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04. Dezember 2016 | 15:27 Uhr

US-Präsidentenwahl 2016 : Wer die USA verlässt, wenn Donald Trump Präsident wird

vom

Wenn Donald Trump bei den US-Wahlen gewinnt, wollen viele Prominente auswandern. Die Reaktionen: Eine Insel in Kanada will die „Trump-Flüchtlinge“ aufnehmen. Ein kanadisches Dating-Portal boomt.

Diese Promis wollen vor Donald Trump flüchten

<p>Schauspieler Matt Damon hat in Berlin seinen neuen Bourne-Film vorgestellt. </p>

Schauspieler Matt Damon hat in Berlin seinen neuen Bourne-Film vorgestellt.

 

Für Hollywood-Schauspieler Matt Damon ist eines klar: Wenn Trump bei der bevorstehenden US-Wahl gewinnt, „dann wandere ich aus“, sagte der 45-Jährige in einem Interview mit der Berliner Zeitung. „Vielleicht ziehe ich ja dann nach Berlin.“

Dass er Donald Trump nicht leiden kann, hat der Schauspieler in den vergangenen Wochen mehrfach geäußert, zum Beispiel bei seiner Rede vor den Absolventen der Elite-Universität MIT in Cambridge (Massachusetts). Vor den Studenten schwärmte er von einen fremden Welt und wie schön es dort ohne einen Kandidaten wie Trump wäre.

<p>Promi-Tochter Luna mit ihrer Mutter Dana Schweiger bei einer Preisverleihung.</p>

Promi-Tochter Luna mit ihrer Mutter Dana Schweiger bei einer Preisverleihung.

 

Auch Til Schweigers Tochter Luna und ihre Mutter Dana Schweiger erwarten den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl mit Spannung. Sollte Trump tatsächlich ins Weiße Haus ziehen, wollen beide ihren amerikanischen Pass abgeben, erklärten sie in einem Interview mit der GALA.

Til Schweigers Ex-Frau Dana stammt ursprünglich aus den USA. Die Familie lebte lange Zeit in Kalifornien.

<p>Musiker Neil Young will bei einem Wahlsieg von Trump die USA verlassen.</p>

Musiker Neil Young will bei einem Wahlsieg von Trump die USA verlassen.

Foto: imago
 

Der kanadische Musiker Neil Young würde den USA bei einem Wahlsieg von Trump ebenfalls den Rücken kehren. „Wenn Donald Trump Präsident der USA wird, werde ich in diesem Land wohl nicht mehr leben“, sagte der in Kalifornien wohnende Sänger und Gitarrist dem Magazin der „Süddeutschen Zeitung“.

Auf die Pläne der Promis reagiert der Präsidentschaftsanwärter Trump jedoch gelassen. In einem Telefoninterview konfrontierte ihn der amerikanische Nachrichtensender Fox News mit einem weiteren möglichen Umzug der Schauspielerin Lena Dunham.

Seine Reaktion: „Es wäre wirklich eine großartige Sache für unser Land, wenn Lena Dunham verschwinden würde.“ Das gleiche denke er auch über die amerikanische Sängerin und Schauspielerin Whoopi Goldberg. Beide hatten sich in der Vergangenheit negativ über Trump geäußert.

Viele Amerikaner wollen Trump-Asyl

Aber nicht nur Promis denken darüber nach, die USA zu verlassen, auch viele Amerikaner könnten Trump als Präsidenten nicht akzeptieren. Vor allem Kanada steht als Auswanderungsmöglichkeit hoch im Kurs.

Nach den Erfolgen bei den Vorwahlen am „Super Tuesday“ im März haben ungewöhnlich viele Amerikaner den Suchbegriff „move to canada“ gegoogelt. An diesem Tag ist die Anzahl der Google-Anfragen um 1150 Prozent gegenüber dem normalen Niveau gestiegen.

 

Sofort reagierte der amerikanische Reiseanbieter Kayak mit einer ungewöhnlichen Twitter-Meldung. Er wirbt mit Oneway-Tickets für Ausreisewillige nach Kanada und hat zu einem Gewinnspiel aufgerufen: „Wollen Sie aufgrund der Wahl Ihre Koffer packen und nach Kanada kommen? Falls ja - wir verlosen jeweils 250 Dollar für Flugtickets.“

 

Auch die kanadische Insel Cape Creton, die unter Bevölkerungsschwund leidet, wirbt seitdem um „Trump-Flüchtlinge“. Der Kanadier und Radio-Moderator Rob Calavrese verspricht auf seiner Website „Cape Breton If Donald Trump Wins“ allen Trump-Gegnern eine neue Bleibe auf der Trauminsel. Für sein ungewöhnliches Angebot erhielt er 100.000 Anfragen innerhalb weniger Tage.

<p>Die Insel Cape Breton im Nordosten Kanadas wirbt um Amerikaner, die nicht von Donald Trump regiert werden wollen, falls dieser Präsident wird.</p>

Die Insel Cape Breton im Nordosten Kanadas wirbt um Amerikaner, die nicht von Donald Trump regiert werden wollen, falls dieser Präsident wird.

 

Dass Tausende US-Amerikaner einen Wahlsieg von Trump fürchten, hat auch Jungunternehmer Joe Goldman aus Texas erkannt. Er hat die Dating-Plattform Maple Match gegründet. Diese soll es amerikanischen Singles einfacher machen, einen kanadischen Partner zu finden, um sie vor „dem unbegreiflichen Horror einer Trump-Präsidentschaft“ zu retten. Laut Goldman hätten sich sofort 200 Menschen registriert.

 
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erstellt am 08.Aug.2016 | 18:42 Uhr

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