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22. August 2014 | 13:45 Uhr

Hagenbecks Tierpark : Neues Eismeer in Hamburg

vom

Eisbären, Robben und Co. beziehen das neue Eismeer im Tierpark Hagenbeck. Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit ist das Areal mit Wasserfläche fertig.

Hamburg | Stephan Hering-Hagenbeck war sichtlich erleichtert: "Endlich ist es vollbracht", sagte der zoologische Leiter des Tierparks Hagenbeck, als er am Donnerstag in Hamburg gemeinsam mit Geschäftsführer Joachim Weinlig-Hagenbeck das rund 8000 Quadratmeter große neue "Eismeer" offiziell und vollständig an die Besucher übergab. Die Eröffnung des inneren Teils der künstlichen Polarwelt hatte sich bislang verzögert, weil es Probleme mit einer Glasplatte vor dem Eisbärengehege gab. Das spielt nun keine Rolle mehr. "Mit dem Eismeer haben wir endlich die Attraktion wieder, die Stellingen vor 105 Jahren weltberühmt machte", sagte Joachim Weinlig-Hagenbeck - und fügte in Erinnerung an den Gründer des Parks an: "Carl Hagenbeck wäre begeistert".
Auf einem 750 Meter langen Rundgang lassen sich im neuen Eismeer nach zweieinhalbjähriger Bauzeit nun mehr als zehn arktische und antarktische Tierarten - darunter Eisbären, Robben, ein Walross, Papageientaucher und diverse Pinguinarten - buchstäblich von allen Seiten bestaunen. Neben der oberirdischen Felsenlandschaft gewähren etliche Panoramascheiben und Sichtachsen im Innern hautnahe Einblicke in das Unterwasserverhalten der Polartiere. "Wir zeigen die Tiere aus allen Perspektiven, so dass der Besucher im besten Fall gar nicht merkt, dass er immer auf die selben Tiere schaut", erläuterte Hering-Hagenbeck mit einem Augenzwinkern.
Antarktis und Spitzbergen als Inspiration
Für die rund 20 Millionen Euro teure Anlage gab es nach Worten des zoologischen Leiters vor allem ein Vorbild: "die Natur". Um sich Anregungen in den natürlichen Lebensräumen der Tiere zu holen unternahm Hering-Hagenbeck mit seinem Team diverse Expeditionen, unter anderem in die Antarktis und ins norwegische Spitzbergen. Davon inspiriert, haben sich die Planer einiges einfallen lassen, damit sich die Tiere in ihrer neuen Umgebung wohlfühlen: In der großen Seevogel-Voliere gibt es eine Wellenanlage. Und das neuartige Pinguin-Gehege ist als Rundgang konzipiert, so dass die Tiere quasi ständig auf dem und im Wasser unterwegs sind. So sollen sie zu ihren natürlichen Bewegungen animiert werden. In den einzelnen Gehegen seien zudem ausschließlich Arten zusammen untergebracht, die auch in Freiheit den Lebensraum miteinander teilten. Trotzdem, so Hering-Hagenbeck: "So eine Vergesellschaftung erfordert immer ein bisschen Mut."
Ob es letztendlich funktioniere, hänge von einer Tierart, aber auch von deren einzelnen Vertretern ab. "Tiere sind ja Individuen", so der zoologische Leiter. Da könne es durchaus vorkommen, dass der eine mit dem anderen nicht könne. Walross Neseyka und die Kegel-Robben hätten ihre Scheu voreinander laut Hering-Hagenbeck beispielsweise erst vor wenigen Tagen abgelegt. Andere kommen offensichtlich umso besser miteinander aus: Bei den Humboldt-Pinguinen ist bereits Nachwusch geschlüpft - der erste im neuen Eismeer.
Walross Neseyka kommt aus Russland
Über eine weitere neue Bewohnerin freute man sich im Tierpark besonders: Walrossdame Neseyka zog aus dem russischen Ischeswk nach Hamburg. "Nach Antje musste unbedingt wieder ein Walross ins Eismeer", so Hering-Hagenbeck.
Die fünfeinhalb Millionen Liter Wasser in den Becken des Eismeeres werden nach Angaben der Zooleitung übrigens klimaneutral gekühlt - schließlich soll die künstliche Polarwelt der echten nicht schaden.

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von Patrick Rösing
erstellt am 06.Jul.2012 | 05:40 Uhr

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