Selbsthilfe für Herzkranke im Norden
Das Herz ist das wichtigste Organ des Kreislaufsystems mit einer erstaunlichen Leistungskraft. Mit 400.000 Todesfällen im Jahr sind Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems die häufigste Todesursache in Deutschland.
Die Landesarbeitsgemeinschaft Herz und Kreislauf in Schleswig-Holstein engagiert sich landesweit für Prävention und Rehabilitation von Herz und Kreislauferkrankungen. Sie organisiert ambulante Herzgruppe. Besonders liegt der Landesarbeitsgemeinschaft aber daran, Selbsthilfegruppen für Herz und Kreislauf landesweit flächendeckend ins Leben zu rufen und Unterstützung zu bieten.
Flächendeckendes Netz soll entstehen
"Vorrangiges Ziel ist die Schaffung, der weitere Ausbau und die Betreuung eines flächendeckenden Netzes von ambulanten Herzgruppen in Schleswig-Holstein, um allen Patienten mit einer chronischen Krankheit des Herzens und des Kreislaufs, die Möglichkeit einer überwachten ambulanten Rehabilitation Kreise Gleichbetroffener anbieten zu können", erklärt die Landesarbeitsgemeinschaft auf ihrer Internetseite. Der schnelle Noteinsatz, die fortschrittliche Akut-Behandlung und Rehabilitation sind wichtige Schritte zu einem Überlegen und Leben nach einem Herzinfarkt, aber nur mit diesen ist es nicht getan. Ebenso wichtig ist eine weiterführende Behandlung oder das Gespräch unter Leidensgenossen. Denn werden die Betroffenen nach Hause entlassen, so beginnt erst die eigentliche Bewährungsprobe. Der erreichte Gesundheitszustand muss stabilisiert und langfristig gesichert werden. Alleine ist dies nur sehr schwer zu bewerkstelligen und das Verständnis von Außenstehenden meist nicht groß. Der Hausarzt ist zwar wichtiger Ansprechpartner, aber ein Gesprächspartner mit viel Zeitnot.
Eine Selbsthilfegruppe greift genau hier. "Teilnehmer eines Selbsthilfegruppe wollen sich (über die medizinische Versorgung hinaus) selbst helfen", ist auf der Internetseite "herzintakt" von der Landesarbeitsgemeinschaft Herz und Kreislauf in Schleswig-Holstein zu lesen. Betroffene und ihre Angehörigen treffen sich regelmäßig in ungezwungener Atmosphäre. Bereits länger Erkrankte, die gelernt haben, ihre Beschwerden zu akzeptieren und eine neue Lebensqualität entwickelt haben, können ihre Erfahrungen weitergeben. Das ist ein wichtiger Therapieaspekt. Durch Vorträge von Fachreferenten und die anschließende Diskussion mit ihnen wird wertvolle Aufklärungsarbeit geleistet.




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