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22. September 2014 | 16:14 Uhr

"Atlantic Cartier" : Radioaktives Material auf brennendem Schiff

vom

Beim Feuer auf der "Atlantic Cartier" ist Hamburg offenbar nur haarscharf einer Katastrophe entgangen. Das Containerschiff hatte radioaktives Material sowie Munition geladen.

Hamburg | In der Nacht zum 2. Mai brannte der Auto- und Containerfrachter "Atlantic Cartier" im Hamburger Hafen. Er hatte auch radioaktives Material an Bord. Das gehe aus der Ladeliste des Schiffes hervor, sagte ein Sprecher der Innenbehörde am Donnerstag. Zur Ladung habe auch das gefährliche Uran-Hexafluorid gehört. Es wird zur Herstellung von Brennstäben verwendet.
"Hamburg ist am 1. Mai nur knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Erst jetzt erfahren wir, dass an Bord des brennenden Frachters Atlantic Cartier hochgefährliches Uranhexafluorid war", erklärte der hafenpolitische Sprecher der Grünen, Anjes Tjarks. Seine Fraktion hatte in der Bürgerschaft eine kleine Anfrage gestellt. Erst daraufhin war bekannt geworden, dass sich an Bord des Frachters auch rund neun Tonnen Uran-Hexafluorid befanden. Insgesamt hatte der Frachter mehr als 20 Tonnen radioaktive Stoffe geladen. Ebenfalls an Bord waren rund vier Tonnen Munition.

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"Hier muss man von einem Vertrauensbruch sprechen"


"Es ist eine Ungeheuerlichkeit, dass der Senat die Öffentlichkeit nicht von sich aus über diese Beinahekatastrophe informiert hat. Hier muss man von einem Vertuschungsversuch sprechen", sagte Tjarks erzürnt. Er wies zugleich darauf hin, dass unmittelbar vor Brandausbruch noch in Sichtweite der Eröffnungsgottesdienst des Kirchentags mit rund 35.000 Teilnehmern am Strandkai in der Hafencity stattfand. An der Veranstaltung hatte auch Bundespräsident Joachim Gauck teilgenommen. Die "Atlantic Cartier" lag am OSwaldkai.
Es sei bekannt gewesen, dass das Schiff auch Gefahrgut geladen habe, sagte der Sprecher der Innenbehörde, Frank Reschreiter. Darum habe die Feuerwehr sofort reagiert und die Container von Bord geholt. "Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr bestand keine Gefahr für den Hafen und die Menschen in der Umgebung", betonte der Sprecher. Es seien keine Gefahrstoffe ausgetreten. Alle gelöschten Container seien unbeschädigt gewesen und an einen sicheren Lagerplatz an Land gebracht worden.
Auf einem Deck des Frachters, auf dem rund 70 Neuwagen standen, hatten die Flammen nach Angaben der Feuerwehr etwa 30 Autos zerstört. Rund 200 Feuerwehrleute waren viele Stunden im Einsatz, um den Brand zu löschen.
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erstellt am 17.Mai.2013 | 05:46 Uhr

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