Eutiner Festspiele solide gerüstet für Spielzeit ;
Eutin. Die Eutiner Festspiele haben nach der tief gehenden Krise seit 2007 in diesem Sommer ihr Publikum frisch erobert. Mit einer erneut sechsstelligen Finanzhilfe, die Eutins Stadtvertreter am Mittwochabend bewilligten, soll für 2011 an einer weiteren Aufwärtsentwicklung der Oper am Großen Eutiner See gearbeitet werden. Mit Webers "Freischütz" und Verdis "La Traviata", einer Jazznacht sowie der an verschiedenen Stationen im Schlossgarten dargebotenen Wandeloper "Lalla Rukh" erhielt die 60. Spielzeit bei Kritik und Zuschauern großen Zuspruch. Allerdings gab es auch Flops - ein Jubiläumskonzert, die verregneten Gala-Abende sowie Ausfälle bei den Sponsorengeldern verhinderten die bereits erhoffte Kostendeckung. Das rund 300 000 Euro tiefe Loch in der Kasse will die um ihr Aushängeschild besorgte Stadt eilig stopfen, um für 2011 eine solide Vorbereitung zu ermöglichen.
Auf der Freilichtbühne sollen im nächsten Jahr Mozarts "Zauberflöte", Puccinis "La Bohème" und wieder Webers "Freischütz" aufgeführt werden. "Diese Inszenierung von Kay Kuntze kann Kult werden", ist der künftige Intendant Josef Hussek überzeugt. Der Wiener, der zuletzt fünf Jahre Operndirektor in Hamburg war, übernahm im Juni die Geschäftsführung der Festspiele in Eutin. Jetzt soll er auch als Intendant Daniel Kühnel nachfolgen, der Ende 2009 als Chef der Hamburger Symphoniker als Nothelfer in Eutin eingesprungen war.



