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23. April 2014 | 20:56 Uhr

Ruschorter Hauptdeich - Lkw fährt in Radfahrergruppe - ein Toter

vom

Nach einem Überholmanöver in Hamburg hat ein Lastwagenfahrer eine Gruppe Radfahrer erfasst. Ein Radler starb dabei, mindestens zwei wurden verletzt.

Hamburg | Schreckliches Ende einer Trainingsfahrt: Ein Lastwagen ist im Süden Hamburgs in eine Gruppe von Radrennradfahrer gerast. Ein 33-Jähriger starb, drei weitere Sportler wurden verletzt, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Der Lastwagenfahrer habe einen Schock erlitten. Organisiert wurde die Fahrt von der Radsportgruppe Uni Hamburg. Die Strecke entlang eines Deichs im Stadtteil Spadenland ist bei Radsportlern beliebt.
Der Lkw-Fahrer hatte den Polizeiangaben zufolge am Donnerstagabend einen Radfahrer überholt und war dazu auf die Gegenfahrbahn gefahren. Offenbar übersah er dabei die entgegenkommende 30- bis 40-köpfige Gruppe und fuhr in sie hinein. Der 33-jährige Radfahrer wurde von dem Laster erfasst und auf die Fahrbahn geschleudert. Er habe dabei so schwere Kopfverletzungen erlitten, dass er trotz ärztlicher Versorgung und Reanimationsversuchen noch an der Unfallstelle starb.
"Auf einmal schlug es ein"
Drei weitere Radler - ein 39-Jähriger und zwei 42-Jährige - wurden leicht verletzt und im Krankenhaus ambulant behandelt. Die geschockten übrigen Radfahrer wurden psychologisch betreut. Praktisch alle waren gestürzt. Die Mitglieder der Radsportgruppe Uni Hamburg zeigten sich bestürzt. Auf der als verkehrsarm und gut einsehbar geltenden Strecke entlang des Deichs trainiert die Gruppe seit April jeden Donnerstag. Die Teilnahme ist offen.
Der Getötete habe nach ersten Erkenntnissen früher in Hamburg studiert und kam sporadisch dazu. Er sei offenbar ein sehr geübter Radfahrer gewesen, sagte Thomas Jacobs von der Radsportgruppe. Er habe mit den Radfahrern gesprochen, sie seien alle geschockt, erklärte Jacobs. Alle wissen nicht viel zu sagen. "Auf einmal schlug es ein", habe einer nur gesagt.
"Ein Unfall, der kommen musste"
Dirk Lau vom Fahrradclubs ADFC äußerte sich ebenfalls geschockt. Er sprach von einem "schrecklichen Unglück". Es sei allerdings angesichts der Aggressivität, die im Hamburger Straßenverkehr herrsche, "ein Unfall, der kommen musste".
Christian Schäfer vom ADAC Hansa in Hamburg, widersprach. Dem könne er nicht folgen. "Es gilt da sowieso immer, dass eine gegenseitige Rücksichtnahme sehr wichtig ist zwischen Autofahrern und einem schwächeren Verkehrsteilnehmer, ob es nun ein Fußgänger oder ein Radfahrern ist", sagte Schäfer. Dies scheine nach erstem Anschein ein bedauerlicher Unfall zu sein, den man nicht mit Aggressivität begründen könne.
In Hamburg finden am 19. August die Cyclassics statt. Für das traditionelle Radrennen trainieren viele Sportler zur Zeit in der Hansestadt.

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von rtn/dpa
erstellt am 11.Aug.2012 | 05:53 Uhr

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