Immer Kubicki
<M></M><abaus></abaus>In jüngsten Meinungsumfragen dümpelt auch die schleswig-holsteinische FDP bei drei Prozent. Damit blieben die Liberalen bei der drohenden Landtagswahl draußen vor der Landeshaustür, und das wäre eine Katastrophe. Nicht nur für die FDP, nein, für das ganze Land. Denn mit dem parlamentarischen Untergang der FDP hätte auch deren Fraktionsvorsitzender Wolfgang Kubicki kein Amt mehr und damit Schleswig-Holstein keinen Politiker, den auch noch in Mainz oder gar München jemand kennt.
In mindestens jeder gefühlten zweiten Redaktionskonferenz bei "Tageschau" oder "Heute" bringt jemand den Vorschlag: Und dann haben wir noch den Kubicki. Gerade sind Interviews mit fünf Staatslenkern als zu langweilig abgelehnt, nun aber herrscht Einstimmigkeit: Kubicki ist immer gut.
Alle wichtigen Hörfunksender scheinen sogar über eine Standleitung zum Staatsmann Kubicki zu verfügen, über die er jederzeit verkünden darf, was auf der politischen Bühne aufgeführt werden sollte.
Man kann sich vorstellen, dass in den erwähnten Konferenzen einmal jemand fragt, ob es denn immer der Kubicki sein müsse, der die Weisheit doch wirklich nicht als Hauptmahlzeit eingenommen habe. Der Betreffende wird auf Unverständnis stoßen. Wen aus dem Norden solle man denn sonst um seine Meinung bitten. Etwa den, na, wie heißt er noch, oder gar den anderen, den außerhalb von Kiel doch höchstens die eigene Verwandtschaft kenne.
Peter Scholl-Latour und Wolfgang Kubicki, beide mit etwa dem gleichen Sprachduktus, gehören einfach in Hörfunk und Fernsehen. Es sollte daher alles getan werden, um sie dort zu erhalten.




Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben. Anmelden
Warum muss ich mich anmelden/registrieren?
shz.de distanziert sich prinzipiell von allen in den Leserkommentaren geäußerten Meinungen ohne Rücksicht auf deren Inhalte. Alle Beiträge in den Leserkommentaren geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen der User wieder.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien für Kommentare!