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31. August 2014 | 10:15 Uhr

Altkanzler : Helmut Schmidt hat eine Neue

vom

Vor knapp zwei Jahren starb seine Ehefrau Loki. Jetzt hat Altkanzler Schmidt eine neue Lebensgefährtin: Ruth Loah, seit langem eine seiner engsten Vertrauten.

Hamburg | Knapper könnte die Antwort nicht sein. Was könnte man auf die Frage, ob man eine neue Lebensgefährtin hat, nicht alles erzählen? Ausflüchte machen, ins Schwärmen geraten, die halbe Lebensgeschichte zur Erklärung bemühen. Oder einfach nur "Ja" sagen - wie Helmut Schmidt. Keine zwei Jahre nach dem Tod seiner Ehefrau Loki weiß die Republik nun, dass ihr beliebtester Altkanzler mit einer anderen Frau zusammen ist: Ruth Loah, seit vielen Jahrzehnten eine von Schmidts engsten Mitarbeiterinnen.
Auch sonst erfolgt die Mitteilung über die überraschende Veränderung im Leben des 93 Jahre alten SPD-Politikers ziemlich versteckt. Der Mitherausgeber der Wochenzeitung "Die Zeit" erzählt davon recht beiläufig im Gespräch mit Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, mit dem er sich gern über die grundsätzlichen Dinge unterhält. Dieses Mal geht es ums Erwachsenwerden. Aber dann eben auch um die Liebe.
Hanseatisch-diskreter geht es kaum
Schmidt verrät, dass er sich auch bald zwei Jahre nach deren Tod immer noch fast jeden Tag an seine Ehefrau Loki erinnert. Aber eben auch, dass es da noch eine andere Frau gebe, an die er "beinahe täglich" denke: Ruth Loah, 15 Jahre jünger als er, Kurzhaarschnitt und vom Typ her Loki ziemlich ähnlich. "Ich kenne sie seit 1955. Sie war mal meine Mitarbeiterin, auch hier bei der "Zeit". Sie ist eine große Hilfe." Auf die Nachfrage, ob sie auch seine Lebensgefährtin sei, gibt es das knappe "Ja". Mehr nicht. Hanseatisch-diskreter geht es kaum.
Die Neuigkeit bedeutet auch für die meisten im bundesdeutschen Politbetrieb eine Riesen-Überraschung. Mit Loki war Schmidt fast sieben Jahrzehnte lang verheiratet, von 1942 bis zu ihrem Tod im Oktober 2010, als sie mit 91 Jahren starb. Ihren Ehering trägt er seitdem am kleinen Finger. Viele wären nicht einmal auf den Gedanken gekommen, dass es noch einmal eine andere Frau in seinem Leben geben könnte. Und kaum weniger sorgten sich anfangs, dass Schmidt Lokis Tod nicht verkraften würde.
Keine Sensation
Für Leute, die ihn länger kennen, ist das neue Paar jedoch überhaupt keine Sensation. Ruth Loah - Jahrgang 1933, geboren in Hannover, Tochter eines Facharbeiters - gehört seit Jahrzehnten zu seiner engsten Umgebung. 1962, als Schmidt als Hamburger Innensenator durch die große Sturmflut zu bundesweiter Bekanntheit gelangte, war sie bereits seine Sekretärin. Später arbeitete sie für ihn nicht nur bei der "Zeit", sondern auch in seinem Privatarchiv.
Auch in seinen Büchern bedankt sich Helmut Schmidt immer wieder bei Ruth Loah für deren Mitarbeit. Zusammen mit Loki und vier anderen Weggefährten gaben die beiden 1998 auch ein gemeinsames Buch heraus, den Sammelband "Kindheit und Jugend unter Hitler".
Sie gehörte praktisch zur Familie
Jemand aus Schmidts Umgebung erzählt: "Ruth Loah ist seine langjährige Seelenfreundin. Sie gehörte praktisch zur Familie." Und sie verstehe es auch, mäßigend auf den Altkanzler einzuwirken, der heute zwar das größte lebende Vorbild der Deutschen ist, dessen Launen zumindest früher aber gefürchtet waren. "Wenn er schlechte Laune hatte, sorgte sie mit ihrer warmherzigen Art dafür, seine Stimmung wieder aufzubessern."
Ohnehin ist Schmidt längst nicht der einzige Politiker, der in späten Jahren eine neue Partnerin findet. Die ehemaligen Bundespräsidenten Walter Scheel und Roman Herzog sind nach dem Tod ihrer Ehefrauen, die beide beliebte First Ladys waren, wieder verheiratet. Auch der frühere SPD-Chef Franz Müntefering ging nach dem Krebs-Drama um seine Frau wieder eine Ehe ein.
Und auch Schmidts CDU-Nachfolger Helmut Kohl blieb nach dem Selbstmord seiner Frau Hannelore nicht lange allein. Seit 2008 ist der 82-Jährige mit Maike Richter-Kohl verheiratet. Das Paar lebt sehr zurückgezogen hinter den Mauern des Kohl-Bungalows in Ludwigshafen-Oggersheim.

