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28. April 2017 | 17:55 Uhr

6:3 –RTSV schießt Tabellenführer ab

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fußball-Verbandsliga Nord-Ost: Usadel-Elf begeistert gegen Inter Türkspor Kiel / Niederlagen für OTSV, BTSV und Vineta Audorf

Der Rendsburger TSV hat in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost für einen Paukenschlag gesorgt. Das Team von Trainer Dennis Usadel bezwang in einem mitreißenden Spiel den souveränen Tabellenführer Inter Türkspor Kiel mit 6:3. Niederlagen gab es hingegen für die anderen Rendsburger Teams. Der Büdelsdorfer TSV verlor das Verfolgerduell beim TSV Bordesholm mit 1:2. Mit dem gleichen Ergebnis musste sich der Osterrönfelder TSV auf eigenem Platz dem Heikendorfer SV geschlagen geben. Der TSV Vineta Audorf kassierte mit dem 1:5 bei der SpVg Eidertal Molfsee bereits die zweite deutliche Niederlage nach der Winterpause.

rendsburger TSV – Inter Türkspor Kiel 6:3 (2:1)
Die 80 Zuschauer auf dem Nobiskrug mussten ihr Kommen nicht bereuen: Bei schönstem Frühlingswetter wurde ihnen alles geboten, was das Fußballherz begehrt: Neun Tore, packende Zweikämpfe, eine Rote Karte und Chancen hüben wie drüben. Die erste Möglichkeit bot sich den Gästen, der auf ihren Torjäger Marc Zeller verzichten mussten, schon nach sieben Minuten, doch RTSV-Keeper Sören Wiechert parierte glänzend gegen Enea Dauti. Nur vier Minuten später durften die Gastgeber das erste Mal jubeln, als Robin Grell nach Flanke von Yannick Herzig Kiels Torwart Florian Kramme umspielte und zum 1:0 einschob. Nach einer Viertelstunde stand erneut Grell im Blickpunkt des Geschehens. Ein weiter Abschlag von Wiechert erreichte den aufs gegnerische Tor zulaufenden Grell, der von Kiels letztem Mann, Rashid Kandil, unfair an der Strafraumgrenze gehalten wurde. Zurecht erhielt Kandil für diese Aktion die Rote Karte von Schiedsrichter Kevin-Coren Eckert (Garbek). „Der Platzverweis für Inter hat uns natürlich anschließend in die Karten gespielt“, sagte Usadel. Die Folge war das 2:0 nach gut einer halben Stunde von Farid Razaqyar (29.). Doch Inter Türkspor schlug im Stile eines Spitzenreiters zurück und verkürzte noch vor der Pause durch Tino Kern auf 1:2 (35.). Mit der Einwechselung von Dennis Schnepel zur zweiten Halbzeit bewies Usadel ein glückliches Händchen, denn kurz nach Wiederanpfiff erhöhten die Rendsburger auf 3:1. Doch auch von diesem Schock erholten sich die Gäste. Zunächst gelang Shpend Meshekrani der 2:3-Anschlusstreffer (58.), dann erzielte Dauti mit einem unhaltbaren Schuss vom Strafraumeck sogar den Ausgleich (80.). Mit seinem zweiten Treffer brachte Schnepel seine Mannschaft aber wieder auf die Siegerstraße (68.). Der Spitzenreiter bäumte sich zwar noch einmal auf, doch nach dem 5:3 durch den überragenden Grell erlahmte der Widerstand der Gäste mehr und mehr. Mit seinem dritten Treffer beseitigte Grell letzte Zweifel am RTSV-Sieg. „Ich hatte vor dem Beginn bereits ein gutes Gefühl. Unter der Woche haben die Jungs gut trainiert. Heute haben sie die Vorgaben gut umgesetzt und auch nach dem Ausgleichstreffer nicht nachgelassen, sondern noch eine Schippe draufgesetzt“, bilanzierte ein zufriedener Usadel.

Rendsburger TSV: Wiechert – Herzig – Razaqyar – Witt (62. M. Müller) – L. Celik – F. Celik – Bock (46. Schnepel) – Dollnick – A. Müller – Stols – Grell (86. Sheik Mohammed).
Schiedsrichter: Eckert (TuS Garbek).
Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Grell (12.), 2:0 Razaqyar (29.), 2:1 Kern (35.), 3:1 Schnepel (46.), 3:2 Meshekrani (58.), 3:3 Dauti (60.), 4:3 Schnepel (68.), 5:3 Grell (75.), 6:3 Grell (81.).

TSV Bordesholm – Büdelsdorfer TSV 2:1 (1:0)
Von Beginn an setzte der Tabellenzweite aus Bordesholm die Gäste unter Druck. „Unser Ballführender wurde sofort angelaufen, so dass für uns ein geordneter oder konstruktiver Spielaufbau überhaupt nicht möglich war“, zeigte sich BTSV-Coach Reiner Menzel beeindruckt, mit welcher Intensität die Bordesholmer ihrer Arbeit nachgingen und seinen Jungs den Schneid abkauften. Verdienter Lohn nach 21 Minuten: Tim Vicariesmann verwertete eine Kopfballverlängerung aus der Drehung ins lange Eck zur 1:0-Führung. Trotz der deutlichen Dominanz blieben weitere Hochkaräter für die Hausherren aus. Nach Wiederbeginn schwamm sich der BTSV, auch begünstigt durch die Hinausstellung von Aaron Meyerfeldt (48.), allmählich frei. „Wir haben uns fortan nicht mehr so hinten reindrängen lassen. Allerdings gelang es uns auf der anderen Seite auch nicht, Torgefahr zu entwickeln“, erklärte Menzel. Als Mats Henke mit der Ampelkarte ebenso des Feldes verwiesen wurde (70.) wie Max Lipka (76.), lief trotz des Aufbäumens, in erster Linie durch Arthur Roller und Rune Hardt, nicht mehr viel zusammen. „Man muss der Mannschaft jedoch zugute halten, dass der Schiedsrichter häufig mit zweierlei Maß, und das fast immer zu unseren Ungunsten, gemessen hat“, ergänzte BTSV-Obmann Rolf Bannas. Nachdem Micha Jöhnck das 2:0 erzielte (84.), war die Partie endgültig gelaufen, auch wenn Alexander Meyerfeldt, nach einem Pfostenschuss von Marvin Jessen, noch ein Eigentor zum 2:1 fabrizierte (90.).

