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09. Dezember 2016 | 14:43 Uhr

Ticket-Ärger : Plätze leer: HSV droht Fans mit Dauerkarten-Entzug

vom

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte des HSV führt der Club eine Mindestnutzung für Dauerkarten ein. Wie reagieren die Fans auf die neue Regelung?

Hamburg | In der kommenden Saison müssen Dauerkarten-Besitzer zu mindestens zwölf Heimspielen gehen. HSV-Fans, die es nicht so oft ins Stadion schaffen, verlieren in der Folgesaison ihr Recht auf ein Jahresticket. Das berichtet das Hamburger Abendblatt.

Eine Regelung zur Mindestnutzung für Dauerkarten ist in der Bundesliga nicht einmalig, aber selten. Vor zwei Jahren hat bereits der FC Bayern ein ähnliches Konzept eingeführt. Beim Rekordmeister müssen Anhänger zehn Partien besuchen. Auch beim VfL Wolfsburg greift das Dauerkartenkonzept schon ein Jahr. Alle anderen 15 Bundesligisten überlassen die Entscheidung ihren Gästen, wie oft sie ins Stadion gehen.

Weil im Volksparkstadion viele Plätze leer bleiben, will der HSV ab sofort in die Ticketbörse eingreifen. „Anhand der Auswertung der vergangenen Spielzeiten ist uns aufgefallen, dass es häufiger dazu kommt, dass Dauerkarten von ihren Besitzern leider wenig oder sogar gar nicht genutzt werden", so die Begründung vom HSV.

Laut Vereins-Statistik haben sich knapp 20 Prozent aller Dauerkartenbesitzer im Stehplatzbereich vergangene Saison weniger als zwölf Spiele live angeguckt. Rund 950 Fans waren sogar weniger als sechs Mal im Stadion.

Dabei gibt es beim HSV lange Wartelisten. Rund 1500 Mitglieder würden gerne eine Dauerkarte ergattern, schreibt das Hamburger Abendblatt. Die Jahrestickets sind begehrt, obwohl sie die zweitteuersten der Liga sind. Ein Abo für das Volksparkstadion kostet im Stehplatzbereich auf der Nordtribüne 225,70 Euro. Nur im Fanblock von Darmstadt 98 zahlen Sympathisanten mehr.

Das neue Konzept hat der Verein zusammen mit dem „Ständigen Arbeitskreis Fandialog“ und dem Supporters Club entwickelt. Der Hinweis an die Fans wurde in einem Schreiben des Clubs, zusammen mit dem Saisonticket, verschickt.

Auf die neue Mindestnutzung reagieren die Hamburger Fans bereits im Netz.

 
 
 
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erstellt am 11.Aug.2016 | 17:41 Uhr

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