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Deutschland & Welt

07. Dezember 2016 | 17:31 Uhr

Gesellschaft : Zahl der Mehrgenerationenhaushalte geht stark zurück

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Haushalte, in denen Eltern, Kinder und Großeltern zusammenleben, haben in Deutschland absoluten Seltenheitswert. In gerade einmal 0,5 Prozent aller Haushalte wohnen drei oder mehr Generationen.

In den vergangenen zwanzig Jahren ging die Zahl der Mehrgenerationenhaushalte deutlich zurück: Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts schrumpfte die Zahl der Haushalte mit drei Generationen oder mehr von 351.000 im Jahr 1995 auf 209.000 im vergangenen Jahr, ein Rückgang von 40,5 Prozent, wie Präsident Dieter Sarreither am Donnerstag in Berlin sagte.

Für ihre Berechnungen haben die Statistiker Ergebnisse aus dem Mikrozensus als Grundlage genommen. Für diese Erhebung wird einmal im Jahr ein Prozent der Bevölkerung Deutschlands von den Statistischen Landesämtern befragt.

Auf dem Land, also in Gemeinden mit 10.000 Einwohnern oder weniger, ist Generationen-Wohnen noch etwas weiter verbreitet als in städtischen Gebieten. Während auf dem Land im vergangenen Jahr in 0,8 Prozent der Haushalte drei Generationen oder mehr wohnten, waren es in Städten ab einer halben Million Einwohnern gerade einmal 0,3 Prozent. Doch auch in ländlichen Gebieten ist der Anteil von 1,8 Prozent im Jahr 1995 in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich zurückgegangen.

In fast dreiviertel aller deutschen Haushalte lebte im vergangenen Jahr eine Generation, stellten die Statistiker fest. Generationenübergreifend wohnten hauptsächlich Familien mit Kindern (26,9 Prozent). Einen Bruchteil bilden andere Haushaltsformen ab. In nur 0,7 Prozent der Haushalte wohnte die mittlere Generation mit ihren Eltern unter einem Dach.

Die Statistikexperten wiesen darauf hin, dass oftmals mehrere Generationen einer Familie zwar nicht in einem Haushalt wohnen, aber durchaus im selben Haus oder nicht weit voneinander weg an verschiedenen Orten. Diese Beziehungen zwischen den Generationen einer Familie konnten bei den Berechnungen nicht berücksichtigt werden, wie der Präsident des Statistischen Bundesamts erläuterte.

Mitteilung Destatis

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erstellt am 28.Jul.2016 | 13:33 Uhr

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