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04. Dezember 2016 | 07:08 Uhr

Maas' Netzwelt : Lasst das Gerede vom „Handy-Nacken“!

vom

Menschen machen gern Technologie für ihre Gesundheit verantwortlich. Unsere Kolumnistin versteht das nicht.

Seit Jahren wollen mir Experten einreden, Technologie mache mich krank. Beispiele: der Smartphone-Nacken, der Handy-Daumen. Um die beiden ging es auch letzte Woche wieder, als die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA) eine Studie vorstellte.

Die Essenz wiederholt oft Gesagtes: Daumensehnen können sich beim Scrollen und beim Tippen entzünden. Und der Nacken macht Probleme – bei dem ganzen Starren auf die mobilen Endgeräte.

Um das klarzustellen: Mein Nacken und meine Schultern schmerzen, sogar gar nicht mal so selten. Nur: Mein Nacken hat vor zum Beispiel zehn Jahren auch schon geschmerzt. Damals beugte ich mich zwar noch nicht über Smartphones – dafür aber über Bücher in der Uni-Bibliothek. Wenn ich im Zug sitze, macht es für meinen Nacken keinen Unterschied, ob ich auf einem Tablet, in einem Magazin oder in einem Buch lese. Für die Augen unter Umständen schon, aber darum geht es hier nicht. Es geht um Technologie-Feindlichkeit. Oder haben Sie schon mal etwas vom „Buch-Nacken“ gehört?

Wenn mein Nacken schmerzt, suche ich Bewegung. Und wer nach stundenlangen Chats doch mal ein Buch lesen will: einfach bäuchlings aufs Sofa oder den Teppich legen und die Arme aufstützen. Das ist eine ganz gute Gegenbewegung. Wusste schon mein zwölfjähriges Ich, der Bücherwurm.

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erstellt am 28.Nov.2016 | 18:43 Uhr

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