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10. Dezember 2016 | 00:23 Uhr

Audorf gegen Gettorf ohne Chance

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fußball-Verbandsliga Nord-Ost: 0:3 bedeutet für Bock-Elf zehnte Saisonniederlage / OTSV und BTSV mit Heimsiegen auf Landesliga-Kurs / RTSV mit Remis

Die Hinrunde der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost ist Geschichte. Stand jetzt hätten der Viertplatzierte Osterrönfelder TSV (1:0 gegen VfR Laboe) und der Sechste Büdelsdorfer TSV (3:1 gegen TSV Klausdorf) die Landesliga-Qualifikation geschafft. Der TSV Vineta Audorf (0:3 gegen den Gettorfer SC) müsste als derzeitiger Drittletzter in die Kreisliga absteigen. Der Rendsburger TSV trotzte der heimischen SpVg Eidertal Molfsee ein 2:2 ab, würde aber als Elfter in der Verbandsliga verharren.

Büdelsdorfer TSV – TSV Klausdorf 3:1 (3:1)
Schon in der Anfangsphase übernahm der BTSV gegen tief stehende Gäste, die zunächst nur mit langen Bällen operierten, das Kommando und erspielte sich so einige Möglichkeiten. Eine davon nutzte Mats Henke, als er nach einem Foul an Marvin Jessen beim Freistoß aus 17 Metern Maß nahm (21.). Die
Freude über das 1:0 hielt allerdings nur drei Minuten, denn Schiedsrichterin Janine Oberst zeigte nach einem vermeintlichen Foul von Tim Peters auf den Punkt. „Ein normaler Zweikampf um den Ball, an dem Tim sogar eher dran war“, verstand Büdelsdorfs Trainer Rainer Menzel diese Entscheidung überhaupt nicht. Der Ex-Rotenhöfer Tobias Skoruppa blieb unbeeindruckt und verwandelte zum schmeichelhaften 1:1-Ausgleich. Unbeeindruckt waren in der Folgezeit auch die Hausherren, die weiter ihr Heil in der Offensive suchten. Ein aus der eigenen Hälfte getretener Freistoß von Dennis Bienwald fand den Weg zu Kevin Wardin, der das Spielgerät per Flanke mustergültig auf den Kopf von Jessen servierte. Büdelsdorfs Kapitän nickte ein (31.), ehe Wardin mit einem Elfmeter für einen verdienten 3:1-Halbzeitstand sorgte (44.). „Ich habe beim Pausentee eindringlich davor gewarnt, dass wir diese Partie bereits abhaken können“, so Menzel, der nach Wiederbeginn dann tatsächlich um den Dreier fürchten musste, weil die Gäste ihre Defensivtaktik zwangsläufig aufgaben und seine Mannschaft ihre Aggressivität offensichtlich in der Kabine gelassen hatte. Die Klausdorfer kamen fast folgerichtig zu aussichtsreichen Möglichkeiten. In der 50. Minute verhinderte das Aluminium den Anschlusstreffer (50.), ein weiterer TSV-Hochkaräter verfehlte knapp sein Ziel (66.), und Christian Wulff entschärfte einen platziert getretenen Freistoß (75.). „Das hätte am Ende durchaus auch schief gehen können“, kritisierte Menzel den zu laschen Auftritt in Durchgang 2.

Büdelsdorfer TSV: Wulff - Reiser, Bienwald, Peters, Rechner - Drews, Kaak (75. Bruhns), Wardin, Grbavac (69. Ermeling) - Henke, Jessen.
Schiedsrichterin: Janine Oberst (TSV Schönberg).
Zuschauer: 80.

Tore: 1:0 Henke (21.), 1:1 Skoruppa (24., FE), 2:1 Jessen (31.), 3:1 Wardin (44., FE).