Büdelsdorfer TSV: Wulff – Reiser, Lipka, Peters, Rechner – Roller, Hardt, Ermeling, Henke, Kaak (41. Isovic) – Jessen.
Schiedsrichter: Schneider (Eggebek).

Zuschauer: 50.

Tore: 1:0 Vicariesmann (21.), 2:0 Jöhnck (84.), 2:1 Alex. Meyerfeldt (90.).
Gelb-Rote Karten: Henke, Lipka (70., 76., wdh. Foulspiel, beide Büdelsdorf).
Rote Karte: Aaron Meyerfeldt (48., Bordesholm).

Osterrönfelder TSV – Heikendorfer Sv 1:2 (1:2)
Der Tabellenneunte aus Heikendorf versuchte überwiegend mit langen Bällen seine einzige Spitze, Oliver Axt, ins Szene zu setzen, während der OTSV mehr auf Kombinationsfußball setzte. Den besseren Start in die Partie erwischte der HSV, der durch Philip Süß nach einer guten Viertelstunde in Führung gehen konnten. Die Osterrönfelder schlugen jedoch postwendend zurück und kamen durch den Treffer von Torjäger Mustafa Korkmaz nur drei Minuten später zum Ausgleich. Es entwickelte sich eine zerfahrene Partie, in der große Torchancen eher Mangelware bleiben sollten. Die Gastgeber besaßen über die gesamte Spielzeit zwar mehr Ballbesitz, bissen sich an einer gut sortierten Heikendorfer Hintermannschaft aber regelmäßig die Zähne aus. Nach etwas mehr als einer halben Stunde sollte der HSV dann erneut in Führung gehen. Nach einer Ecke versäumten es die Osterrönfelder, den Ball aus der Gefahrenzone zu schaffen, sodass Axt mit einem Schuss von der Strafraumgrenze zum 2:1 für die Gäste treffen konnte. „Es ist ärgerlich, so in Rückstand zu gehen. Wir kämpfen uns nach dem ersten Gegentor gut rein und schlafen dann allerdings kurz vor dem zweiten Treffer“, haderte OTSV-Trainer Olaf Lehmann mit der Entstehung des Heikendorfer Führungstreffers. Nach dem Seitenwechsel waren die Gastgeber dominanter und kamen insbesondere bei ruhenden Bällen zu Torhancen – allerdings ohne zählbaren Erfolg. Pech hatte Jannik Sierks, der mit einem Freistoß nur den Pfosten traf. Durch einen Platzverweis für die Gäste agierten die Osterrönfelder in der Schlussphase sogar in Überzahl, konnten sich gegen den Heikendorfer Abwehrriegel aber kaum weitere Gelegenheiten erspielen. „Da fehlt mir in einigen Szenen einfach die letzte Konsequenz“, kritisierte Lehmann.

Osterrönfelder TSV: Dembowski – Mosebach, Cavdar, Sopha, Reimer (72. Zapfe) – M. Lehmann, Potschko (46. Hüttmann), Sierks, Giese, Knuth – Korkmaz.
Schiedsrichter: Winkel (Flintbek).

Zuschauer: 150.

Tore: 0:1 Süß (15.), 1:1 Korkmaz (18), 1:2 Axt (32.).

SpVg Eidertal Molfsee – TSV Vineta Audorf 5:1 (1:1)
Eine Stunde lang boten die Vineten der favorisierten Sportvereinigung die Stirn. Nach dem frühen Rückstand aus der vierten Minute berappelten sich die Audorfer relativ schnell. Jascha Piotraschke egalisierte aus dem Gewühl heraus bereits in der 17. Minute. „Wir haben uns jetzt zu viele Ballverluste erlaubt“, gab Eidertals Coach Maik Gabriel zu, dass seine Elf bis zum Halbzeitpfiff fahrig agierte. Tim Kluck (38.) und Piotraschke (42.) verpassten eine mögliche Gästeführung zur Pause. Nach dem erneuten Rückstand (64.) hatte Kluck zwei Minuten später das 2:2 auf dem Fuß, traf den Ball aber nicht richtig. „Nach dem 3:1 haben wir uns dann ergeben“, haderte Bock mit den Gegentoren 4 und 5, lobte aber seinen Torhüter: „Malte Skarupke hat heute mehrere Weltklasseparaden gezeigt.“


TSV Vineta Audorf: Skarupke – Sievers, Hansen, Gorn, Neumann, Piotraschke (75. Rölke), Sienknecht, Perez Ayendi, Kalina, Scheer (75. Kobrock), Kluck.
SR: Gerhardt (Kiel) – Zuschauer: 90 – Tore: 1:0 Wagner (4.), 1:1 Piotraschke (17.), 2:1 Louis Schütt (64.), 3:1 Louis Schütt (73.), 4:1 Matthes (81.), 5:1 Yannick Schütt (85.).

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