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von dpa
erstellt am 04.Aug.2012 | 01:48 Uhr

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Themen zu diesem Artikel:

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01. | Udo Damerau | 04.08.2012 | 08:52 Uhr
@ SHZ.DE ONLINEREDAKTION

Ich danke Ihnen dafür, dass Sie meine Stellungsnahme zur Kommentarlöschung akzeptiert und nicht gelöscht haben.

Wer den Hinweis auf die Begriffe ´IPCC´ und ´Klimawandel´ im Zusammenhang mit ´Helmut Schmidt´ nicht verstanden haben sollte...
Vielleicht wird´s ja jetzt deutlich.

02. | Udo Damerau | 03.08.2012 | 09:26 Uhr
@ SHZ.DE ONLINEREDAKTION

Die Entfernung meines (oder waren es zwei?) entfernten Kommentar/e/s kann ich teilweise(!) verstehen.
Sie waren zwar direkt auf Helmut Schmidt bezogen, enthielten Äußerungen von ihm über das IPCC und zum Klimawandel, aber betrafen nicht den eigentlichen Kern des Artikels, die Verbindung zu Ruth Loah.

Und an die ´Sehr geehrte Kommentatoren´:
Der Inhalt ist gespeichert - kommt später an passenderer Stelle.

03. | shz.de Onlineredaktion | 03.08.2012 | 07:05 Uhr
Löschung

Sehr geehrte Kommentatoren,

mehrere Kommentare wurden entfernt, da sie sich nicht auf den Artikel bezogen.

Mit freundlichen Grüßen,

Die Onlineredaktion

04. | Reinhard W. | 03.08.2012 | 06:44 Uhr
@ Udo Damerau

Ihr Eifer in allen Ehren, Herr Damerau. Doch diesmal ist der Zusammenhang zwischen dem Inhalt des Artikels und Ihren Postings nun wirklich nicht gegeben. Es ist leider kontraproduktiv und wirkt aufdringlich, jedes Schlagwort (hier: Helmut Schmidt) aufzugreifen und Ihre Thesen, die in diesem Zusammenhang sicher nicht jeden Leser obigen Artikels interessieren, auszuführen. Selbst bei dem Wort "Regenbogenpresse" scheint es ja einen Zusammenhang zu CO2 - Emissionen und Weltklima zu geben. Wie gesagt: etwas weniger wäre wohl mehr...

05. | Friedrich Niemann | 02.08.2012 | 23:31 Uhr
Hoffnungsschimmer , die Zweite

Sollte dagegen ein Vergleich zwischen Schmidt und Kubicki gemeint sein, na, das waeren fuer Kubicki verdammt grosse Stiefel. Auch mehrere Lagen dicke Socken wuerden da nichts bringen..... Kubicki wittert eine Chance, da Roesler wohl doch ein Auslaufmodell ist. Und das wars.

06. | Friedrich Niemann | 02.08.2012 | 23:24 Uhr
IPCC und Hoffnungsschimmer

@Udo Damerau: Pardon. Verstehe nicht ganz, was Herr Kubicki mit der Debatte ueber den Wert der IPCC zu tun hat.

07. | Udo Damerau | 02.08.2012 | 19:26 Uhr
@ FRIEDRICH NIEMANN

ich bin ja geduldig - und ich habe einen Hoffnungsschimmer gefunden.
Schau´n Sie bitte ´mal bei Herrn Kubicki rein:
UDO DAMERAU 02.08.2012 18:50 einfach hier:
http://www.shz.de/nachrichten/top-thema/artikel/kubicki-loest-fuehrungsdebatte-in-der-fdp-aus.html?tx_ttnews[backPid]=111&cHash=07f125b18faade47673e955ccc2dbd06#CommentStart

08. | Friedrich Niemann | 02.08.2012 | 19:14 Uhr
IPCC

@Herr Damerau: da koennen Sie lange warten..... .

