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28. April 2017 | 04:35 Uhr

2012 : Landscheide erhöht Steuern

vom

Sparkurs: Verkauf der Feuerwehr-Altfahrzeuge angeregt

Landscheide | Die Gemeinde Landscheide greift im neuen Jahr tiefer in die Taschen ihrer Bürger. Zur Konsolidierung des Haushalts musste die Gemeindevertretung sich zu Steuererhöhungen durchringen - und sie tat es unter Vorsitz von Bürgermeister Uwe Lameyer einstimmig. Ab Beginn des Jahres 2012 werden die Steuerhebesätze für die Grundsteuer A (landwirtschaftliche Flächen) auf 330 Prozent und für die Grundsteuer B (Grundstücke) sogar auf 340 Prozent angehoben. Erst im vergangenen Jahr waren diese Steuersätze einheitlich von 260 auf 300 Prozent erhöht worden. Für die Gewerbesteuer bleibt der Hebesatz unverändert bei 350 Prozent.

Um 25 Euro teurer wird in der Wilstermarsch-Gemeinde auch die Hundehaltung. Deren jährliche Steuer steigt durch einstimmigen Beschluss der Kommunalpolitiker auf 75 Euro für den ersten Hund (bisher 50 Euro), auf 100 Euro für den zweiten Hund (bisher 75 Euro) und auf 125 Euro für jeden weiteren Hund (bisher 100 Euro). Die bisherigen Steuersätze hatten nur ein Jahr Bestand. Im Jahr 2009 kassierte die Gemeinde noch Hundesteuern von 12, 30 oder 42 Euro. Bei derzeit 51 gemeldeten Hunden rechnet die Gemeinde mit einer Mehreinnahme von 4200 Euro.

Trotz dieser Mehreinnahmen geht die Gemeinde im neuen Jahr von einem Fehlbetrag von 20 900 Euro aus. Im Ergebnisplan stehen den Erträgen von 320 500 Euro Aufwendungen von 341 400 Euro gegenüber. Der Finanzplan umfasst ein Volumen von 326 600 Euro. Die allgemeinen Deckungsmittel der Gemeinde gehen im nächsten Jahr um 22,1 Prozent auf nur noch 286 200 Euro zurück. Nach Abzug der Umlagen an Land, Kreis und Amt verbleiben der Gemeinde nur noch 155 100 Euro. Erfreulich: die 225 Einwohner zählende Gemeinde ist schuldenfrei. Für das neue Jahr hat die Gemeinde keine Investitionsmaßnahmen geplant.

Vielmehr ist weiterhin Sparen angesagt, um weitere Fehlbeträge in den Folgejahren zu vermeiden. Auf der Agenda, über die noch nicht entschieden wurde, stehen Kürzen beziehungsweise Streichen von Zuschüssen, die Kündigung von Mitgliedschaften in Fördervereinen sowie Kürzungen bei der Sportplatzunterhaltung, der Gemeindepflege, der Abfallbeseitigung und den Schulbuskosten. Angeregt wird nicht nur ein Verkauf der Altfahrzeuge der Feuerwehr, sondern grundsätzlich auch eine Beratung über einen Zusammenschluss der örtlichen Feuerwehr mit einer oder mehreren Nachbarwehren. Nach Einschätzung der Verwaltung könnten dadurch rund 40 Prozent der Kosten gespart werden. Im Raum stehen auch eine Beschränkung der Instandsetzungsarbeiten an Gemeindeeinrichtungen "auf das Notwendigste" sowie eine "Schuldenbremse".

Das alte Feuerwehrfahrzeug "Bully", so wurde noch in der Sitzung entschieden, soll zum marktüblichen Preis verkauft werden. Im Gespräch ist auch ein Erwerb durch einen Förderverein. Sollte dieser Verkauf scheitern, soll der Verkauf öffentlich ausgeschrieben werden und darin auch der Verkauf eines zweiten Altfahrzeugs eingebunden sein. Interessenten könnten dann bis Ende März 2012 ihre Gebote in verschlossenen Umschlägen bei der Amtsverwaltung in Wilster abgeben.

Zustimmung fand der öffentlich-rechtliche Vertrag über die gemeinsame Trägerschaft der neuen Grundschule Wilstermarsch, zu der die Grundschulen St. Margarethen und Wewelsfleth organisatorisch verbunden werden sollen.

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erstellt am 23.Dez.2011 | 08:14 Uhr

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