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Wissenschaft

07. Dezember 2016 | 11:37 Uhr

SpaceX-Chef : In neun Jahren will Elon Musk den Mars besiedeln – das ist sein Plan

vom
Aus der Onlineredaktion

Der rote Planet könnte nach den Plänen des Milliardärs Elon Musk die neue Heimat für eine Million Menschen werden - und das schon 2025.

Guadalajara | Das private Raumfahrtunternehmen SpaceX hat sich zum Ziel gesetzt, eine Kolonie auf dem Planeten Mars zu gründen und zu besiedeln. Irgendwann werde die Erde möglicherweise nicht mehr bewohnbar sein, dann sollten die Menschen über Alternativen verfügen, sagte SpaceX-Chef Elon Musk am Dienstag auf dem Internationalen Astronauten-Kongress im mexikanischen Guadalajara. „Die Menschheit sollte eine multi-planetare Spezies werden.“

SpaceX, Tesla Motors oder SolarCity - der Unternehmer Elon Musk ist in vielen Branchen tätig. Der Sohn eines Maschinenbauingenieurs macht immer wieder mit außergewöhnlichen und innovativen Ideen Schlagzeilen. Mit vielen seiner Firmen konnte Milliardär Musk auch Erfolge feiern. Sein Vermögen wird auf 13,7 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Zunächst müssten die Kosten für eine Reise zum Mars gesenkt werden, die derzeit noch bei rund zehn Milliarden US-Dollar pro Passagier liegen würden, sagte Musk. Dazu will SpaceX sehr große Raumschiffe bauen, die mindestens 100 Menschen und große Mengen Material transportieren können. Zudem sollen die Raumschiffe wiederverwendbar sein und im Orbit beladen und betankt werden können.

Ab 2025 Reisen zum Mars

Nach seinen ambitionierten Plänen sei es möglich, die Kosten auf rund 140.000 Dollar pro Person zu drücken, sagte Musk. Der Mars biete sich zur Kolonisierung an, weil es dort Sonnenlicht und eine Atmosphäre gebe. Die Länge eines Tages sei dort vergleichbar mit der Erde und es sei möglich, Pflanzen zu züchten.

Zunächst will SpaceX ein unbemanntes Raumschiff zum Mars schicken. Ab 2025 sollen dann die ersten Menschen zum Roten Planeten reisen. Rund eine Million Menschen könnten in der absehbaren Zukunft auf dem Mars leben. „Das wird ein großartiges Abenteuer“, sagte Musk. „Das Leben ist mehr, als nur jeden Tag Probleme zu lösen. Man sollte jeden Tag aufwachen und inspiriert sein, Neues zu wagen.“

Für die Reise zum Mars entwickelt SpaceX das Triebwerk Raptor. Vor wenigen Tagen wurde es erstmals in Betrieb genommen. Es soll drei Meganewton Schub bringen - mehr als dreimal soviel wie das Triebwerk der aktuellen SpaceX-Rakete Falcon 9. Raptor wird mit flüssigem Methan betrieben, das auch auf dem Mars gewonnen werden könnte.

Wie das Projekt genau aussehen soll, sehen Sie in diesem Video:

SpaceX hatte zuletzt eine Reihe von Rückschlägen hinnehmen müssen. Anfang September war eine Rakete des Unternehmens beim Start auf dem US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida explodiert und hatte einen Facebook-Satelliten an Bord zerstört. Bereits im vergangenen Jahr hatte SpaceX eine Rakete verloren, die Nachschub zur Internationalen Raumstation (ISS) bringen sollte.

Die Idee, Menschen auf den Mars zu schicken, ist nicht neu. Immer wieder gibt es Ansätze, den roten Planten zu besiedeln. Die niederländische Stiftung „Mars One“ etwa will bis 2027 Menschen auf den Mars schicken, um dort eine Siedlung zu errichten. Der Haken: Nach dem Konzept sollen die Astronauten nicht zur Erde zurückkehren. 40 Teilnehmer sollen dennoch aus den 100 Bewerbern rekrutiert werden.

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erstellt am 28.Sep.2016 | 11:00 Uhr

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