09. | Udo Damerau | 02.08.2012 | 18:25 Uhr
"...eine Überraschung..." Fortsetzung

http://www.readers-edition.de/2011/03/07/altkanzler-helmut-schmidt-einige-der-beteiligten-forscher-des-weltklimarates-haben-sich-als-betrueger-erwiesen/ 7.März 2011

Am 11. Januar hatte die Max-Planck-Gesellschaft Helmut Schmidt anlässlich der Veranstaltung “Verantwortung der Forschung im 21. Jahrhundert” zu einem Vortrag eingeladen. Dort äußerte Schmidt sich erneut zur globalen Erwärmung und zum Weltklimarat (IPCC). Er sagte:

“Zusätzlich zu all den vorgenannten, von Menschen verursachten Problemen, werden wir gleichzeitig beunruhigt von dem Phänomen der globalen Erwärmung und der ihr unterstellten Konsequenzen. Wir wissen, dass es natürlicherweise immer Eiszeiten und Warmzeiten gegeben hat; wir wissen jedoch nicht, wie groß gegenwärtig und künftig der von Menschen verursachte Beitrag zur heutigen globalen Erwärmung ist. Die von vielen Regierungen international betriebene sogenannte Klimapolitik steckt noch in ihren Anfängen. Die von einer internationalen Wissenschaftlergruppe (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) bisher gelieferten Unterlagen stoßen auf Skepsis, zumal einige der beteiligten Forscher sich als Betrüger erwiesen haben. Jedenfalls sind die von einigen Regierungen öffentlich genannten Zielsetzungen bisher weniger wissenschaftlich als vielmehr lediglich politisch begründet.
Es scheint mir an der Zeit, dass eine unserer wissenschaftlichen Spitzenorganisationen die Arbeit des IPCC kritisch und realistisch unter die Lupe nimmt und sodann die sich ergebenden Schlußfolgerungen der öffentlichen Meinung unseres Landes in verständlicher Weise erklärt.”

´kritisch und realistisch unter die Lupe...´.
Wann hat denn das stattgefunden und wo wurde darüber berichtet?

10. | Udo Damerau | 02.08.2012 | 18:22 Uhr
"...eine Riesen-Überraschung..."

KEINE Überraschuung sind die folgenden Meinungsäußerungen von ihm:
http://www.bild.de/news/2007/news/ex-bundeskanzler-interview-1936410.bild.html 03.06.2007
BILD: Erstmals steht der Klimaschutz ganz oben auf der G8-Agenda. Ist die Situation so dramatisch, wie der Weltklima-Rat behauptet?
Schmidt: Dieser Weltklima-Rat hat sich selbst erfunden, den hat niemand eingesetzt. Die Bezeichnung Weltklima-Rat ist eine schwere Übertreibung. Diese ganze Debatte ist hysterisch, überhitzt, auch und vor allem durch die Medien. Klimatischen Wechsel hat es auf dieser Erde gegeben, seit es sie gibt.
...
Die Gründe für diesen vielfältigen Klimawechsel sind einstweilen nicht ausreichend erforscht. Und es gibt überhaupt keinen Grund anzunehmen, dass es nicht so weitergeht. Aber sich darüber aufzuregen und zu meinen, diesen Wechsel könnte der Mensch durch gemeinsamen Beschluss in Heiligendamm aufhalten, das ist reine Hysterie, das ist dummes Zeug.

11. | Sven-Olaf Oje | 02.08.2012 | 15:36 Uhr
Helmut Schmidt hat ne Neue

Lieber Alt- Bundeskanzler,
ich finde es toll, das sie nach dem Verlust Ihrer Ehefrau , welcher bestimmt sehr schmerzhaft war, wieder ins leben gefunden haben. Ich wünschte alle großen Politiker würden so denken wie sie. Ich bewundere sie seit meiner Jugend ( bin jetzt 47 Jahre alt) . Kein Mensch war so offen und ehrlich in seiner Meinung wie Sie. Ihre Frau hat Ihnen immer den Rücken freigehalten, damit Sie die Politik ernstnehmen konnten. Ein hoch auf Sie lieber Helmut. Ich wünsche mir das ich in diesem hohen Alter genauso viel Rückgrat habe wie Sie. Für Ihr weiteres Leben und Ihr Glück wünsche ich . Alles alles Gute, und bleiben sie so wie sind. Mit freundlichen Grüssen Sven - Olaf Oje

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