Ab in die Wüste
<M></M><abaus></abaus>Sieht ja wieder wüst aus bei dir, sagt die Mutter beim Blick ins Kinderzimmer. Und schickt man jemanden in die Wüste, hat der Betreffende vielleicht gerade seinen gut bezahlten Job verloren. Denn die Wüste bezeichnen auch moderne Wörterbücher noch als "Einöde" und "unbebautes Land".
Der Fußballer Luca Toni, einst Torjäger bei den Bayern und anschließend gut bezahlter Wanderarbeiter bei diversen italienischen Vereinen (letztes Nettogehalt in Turin 260 000 Euro), hat jetzt eine Tätigkeit in Dubai, also in der Wüste, gefunden. Dort will er noch einmal richtig Geld verdienen. Nun ist es dem einst berühmten "Ohrschrauber" egal, was in Wörterbüchern steht, darin hat er in seinen Münchener Jahren nicht einmal geblättert, geschweige denn studiert.
Für wissbegierige Benutzer aber sollte das Sprichwort von der Wüste seine negative Aussage verlieren. Denn schon lange ist die Wüste eine Goldgrube. Auch oder gerade für Fußballer. Haben sie das sportliche Greisenalter von 30 Jahren erreicht, zieht es sie wie alle älteren Herren in die Wärme. Mal nach Kalifornien (Klinsi) oder eben in die saudische Golfregion. Der Umzug ist leider mit allerlei Veränderungen verbunden. Etwa bei den Zuschauerzahlen. Zum Spiel in Dubai erscheinen etwa so viele Fans wie in München beim Training.
So wie es aussieht, könnte mit Michael Ballack in absehbarer Zeit sogar ein ehemaliger Capitano Asyl in der Wüste suchen. Da Hitze und trockene Luft den Menschen konserviert, könnte er 2022 bei der WM im benachbarten Katar vielleicht zur Geheimwaffe werden.




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