Netzausbau im Norden

Millionen für ungenutzten Windstrom

07. Februar 2012 | 06:55 Uhr | Von ri

Die Netzbetreiber kommen mit dem Netzausbau nicht hinterher, sind aber verpflichtet, Betreibern der Anlagen auch nicht einspeisbare Energie zu vergüten. Foto: Staudt

Kiel. Der Grund für diese Situation ist der rasante Ausbau der Windkraft- und Photovoltaikanlagen im Land. Die Netzbetreiber kommen mit dem Netzausbau nicht hinterher, sind aber verpflichtet, Betreibern der Anlagen auch nicht einspeisbare Energie zu vergüten.

Wie die Wirtschaftszeitung "missler" in ihrer neuen Ausgabe berichtet, rechnen die Eon Netz GmbH in Quickborn und die Schleswig-Holstein Netz AG durch die vom Land geplante Ausweitung der so genannten Windeignungsflächen auf rund 1,5 Prozent der Landfläche mit einem weiteren Schub beim Bau neuer Windmühlen. Die Einspeiseleistung von Strom aus erneuerbarer Energie werde sich bis zum Jahre 2015 von derzeit rund 3600 Megawatt (MW) auf 10.143 MW verdreifachen. Bei diesem Anstieg, so die Netzbetreiber, werden die Entschädigungszahlungen für ungenutzten Strom in Schleswig-Holstein auf jährlich bis zu 300 Millionen Euro anwachsen. Die Zeche hätten die Stromkunden zu zahlen.

"Achillesferse der Energiewende"

In Schleswig-Holstein müssen nach Berechnungen der Netzbetreiber 700 Kilometer neue Hoch- und Höchstspannungsleitungen gebaut werden, um den Strom aus erneuerbaren Energien zum Verbraucher zu bringen. Für Planung und Neubau werden aber mehrere Jahre vergehen, auch wenn Wirtschaftsminister Jost de Jager am Montag im Interview mit dem sh:z eine Vereinfachung der Planungsschritte forderte. "Der Ausbau der Stromnetze ist die Achillesferse der Energiewende", sagte der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl. Von der Bundesregierung forderte er, dass jedes Jahr ein "Fortschrittsbericht" zur Energiewende vorgelegt wird.

Der Vorstandsvorsitzende der Eon Hanse, Hans-Jakob Tiessen, sieht unterdessen beim Netzausbau nicht nur das Land unter Druck. "Wenn der Strom nicht südlich der Elbe weitertransportiert werden kann, droht der Netzausbau in Schleswig-Holstein ins Leere zu laufen", warnte er. Tatsächlich formiert sich in Niedersachsen immer mehr Widerstand gegen die neuen Stromtrassen.


 

Leserkommentare

 
ALBERT ANSTAND 07.02.2012 10:30
KlimahysterikerInnen

KlimahysterikerInnen, aufgepaßt, damit auch ihr das versteht: Da werden mit viel CO2 industrielle Windkraftwerke hergestellt und aufgebaut, der Strom wird gar nicht verbraucht aber den Investoren und Spekulanten werden trotzdem dreistellige Millionenbeträge pro Jahr auf die Konten überwiesen, geklaut per EEG von den Stromkunden. Und die 700 Km Stromleitungen nur in SH lassen sich sicherlich CO2-neutral produzieren und aufstellen, natürlich ohne in die Umwelt eingreifen zu müssen, ...spätestens hier müßte es durchschnittlich intelligenten Menschen dämmern, was da für ein Blödsinn veranstaltet wird.

Und wenn man weiß, dass unsere Atmosphäre nur 0,038 % CO2 enthält und davon nur wiederum einige % vom Menschen verursacht sind und nun das liest, weiß man wie bescheuert der ganze Klima-Hokus-Pokus ist und alles nur einigen wenigen Profiteuren dient, bzw. um den Dummen im Volk Angst einzujagen nachdem "der Russe kommt" usw. dazu nicht mehr geeignet ist.

ALBERT ANSTAND 07.02.2012 12:10
Brüllaffen

Ich vermisse die "Brüllaffen" die sich sonst hier bei solchen Themen ausmähren.

Und nochwas für die ewig-gestrigen: Wer gegen Windkraft und das EEG ist, ist deswegen noch lange nicht für Atomstrom und auch nicht gegen eine Energiepolitik, die neue Resourcen erschließt, ist aber gegen den Blödsinn der unter Windenergie, Biogas, Biosprit, "erneuerbare" Energien usw. vermarktet wird.

HELMUT ERB 07.02.2012 12:10
Stromkunden werden abgezockt

Das entscheidende Problem der Energiewende sind Politiker, die sich in ihrem Ökowahn weigern, die einfachsten Tatsachen zur Kenntnis zu nehmen.

