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23. April 2014 | 13:49 Uhr

- Wird er neuer Bischof?

vom

Die Synode der Nordkirche hat Gothard Magaard bereits vom "Bevollmächtigten" zum "Vertreter" befördert

lübeck/schleswig | Gothart Magaard ist befördert worden. Aus dem bisherigen "Bischofsbevollmächtigten" im Sprengel Schleswig und Holstein der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland ist ab sofort ein "Bischofsvertreter" geworden. Das beschloss die am Wochenende in Travemünde zu Ende gegangene Synode der Nordkirche. Denn weil der bisherige Schleswiger Bischof Gerhard Ulrich am Donnerstag zum ersten Landesbischof der Nordkirche mit Sitz in Schwerin gewählt wurde, gibt es bis zur geplanten Neuwahl im kommenden Jahr keinen Bischof von Schleswig mehr.

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Theoretisch hätte ein Propst nun den Sprengel verwalten sollen - aber "an Magaard haben wir uns doch schon gewöhnt", sagten gleich mehrere Synodale während der Tagung des Kirchenparlaments. Was den Theologen, der nun die Aufgaben von Gerhard Ulrich komplett übernimmt, auch zu einem Favoriten bei der anstehenden Bischofswahl macht.

Doch auch insgesamt zog der Präses der Synode, der grüne Landtagsabgeordnete Andreas Tietze, eine positive Bilanz. "Das Schiff ist auf Kurs", sagt er. "Es hat die Mannschaft an Bord genommen, die Matrosen haben sich in ihren Kojen eingerichtet, der Rudergänger hat das Steuer übernommen." Denn für die im vergangenen Jahr aus der Nordelbischen Kirche sowie den Landeskirchen in Mecklenburg und Vorpommern gegründete Nordkirche ging es in Travemünde ein ganzes Stück weiter: Erstmals gibt es eine von der Synode gewählte Kirchenleitung, der auch zahlreiche Mitglieder aus Schleswig-Holstein angehören. Auch der 428,1 Millionen Euro umfassende, schuldenfreie Kirchenhaushalt wurde ohne Probleme beschlossen. Nur der Skandal um die Baumaßnahmen in der Freizeitstätte Koppelsberg bei Plön überschattete die Tagung des Kirchenparlaments. Am Samstag kündigte Ulrich noch einmal "größtmögliche Transparenz" im Umgang mit dem Debakel an.

Inhaltlich will sich die Nordkirche dagegen verstärkt dem Klimaschutz widmen. Für Februar 2014 kündigte Synodenpräses Tietze eine "Klimasynode" an. Die Nordkirche wolle bis zum Jahr 2050 zur CO2-Neutralen Landeskirche werden, so Tietze. "Wir wollen beim Klimaschutz Vorreiter sein." Und dann geriet der selbst in sozialen Netzwerken wie "Facebook" aktive Landtagsabgeordnete ins Träumen: Er könne sich auch vorstellen, die Tagungen der Landessynode per Internet-Livestream in die kleinste Dorfgemeinde zu übertragen. "Vielleicht will der ein oder andere zu Hause ja vom Computer zu Hause aus bei unseren Diskussionen mitmachen", so Tietze. Die Kirche brauche eine neue Beteiligungskultur.

von Benjamin Lassiwe
erstellt am 25.Feb.2013 | 03:59 Uhr

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01. | Udo Damerau | 25.02.2013 | 13:47 Uhr
Mojn Herr Erb,

"Die Kirche wird auf ihren Ländereien Windturbinen aufstellen und auf Kirchendächern Solarzellen
installieren."

´Wird´?

"Die erste Kirche mit Solardach"
http://www.fr-online.de/bad-homburg/oberursel-die-erste-kirche-mit-solardach,1472864,2988954.html

Und wenn auch der Papst mitmacht:
"Das Kreuz mit dem Solardach"
"Auch die päpstliche Audienzhalle ,Sala Nervi, trägt neuerdings ein Solardach"
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/immobilien/planen/denkmalschutz-das-kreuz-mit-dem-solardach-1638202.html

Und Windräder:

Evangelische Kirche will mehr Land für Windräder bereitstellen
http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1086241

"Wenn der Kirchturm hinter dem Windrad versinkt".
http://www.solarserver.de/solarmagazin/artikeljuni2003.html

http://www.bastel-bastel.de/index.php?id=383
Nur das erste Bild links!


02. | Helmut Erb | 25.02.2013 | 10:50 Uhr
Auf Kurs. Aber auf welchem?

Der Seemann legt sich sein Handwerkszeug zurecht, bevor das Schiff ablegt.
Seekarte, Seehandbuch, Leuchtfeuerverzeichnis, Kursdreieck, Zirkel, Bleistift. Heute weitgehend digitalisiert. Börsenberichte, Eierpreise, Zugverspätungen sind für die sichere Navigation ebenso belanglos wie Klimavorhersagen für 2100.

Jedenfalls kennt der Schiffsführer seinen Standort, Untiefen und Strömungen; er kann das Wetter einschätzen und beobachtet den Schiffsverkehr im Seegebiet. Und er kennt den inneren Zustand seines Schiffes sehr genau, den technischen Zustand, die Vorräte, nicht zuletzt Ausbildungsstand und Motivation der Besatzung.

Die Nordkirche hat schon 2010 beschlossen, sich verstärkt um den Klimaschutz zu kümmern. Dazu hat sie die Klimakampagne „Kirche für Klima“ gestartet. Die wichtigsten Bücher sind nun der letzte Sachstandsbericht des IPCC und das Klimaschutzkonzept, das Professor Hohmeyer ausgearbeitet hat. Klimagerechtigkeit ist das Ziel. Und den Weg legt die Kirche mit dem Klimafahrrad zurück, das sie sogar zum Sonderpreis anbietet.

Man ahnt, worauf das hinausläuft: Die
Kirche wird auf ihren Ländereien Windturbinen aufstellen und auf Kirchendächern Solarzellen installieren. Sie wird die Umverteilung von Arm nach Reich verstärken und die Schöpfung ruinieren, was sie heute schon unterstützt.

Derweil wird die Besatzung verstärkt von Bord gehen. Wie sollte sie auch einer Schiffsführung vertrauen, die mit untauglichen Hilfsmitteln navigiert.

03. | Udo Damerau | 25.02.2013 | 09:21 Uhr
"Inhaltlich will sich die Nordkirche dagegen verstärkt dem Klimaschutz widmen."

Ob bereits bei dem einen oder anderen angedacht ist, das "Vater unser" zu erweitern?
Z.B. in der Zeile "...unser täglich´ Brot..." oder ob eine entsprechene Bitte ´nur´ in Gebete aufgenommen wird?

Der bisherige Text, wie von der Kirche und vielen von uns angewendet, ist in der Bibel (unabänderlich?) vorgegeben.
Physikalische Gesetze sind dort nicht zu finden.
Die Verantwortlichen scheinen zu glauben, sie müssten sie daher nicht zur Kenntnis nehmen und könnten das predigen, was ´die überwiegende Mehrheit der Wissenschaftler´ dem IPCC ´vorbetet´.

Dass es bei wissensschaftlichen Behauptungen nicht um demokratische Mehrheitsfindung sondern um nachgewiesene Erkenntnisse geht, die völig anderes beweisen, scheinen sie vergessen zu haben.

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