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29. April 2017 | 03:44 Uhr

Knutzen rettet BTSV einen Punkt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fußball-Verbandsliga Nord-Ost: Menzel-Team spielt 1:1 gegen Gettorf / Vineta Audorf und Osterrönfelder TSV kassieren Zu-Null-Niederlagen

Ohne Sieg blieben die Fußball-Nord-Ost-Verbandsligisten aus dem Rendsburger Raum. Während der Büdelsdorfer TSV gegen den gettorfer SC zumindest noch einen Punkt (1:1) ergatterte, gingen der TSV Vineta Audorf (0:5 gegen TSV Klausdorf) und der Osterrönfelder TSV (0:2 bei der SpVg Eidertal Molfsee) leer aus.

Büdelsdorfer TSV – Gettorfer SC 1:1 (0:0)
Unterm Strich war das Remis leistungsgerecht. „Natürlich wäre auch ein Sieg möglich gewesen, doch insgesamt kann ich mit dem Ergebnis durchaus leben“, bilanzierte BTSV-Coach Rainer Menzel. Die Gäste aus Gettorf begannen sehr defensiv und stellten im Zentrum geschickt die Räume zu, so dass die Hausherren gezwungen waren, zumeist mit langen Bällen zu operieren. Eine dieser Aktionen hätte früh zum 1:0 für den BTSV führen können, doch als Mats Henke im Strafraum und in aussichtsreicher Position regelwidrig zu Fall gebracht wurde, ließ Schiedsrichter Julian-Hendrik Ahrend weiterlaufen. „Für meinen Geschmack hätte man den Strafstoß geben können“, so Menzel. In der 19. Minute platzierte der aufgerückte Dennis Bienwald seinen Kopfball im Anschluss an eine Standardsituation direkt in die Arme von GSC-Keeper Robin Biss. Nach gut einer halben Stunde Spielzeit haderten die Gäste, die vor der Pause nur ganz wenige Akzente nach vorne setzten, mit einer Entscheidung des Unparteiischen: Das Spielgerät zappelte bereits im Netz des Gastgebers, als Ahrend die Aktion zurückpfiff, weil BTSV-Schlussmann Yannick Lowasser vermeintlich gefoult wurde. „Ausgleichende Gerechtigkeit“, bewertete Menzel diese Situation, die den GSC-Anhang mächtig auf die Palme brachte. Die größte Chance zur Führung ließ Johannes Kaak aus, als er nach einem Pass von Bienwald in die Schnittstelle der GSC-Abwehr freistehend vor Biss scheiterte (42.). Nach Wiederbeginn kamen die Gettorfer aus ihrem defensiven Schneckenhaus und wurden prompt belohnt: Im Anschluss an einen Freistoß war Finn Lühr mit dem Kopf zur Stelle und markierte die zu diesem Zeitpunkt schmeichelhafte Gäste-Führung (56.). Der BTSV schüttelte sich kurz und besaß durch seinen auffälligsten Akteur an diesem Nachmittag, Bienwald, zwei brauchbare Gelegenheiten zum 1:1 (62., 70.). Als Alexander Ermeling energisch gegen nicht klar genug klärende Gettorfer nachsetzte, sorgte der kurz zuvor eingewechselte Niklas Knutzen für den hochverdienten Ausgleich (75.). „Ohne das energische Stören von Alex wäre dieser Treffer niemals gefallen“, lobte Menzel. In den letzten zehn Minuten drückte der Gastgeber auf das Siegtor, doch klare Chancen sprangen dabei nicht mehr heraus.

Büdelsdorfer TSV: Lowasser - Reiser, Bienwald, Lipka, Rechner - Drews (71. Hardt), Roller, Henke, Ermeling, Kaak (67. Knutzen) - Jessen (77. Rausch).
Schiedsrichter: Ahrend (Husum).
Zuschauer: 80.

Tore: 0:1 Lühr (56.), 1:1 Knutzen (75.).