Osterrönfelder TSV – VfR Laboe 1:0 (1:0)
„Tabellarisch gesehen war das natürlich eine sehr gute Hinserie. Aber diese Punkte werden wir in dieser engen Liga in der Endabrechnung auch brauchen“, sagte OTSV-Trainer Olaf Lehmann. Die Osterrönfelder übernahmen gegen zunächst defensiv eingestellte Gäste aus Laboe sofort die Initiative und hätten nach einem guten Distanzschuss von Sören Müller schon früh in Führung gehen können (5.). In der Folgezeit verflachte die Partie allerdings, da beide Defensivreihen gut standen und nur wenig zuließen. Wenn es aber gefährlich werden sollte, dann im Strafraum der Gäste. Nach guten Balleroberungen konnten aber zunächst Kevin Rathjen (18.) und später Henning Knuth (33.) mit ihren Versuchen nicht für das erlösende 1:0 sorgen. Es entwickelte sich ein Geduldspiel für die Blau-Gelben, die in der Defensive zwar so gut wie keine Chancen zuließen, in der Offensive aber auch oftmals die letzte Konsequenz im Abschluss vermissen ließen. Praktisch mit dem Pausenpfiff sollten die Gastgeber dann aber doch noch in Führung gehen, nachdem der sträflich freistehende Mustafa Korkmaz eine präzise Flanke von Harald Giese ins Tor köpfen konnte. Der VfR versuchte im zweiten Durchgang, etwas mehr Druck aufzubauen und kam besser in die Partie. Der OTSV leistete sich kurz nach Wiederanpfiff eine kleine Schwächephase und brachte sich oftmals mit leichten Ballverlusten selbst in Bedrängnis. Zwingende Torchancen konnten sich die Gäste aber auch in dieser Phase nicht erarbeiten. Dagegen bot sich dem OTSV auf der anderen Seite die große Chance zur Vorentscheidung. Jannik Sierks ließ aber nur die Querlatte erzittern. „Wir hatten einige gute Ballpassagen im Spiel, machen es aber vor dem Abschluss zu kompliziert“, fehlte Lehmann die Zielstrebigkeit. Dennoch blieben die Blau-Gelben das bessere Team und schafften es vor allem in der Schlussphase, die Gäste vom eigenen Tor fernzuhalten. „Wir haben heute hinten sehr sicher gestanden und wenig zugelassen“, lobte Lehmann die Abwehrleistung seines Teams.

Osterrönfelder TSV: Schlunke - Reimer, Sopha, Cavdar, Mosebach (30. Münz) - Giese, Müller, Rathjen, Sierks (82. Lehmann), Knuth - Korkmaz (90. Potschko).
Schiedsrichter: Rosenthal (1. FC Phönix Lübeck).
Zuschauer: 100.
Tor: 1:0 Mustafa Korkmaz (45.).


