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31. Oktober 2014 | 05:01 Uhr

Anke Spoorendonk - SSW : "Kinder sollen mitbestimmen können"

vom

Die Spitzenkandidatin des SSW, Anke Spoorendonk, möchte, dass deutsche und dänische Schulen genau gleich viel Geld vom Land Schleswig-Holstein bekommen.

Lienke: Und was tut Ihre Partei für Kinder?
Ich finde, wir tun eine Masse für Kinder. Nicht, weil wir Kindern Geschenke geben wollen. Kinderpolitik ist für unser Land ganz entscheidend. Ihr habt ja sicher schon mehrfach gehört, dass unsere Gesellschaft immer älter wird. Wenn wir nicht aufpassen, wird es so kommen, dass Kinder eine Minderheit in unserer Gesellschaft darstellen. Und auch deshalb ist es wichtig, Politik so zu gestalten, dass Kinder gehört werden. Sie sollen mitbestimmen können dort, wo sie ihren Alltag haben, zum Beispiel in den Schulen.
Morten: Was gefällt Ihnen an Schleswig-Holstein?
Ich bin ja in Schleswig-Holstein groß geworden, ich stamme aus Schleswig. Ich finde besonders schön, dass wir Platz haben. Das ist ein Reichtum. Das sieht man erst, wenn man mal woanders gewesen ist. Ich mag auch gerne diesen weiten Horizont. Also, wenn ich mal raus will, dann finde ich Wasser besonders schön.
Morten: Wie viele Windmühlen sollen noch gebaut werden?
Wir müssen eine Planung haben. Also wir müssen sehen, welche Flächen sind geeignet für Windmühlen. Wir brauchen diese Energieform. Ich kann aber auch die Leute verstehen, die sagen: Ich will diese Windmühlen nicht überall sehen. Und alle Flächen sind auch nicht geeignet. Aber wir brauchen mehr Windenergie, weil die Atomkraft gefährlich ist und die Kohlekraft dem Klima schadet.
Lienke: Können dänische und deutsche Schulen gleichgestellt werden?
Es ist ganz notwendig, dass die dänischen Schulen mit den öffentlichen Schulen in diesem Land gleichgestellt werden. Unsere dänischen Schulen sind wie öffentliche Schulen für die dänische Bevölkerung, für die Minderheit. Das ist ja auch der Grund, warum der SSW sagt, mit der jetzigen Regierung, die einen Unterschied zwischen deutschen und dänischen Schulkindern macht, können wir nicht zusammenarbeiten. Unser Ziel ist, dass wir in Schleswig-Holstein eine neue Regierung bekommen, die diese Gleichstellung wieder einführt, so wie sie vorher war.


Lienke: Wie würden Sie Ihre Partei beschreiben?
Meine Partei, der SSW, ist die Partei der Dänischen Minderheit und der mit ihr zusammenarbeitenden Friesen. Das ist das Fundament unserer Politik. Unsere Partei befasst sich aber mit allem, was in Schleswig-Holstein passiert. Das heißt, wir haben Ziele, die sich auf das ganze Land insgesamt beziehen. Der SSW ist eine soziale und liberale Partei und eine Minderheitenpartei.
Franziska J: Wie kommt man denn auf die Idee, so eine Partei in Schleswig-Holstein zu machen?
Es gibt die dänische Minderheit in Schleswig-Holstein seit 1920. Richtig viel geschah in den ersten Jahren nach 1945, also nach dem Zweiten Weltkrieg, da sind viele Menschen dazugekommen. Die britische Militärregierung, die damals im Land bestimmte, wusste nicht, wie sie damit umgehen sollte. Deshalb hat sie gesagt, so, jetzt muss sich diese dänische Minderheit anders organisieren. Sie muss ihre Kulturarbeit in einem Verein organisieren, im SSF, das ist der Sydslesvigsk Forening, und sie muss auch eine politische Partei gründen. Und deshalb entstand der SSW 1948 und ist seitdem diese etwas andere Partei.
Franziska J: Sind denn nur Dänen in der Partei oder auch Deutsche?
Also erstmal sind ja alle deutsche Staatsbürger. Alle leben hier und gehören dazu, so ist das ja in der dänischen Minderheit. Und die, die zum SSW gehören, die finden, dass unser Parteiprogramm gut ist und identifizieren sich damit. Die meisten kommen aus der dänischen oder aus der friesischen Minderheit. Ich habe aber auch Bekannte, die sagen, ich bin Mitglied im SSW, weil wir unsere Region weiter stärken wollen. Wenn man zu Veranstaltungen des SSW kommt, dann wird da sehr viel Dänisch gesprochen. Aber auch zweisprachig funktioniert das gut. Da sitzt dann immer jemand, der übersetzen kann, wenn man nicht alles versteht.
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von
erstellt am 02.Mai.2012 | 07:11 Uhr

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