TSV Vineta Audorf – TSV Klausdorf 0:5 (0:3)
Mit der Erinnerung an den 3:1-Hinspielerfolg starteten die abstiegsbedrohten Audorfer mit einer ordentlichen Leistung. „Wir haben unsere guten Offensivaktionen, darunter eine 3:1-Überzahlsituation in der achten Minute, nur nicht richtig zu Ende gespielt“, sagte Vineta-Coach Norman Bock. Jens Ehlers ließ eine Kopfballchance ungenutzt (14.). Nach 20 Minuten übernahm dann aber der Gast aus Klausdorf das Kommando. Timo Rosenfeld und Daoud Daoud spielten stark auf und hatten in Christer Reiser einen dankbaren Abnehmer ihrer Spielkunst. Der ehemalige Akteur des Rendsburger TSV, Büdelsdorfer TSV und TuS Rotenhof stellte die Klausdorfer Überlegenheit mit seinem Hattrick (19., 33., 43.) auch im Ergebnis dar. „Wir haben in der Defensive kein Mittel gefunden“, haderte Bock. Die Klausdorfer agierten über die Außen, gewannen häufig das Eins-gegen-eins-Duell und legten dann quer: „Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen.“ Als Bennet Vetter (48.) und Tobias Skoruppa (53.) nach der Pause auf 5:0 nachlegten, drohte den Audorfern ein Debakel. Doch das blieb aus, weil die Klausdorfer mit Rosenfeld und Reiser zwei Aktivposten frühzeitig auswechselten. In der Schlussphase war die Partie wieder ausgeglichen. Die Gastgeber waren jetzt sogar dicht dran am Erfolgserlebnis. Tim Kluck (78., Pfosten) und Perez Ayendi (81., Latte) hatten ebenso Abschlusspech wie Thies Kalina (84.). Das Ehrentor blieb dem Tabellendreizehnten verwehrt. „Wir haben gar nicht so schlecht gespielt. Klausdorf war einfach eine Klasse besser“, resümierte Bock, der den aus der eigenen Zweiten hochgezogenen Christopher Kobrock lobte: „Es war zwar undankbar für ihn, aber er hat bei uns im Mittelfeld einen guten Einstand hingelegt.“

TSV Vineta Audorf: Skarupke - Hansen, Gorn, Ehlers (72. Sievers), Piotraschke – Sienknecht, Perez Ayendi – Scheer (72. Siekmann), Kalina, Kobrock – Kluck.

Schiedsrichter: Schultze (VfB Schuby).
Zuschauer: 50.
Tore: 0:1, 0:2, 0:3 Reiser (19., 33., 43.), 0:4 Vetter (48.), 0:5 Skoruppa (53.).

SpVg Eidertal Molfsee – Osterrönfelder TSV 2:0 (0:0)
Die Heimelf legte einen blitzsauberen Auftritt auf das künstliche Geläuf, ließ den OTSV, der keineswegs enttäuschte, nicht zur Entfaltung kommen und initiierte immer wieder gefährliche Angriffe. Tom Warncke glänzte anfangs als Dreh- und Angelpunkt im Eidertaler Spiel. Nachdem OTSV-Coach Olaf Lehmann Sören Müller mit der Sonderbewachung von Warncke beauftragte, kämpften sich die Gäste ins Spiel. Speziell in den ersten 20 Minuten nach der Pause hatte die Lehmann-Elf Oberwasser. Florian Kuklinski verpasste es aber, zwei über die rechte Außenbahn vorgetragene Konter erfolgreich abzuschließen.

Die Führung der Hausherren resultierte aus einem von Marvin Blümke verwandelten Foulelfmeter, nachdem Dominik Sopha den Eidertaler Louis Schütt ungeschickt gebremst hatte (62.). Schütt war es auch, der das 2:0 (87.) besorgte. „Das war eine der besten Leistungen in den eineinhalb Jahren meiner Trainertätigkeit in Molfsee“, sagte Maik Gabriel, während Lehmann konstatierte: „Für das erste Spiel nach der Winterpause war es im Kollektiv ganz ordentlich.“

Osterrönfelder TSV: Dembowski – Mosebach, Giese, Sopha, Reimer – Lehmann, Müller – Sierks (78. Horstmann), Knuth (78. Cavdar), Kuklinski – Korkmaz.

Schiedsrichter: Alexander (Friedrichsberg).
Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Blümke (62., Foulelfmeter), 2:0 L. Schütt (87.).


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