende Februar im Jahr 2000 hatten wir dann 7,6 Prozent bei der Landtagswahl. Ich mache mir keine Sorgen. Ich bin seit 1992 Fraktionsvorsitzender der FDP und seit 2000 Spitzenkandidat zu allen Wahlen - bislang waren wir immer erfolgreich.
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von Erik, Felix und Franziska E. (Interview)
erstellt am 02.Mai.2012 | 07:18 Uhr

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