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Deutschland & Welt

04. Dezember 2016 | 19:25 Uhr

Kriminalität : Zunehmend illegale Tiertransporte an deutschen Grenzen

vom

An den deutschen Grenzen fallen nach Beobachtung des Tierschutzbundes seit Wiedereinführung der Grenzkontrollen immer häufiger illegale Tiertransporte auf.

«Die Tierheime entlang der Grenze und speziell in Bayern sind voll. Die Entwicklung ist besorgniserregend», sagte der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Montag).

Allein im ersten Halbjahr 2016 seien mehr als 350 Welpen bei Kontrollen entdeckt und an Tierheime weitergegeben worden. Dies seien bereits jetzt mehr als im gesamten Jahr 2015, zitiert die Zeitung den Verbandspräsidenten. Hinzu kämen Exoten wie Vögel oder Schildkröten, die immer wieder über die Grenze geschmuggelt werden sollten.

Das stelle die Tierheime in Grenznähe vor enorme Probleme, mit denen sie aber allein gelassen würden, kritisierte Schröder. «Pro Welpe kommen schnell 1500 Euro zusammen», wird Schröder von der Zeitung zitiert. Es sei auch nicht zielführend, dass die zuständigen Landkreise sämtliche Kosten alleine übernehmen müssten. Der bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) warf er vor, hier jede Hilfe zu verweigern.

Das bayerische Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz verwies am Montag auf die Zuständigkeiten. Für die Unterbringung und Pflege von Fundtieren und gefährlichen Tieren seien grundsätzlich die Gemeinden verantwortlich, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Die Unterbringung von Welpen aus tierschutzwidrigen Transporten sei Aufgabe der jeweiligen Kreisverwaltung.

Für die Zukunft plant das Ministerium eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit gegen den Kauf von Welpen, die nicht aus seriösen Zuchten stammen. «Illegaler Tierhandel ist nicht akzeptabel. Um illegalen Tierhändlern das Handwerk zu legen, muss mit der Härte des Gesetzes durchgegriffen werden», sagte Ministerin Scharf.

Im September 2015 hatte die Bundesregierung unter dem Eindruck der Flüchtlingskrise die Grenzkontrollen wieder eingeführt. Hauptsächlich greift die Maßnahme nach Angaben des Bundesinnenministeriums an der deutsch-österreichischen Grenze.

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erstellt am 15.Aug.2016 | 15:51 Uhr

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