TSV VINETA AUdorf – Gettorfer SC 0:3 (0:2)
Das Spiel begann recht stürmisch. Während Gettorf sich innerhalb von fünf Minuten drei Gelbe Karte wegen Meckerns abholte, bediente sich Audorf vieler kleiner Fouls, um die Gäste nicht in ihren Spielfluss kommen zu lassen. Folglich hatte Gettorf jedoch viele Standards und nutzte in der 16. Minute einen Eckstoß zur Führung. Audorfs Torhüter Fabian Skoruppa konnte einen Kopfball nur nach vorne abwehren, Gettorfs Torben Dahsel stand richtig, schaltete am schnellsten und schob den Ball ohne große Mühe aus Kurzdistanz ins Tor. Gute zehn Minuten später konnte Gettorf nachlegen. Mit einem starken Dribbling ließ Yannick Wolf gleich fünf Audorfer aussteigen und belohnte sich anschließend selbst mit einem erfolgreichen Torabschluss. Nach dem 2:0 gab es lange kaum nennenswerte Torszenen. Audorf beschränkte sich größtenteils auf die Defensivarbeit. „Wir haben natürlich Respekt gehabt und müssen dann auch erstmal sehen, dass wir hinten einigermaßen gut stehen“, erklärte Vinetas Coach Norman Bock die fehlenden Offensivausflüge seiner Elf. Auch in der zweiten Halbzeit zeigte sich ein ähnliches Bild. Audorf verteidigte, Gettorf ließ den Ball in den eigenen Reihen laufen und wartete auf eine Lücke. „Wir wollten Audorf nicht dabei helfen, nochmal ins Spiel zu finden“, sagte Gettorfs Trainer Christian Schössler. Defensiv ließen sie nichts zu und offensiv waren sie genau dann zur Stelle, wenn Audorf einmal patzte. So war es in der 68. Minute erneut Torben Dahsel, der nach einem Audorfer Fehler richtig stand und die Führung komfortabel auf 3:0 ausbaute. „Da muss man Torben auch mal loben, auch wenn es vielleicht zwei Abstauber waren. Er stand heute immer richtig, und das ist ja dann auch sein Job“, lobte Schössler. In der Schlussphase passierte nicht
mehr viel. Der GSC verwaltete den Vorsprung mit enorm viel Ballbesitz und ließ keinen Zweifel am Sieg aufkommen. Bezeichnend dafür: Audorfs erster Torschuss gelang in der Nachspielzeit. Entsprechend stolz zeigte sich Gettorfs Trainer nach dem Abpfiff: „Das war eine sehr souveräne Leistung. Es ist nicht selbstverständlich, dass man auswärts in 90 Minuten keine Torchance zulässt.“ Bocks Bilanz fiel durchwachsen aus: „Es ist natürlich schade, wenn man sich die Tore mehr oder weniger auflegt. Aber positiv muss man festhalten, dass wir uns nicht wieder haben so abschießen lassen wie in der vergangenen Woche.“

Vineta Audorf: Skoruppa, Sievers, Ritter, Scheer, Rohwer (46. Roelke), Rückborn, Sienknecht, Gorn, Kalina, Siekmann (65. Schuster), Piotraschke.

Gettorfer SC: Biss – Hansen, Gravert, Empen, Brökler (85. Behrendt), Dahsel, Y. Wolf, Weber, N. Wolf, Waschewski (72. Mues), Wick (65. Lühr).

Schiedsrichter: Rodenberg (ATSV Stockelsdorf).

Zuschauer: 100.

Tore: 0:1 Dahsel (16.), 0:2 Y. Wolf (25.), 0:3 Dahsel (68.).

SpvG Eidertal Molfsee – Rendsburger TSV 2:2 (1:2)
Die Partie begann turbulent. Dennis Schnepel (4./6.) hatte den RTSV zweimal in Führung geschossen. Marvin Blümke hatte zwischenzeitlich egalisiert (6.). Bis zur 63. Minute, als Blümke das 2:2 aus dem Gewühl heraus erzielte, stellten die Gastgeber das aktivere Team und hatten ein Chancenplus zu verzeichnen. Am Ende hätten die Rendsburger fast den zweiten Auswärtssieg bejubelt, doch Robin Grells Kopfball in der Schlussminute klatsche an den Eidertaler Torpfosten. „Das Ergebnis geht in Ordnung. Schade, dass Robins Kopfball nicht im Tor einschlug. So ein Ding kann auch einmal ins Tor gehen“, sagte RTSV-Coach Dennis Usadel. Eidertals Trainer Maik Gabriel pflichtete ihm bei: „Ein gerechtes Ergebnis. Wir haben nach dem Rückstand Moral gezeigt und uns auch den 2:2-Ausgleichstreffer verdient. Am Ende haben wir dann aber Glück, als der RTSV mit dem Abpfiff nur den Pfosten traf.“

Rendsburger TSV: Wiechert – Herzig, Stols, M. Müller, L. Celik, Dollnick, Usadel, Dogan (15. Bock), de Oliveira, Schnepel (46. F. Celik), Grell.
Schiedsrichter: Pfau (Lübeck).

Zuschauer: 60.

Tore: 0:1 Schnepel (4.), 1:1 Blümke (5.), 1:2 Schnepel (6.), 2:2 Blümke (63.).

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