Die sogenannten Erneuerbaren Energien tragen nichts zur sicheren Stromversorgung des Landes bei, führen aber zu einer täglichen Umverteilung von Arm nach Reich. Der Zufallsstrom aus Wind und Sonne wird teuer bezahlt, obwohl sein Wert für den Kunden gegen Null geht.

In den letzten Tagen waren durchgehend 90 Prozent der installierten Windleitung nicht am Netz, zeitweilig 99 Prozent. Der Strom für Backöfen, Arztpraxen, Redaktionen und Druckereien kam aus den gerne verteufelten Kohle- und Kernkraftwerken.

Daß Investoren und WKA-Betreiber sogar Geld für Strom bekommen, den sie gar nicht erzeugt haben, ist nicht etwa neu. Aber es ist gut, den Irrsinn endlich auf der Titelseite der Zeitung zu finden.

ALBERT ANSTAND 07.02.2012 13:08
unvorstellbar

Was die Subventionsmafia da so treibt ist unvorstellbar, jetzt sollen auch noch die Stromkunden das marode Griechenland subventionieren:

"Aus einem EU-Plan, dass auch deutsche Stromkunden die Solarbranche in Griechenland subventionieren und damit die Wirtschaft des hochverschuldeten, aber sonnigen Landes ankurbeln, dürfte vorerst nichts werden. Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums sagte am Sonntag in Berlin, die Regierung lehne eine Ausweitung der Förderung auf erneuerbaren Strom, der im Ausland produziert wird, ab."

vorerst: "Aus dem EU-Vorhaben, nach dem deutsche Stromkunden die Solarbranche in Griechenland subventionieren sollen, wird vorerst nichts."

www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,813481,00.html
www.rechtsanwalt-griechenland.de/erneuerbare-energie-gesetz-3468-2006.html

Spanien ist schon weiter: Spanien zieht Ökostrom den Stecker „Was heute ein Energieproblem ist, könnte bald ein finanzielles werden“
diepresse.com/home/wirtschaft/international/730124/Spanien-zieht-Oekostrom-den-Stecker

ALBERT ANSTAND 07.02.2012 13:09
unvorstellbar

www.hannover-zeitung.net/aktuell/vermischtes/47194238-deutschen-stromverbraucher-sollen-griechischen-solarstrom-foerdern

Was die Subventionsmafia da so treibt ist unvorstellbar, jetzt sollen auch noch die Stromkunden das marode Griechenland subventionieren:

"Aus einem EU-Plan, dass auch deutsche Stromkunden die Solarbranche in Griechenland subventionieren und damit die Wirtschaft des hochverschuldeten, aber sonnigen Landes ankurbeln, dürfte vorerst nichts werden. Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums sagte am Sonntag in Berlin, die Regierung lehne eine Ausweitung der Förderung auf erneuerbaren Strom, der im Ausland produziert wird, ab."

vorerst: "Aus dem EU-Vorhaben, nach dem deutsche Stromkunden die Solarbranche in Griechenland subventionieren sollen, wird vorerst nichts."

www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,813481,00.html
www.rechtsanwalt-griechenland.de/erneuerbare-energie-gesetz-3468-2006.html

Spanien ist schon weiter: Spanien zieht Ökostrom den Stecker „Was heute ein Energieproblem ist, könnte bald ein finanzielles werden“
diepresse.com/home/wirtschaft/international/730124/Spanien-zieht-Oekostrom-den-Stecker

ALBERT ANSTAND 07.02.2012 16:12
Wind-Jubelperser

Den Wind-Jubelpersern ist bei diesen Nachrichten wohl die Puste ausgegangen. Wie ärmlich.

ROSA ROSE 07.02.2012 16:29
Der Kommunismus hat doch gesiegt

... und keiner hat es gemerkt. Alle haben gedacht wir hätten den Osten nach der Wende übernommen.
Aber in Wirklichkeit ist der Westen von hinten herum indoktriniert worden und nun haben wir Planwirtschaft pur. Damals trauten die sich nur einen 5-Jahres Plan zu. Das EEG bringt es sogar auf 20Jahre und das noch mit einem guten Gewissen. Und wer nicht mitmachen will dem wird klar gemacht was er zu tun hat.
www.shz.de/nachrichten/lokales/husumer-nachrichten/artikeldetails/article//stromnetz-ausbauen-oder-strafe-zahlen.html
Hut ab liebe Ostler. Ihr habt uns alle reinelegt. Irgenwann kommt dann der Iwan mit seinem Öl und Gasgeld und und kauft uns alle auf. Und es fängt schon an, siehe Bard 1



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