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06. Dezember 2016 | 09:23 Uhr

Nächstes Debakel für kopflosen und mutlosen ESV

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

„Das war gar nichts. Wir haben von der ersten Minute an Angsthasen-Fußball gespielt“, fasst ESV-Trainer Stefan Mackeprang die desolaten 90 Minuten seiner Mannschaft beim Tabellenführer Inter Türkspor Kiel zusammen. Am Ende schafften es die Eckernförder gerade noch so, das Ergebnis mit dem Endstand von 1:9 (1:2) einstellig zu halten.

Innerhalb von sechs Tagen musste der ESV in der Verbandsliga Nord-Ost ein 0:6 und jetzt ein 1:9 schlucken. Nach unbändigem Willen im Abstiegskampf sehen diese Ergebnisse nicht aus. Zum Glück lag dazwischen noch der 1:0-Erfolg am Mittwochabend gegen Kronshagen, sodass die Eckernförder weiterhin auf den Klassenerhalt hoffen dürfen. „Wir müssen das 1:9 jetzt ganz schnell aus den Köpfen bekommen. Es ist schon sehr ärgerlich, zwei so hohe Niederlagen in so kurzer Zeit zu kassieren, denn so steigern wir nicht gerade unser Selbstvertrauen, und auch unser gutes Torverhältnis gegenüber den anderen bedrohten Teams ist jetzt aufgebraucht“, sagt Mackeprang, der selber, weder als Spieler noch als Trainer, schon einmal mit 1:9 untergangenen ist.

Die Eckernförder waren mit nicht unbegründeten Sorgen zum Tabellenzweiten gereist, dass sich Inter für die 3:4-Niederlage und den Verlust der Tabellenführung aus der Vorwoche revanchieren will. „Sie haben von Beginn an richtig Gas gegeben“, sagt Mackeprang, „aber wir haben es ihnen auch sehr leicht gemacht und nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.“ Eigentlich wollten die Gäste das Topteam selber in der Defensive fordern, doch das misslang. Der überragende Driton Gashi machte auf seiner rechten Außenbahn mit seinen Gegenspielern, was er wollte. Das 2:0 nach 33 Minuten war leistungsgerecht. „Dennoch kommen wir aus dem Nichts zum Anschlusstreffer“, sagt Mackeprang über das 1:2 von Dimitri Milov kurz vor der Pause.

Nach dem Wechsel waren alle Hoffnungen dann aber innerhalb weniger Minuten verflogen. Malte Eggers, der für den gelb-rot-gefährdeten Thilo Lorenz auf die Linksverteidigerposition rückte, konnte Gashi zweimal nicht stoppen – und schon stand es nach 49 Minuten 1:4. „Wir haben danach nicht die Reaktion gezeigt, die man zeigen muss. Wir haben extrem nachgelassen“, so Mackeprang, der mit Blick auf den Abstiegskampf sagt: „Wir haben es weiterhin selber in der Hand.“

Inter Türkspor Kiel: Okrent – Kern, Rodrigues, Yamak (60. Ergen), Hodaj – Kalma (74. Daoud), Atamtürker, Erol – Gashi (67. Korkmaz), Dauti – Wüllner.

Eckernförder SV: Christensen – Medler, Ströh, Tuchen, Lorenz (46. Lietz) – Zimmer (52. Matthiesen), Jannik Ewert – Milov (59. Horstmann), Eggers – Carstensen, Kaak.

SR: Gastrock (GH Neumünster).

Zuschauer: 95.

Tore: 1:0, 2:0 Gashi (28., 33.), 2:1 Milov (40.), 3:1 Gashi (46.), 4:1 Erol (49.), 5:1 Wüllner (56.), 6:1 Yamak (59., FE), 7:1 Rodrigues (65.), 8:1 Daoud (76.), 9:1 Erol (77.).

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erstellt am 25.Apr.2016 | 06:00 Uhr

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