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01. Oktober 2016 | 00:00 Uhr

Delfin in Kiel : Tümmler tummelt sich noch in Förde, Euphorie reißt nicht ab

vom

Am Mittwoch wurde der Delfin an der Kieler Hörn gesehen. Offenbar fühlt er sich wohl in der Ostsee.

Kiel | Seit fast einer Woche hat die Landeshauptstadt hohen tierischen Besuch: Ein Delfin tummelt sich seit Freitag in der Kieler Förde, an der Schleuse und im Nord-Ostsee-Kanal. Am Mittwoch wurde er an der Hörn gesichtet, am Donnerstagnachmittag tauchte er an der Kiellinie in Höhe der Fischbar auf - und sorgt damit weiter für Aufregung unter Einheimischen und Besuchern, die allesamt am liebsten selbst einen Blick auf das Tier werfen würden.

Es ist nicht der erste Delfin, der in diesem Jahr die Kieler entzückt: Die beiden Großen Tümmler Selfie und Delfie ließen sich im Februar und März an verschiedenen Stellen der deutschen Ostseeküste blicken. Ein Zeichen dafür, dass sie sich hier wohlfühlen - und genügend Nahrung finden.

„Es kamen schon gefühlt 1000 Anfragen“, berichtet Nevros Subasi, Barmann im Seebar Düsternbrook. Hier ließ sich der Große Tümmler am Mittwochvormittag blicken - sehr zur Freude der Seebad-Besucher. Subasi selbst hat das Tier zu seinem eigenen Bedauern noch nicht gesehen. „Ich hoffe aber sehr, dass das noch passiert“, sagt er.

Dazu könnte er noch weitere Gelegenheiten bekommen: Denn dass sich der Delfin so lange in der Ostsee aufhält, zeigt, dass er hier genügend Nahrung findet.

Darüber, wo das Tier zuletzt gesehen wurde, tauschen sich viele User in der Facebook-Gruppe „Delpine in Kiel“ aus: Über 700 Mitglieder umfasst sie mittlerweile (Stand: Donnerstagnachmittag), und wer die neuesten Aufnahmen des Delfins sehen möchte, wird hier fündig. Auch über die Frage, wie nah man dem Tier kommen darf, wird hier ausführlich disktuiert.

Denn, bei aller Euphorie: Experten warnen davor, dem Delfin zu nahe zu kommen und ihn so möglicherweise zu bedrängen. „Delfine sind Raubtiere, die darauf angepasst sind, Beute zu jagen“, betont beispielsweise Michael Dähne, Kurator für Meeressäugetiere im Meeresmuseum Stralsund. Er warnt dringend davor, in der Nähe des Tieres zu schnorcheln. Man solle den Delfin am besten vom Ufer aus beobachten.

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erstellt am 15.Sep.2016 | 17:09 Uhr

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