Kfz-Branche erwartet 2012 gute Geschäfte
Kiel. Die Kfz-Branche zwischen Nord- und Ostsee ist mit der wirtschaftlichen Entwicklung des vergangenen Jahres zufrieden und erwartet auch für 2012 eine insgesamt positives Ergebnis. Das geht aus einer Konjunkturumfrage hervor, die der Kfz-Gewerbeverband Schleswig-Holstein gestern in Kiel vorgestellt hat. Für 2011 wies der Verband mit rund 83 000 Pkw-Erstanmeldungen ein Wachstum von 7,7 Prozent (6000 Autos) gegenüber dem Vorjahr auf. Sechs von zehn neu registrierten Pkw waren dabei gewerbliche Zulassungen. Zwei Drittel der Neuzulassungen entfielen auf deutsche Automarken, wie Verbands-Chef Rolf-Dieter Fröhling mitteilt. Die Besonderheit im Norden: Hier gibt es praktisch keinen Autovermietermarkt und wegen der mittelständischen Wirtschaftsstruktur auch kaum große Geschäftswagenflotten. Insgesamt sind 1176 Kfz -Betriebe mit 14 000 Mitarbeitern (davon 3150 Azubis) in dem auf freiwilliger Basis organisierten Verband vertreten - Tendenz leicht steigend.
Der eigentliche Fahrzeughandel trägt nach Angaben des Verbands nur zu 4,6 Prozent zum Gesamtergebnis bei. ,,Den Löwenanteil haben der Teilehandel und der Reparatursektor", so Fröhling.
Mittelfristig muss sich die Kfz-Branche auf neue EU-Regeln einrichten: Der von Brüssel vor Jahren genehmigte Handel mit mehreren Automarken wird ab Mitte 2013 wieder zurückgeschraubt. Hier habe sich erneut die Marktmacht der Hersteller durchgesetzt, die mit ihrer Lobbyarbeit in Brüssel erfolgreich waren. Seit Jahren, so Fröhling, gebe es einen harten Verteilungskampf in der Wertschöpfungskette zwischen Handel und Erzeugern.




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