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Wirtschaft

04. Dezember 2016 | 21:31 Uhr

Viertes Todesopfer : Werksfeuerwehrmann stirbt zwölf Tage nach Explosion bei BASF

vom

Auch zwölf Tage nach dem Explosionsunglück bei BASF hat der Schrecken kein Ende. „Die ganze BASF trauert.“

Die Zahl der Todesopfer nach der Explosion bei der BASF in Ludwigshafen ist Unternehmensangaben zufolge auf vier gestiegen. Ein Mitarbeiter der Werksfeuerwehr erlag am Samstag seinen Verletzungen, wie das Chemieunternehmen mitteilte.

Bei einer Explosion mit nachfolgenden Bränden im sogenannten Landeshafen Nord waren am 17. Oktober drei Menschen getötet worden, zwei Mitarbeiter der Werksfeuerwehr und der Matrose eines Tankschiffs. 30 Menschen wurden verletzt, acht davon schwer. Zu ihnen gehörte auch der jetzt verstorbene Feuerwehrmann.

Die Ermittler vermuten, dass es zu dem Unglück kam, als ein Mitarbeiter einer Fremdfirma eine falsche Rohrleitung anschnitt.„Ich bin zutiefst betroffen, dass infolge des Unglücks ein weiterer Mitarbeiter verstorben ist. Die ganze BASF trauert“, wurde der BASF-Vorstandsvorsitzende Kurt Bock in der Mitteilung zitiert.„Unsere Gedanken sind bei unserem verstorbenen Kollegen, seiner Familie und seinen Angehörigen.“ Bei der Polizei gab es für den weiteren Todesfall zunächst keine Bestätigung. Zuständig für Presseauskünfte sei die Staatsanwaltschaft, sagte ein Sprecher. Dort war am Samstag niemand zu erreichen.

Am kommenden Mittwoch um 12.00 Uhr wollen die BASF-Mitarbeiter in Ludwigshafen erneut eine Schweigeminute einlegen, um der Opfer zu gedenken und ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen. Für diesen Sonntag (30. Oktober) ist zudem in einer katholischen Kirche im Stadtteil Oppau eine Gedenkfeier geplant, zu der die beiden großen christlichen Kirchen und ihre Notfallseelsorger eingeladen haben.

An der Unglücksstelle laufen unterdessen die Vorbereitungen für weitere Ermittlungen. Es liefen Vorarbeiten, „damit unsere Kollegen gefahrlos mit der Sicherung von Spuren und Asservaten weitermachen können“, hatte ein Polizeisprecher am Freitag gesagt. Nach Bocks Angaben hat die Staatsanwaltschaft gefordert, dass vor den Ermittlungen am Unglücksort auch jene Pipelines abgestellt werden, die nicht bei dem Unglück beschädigt wurden. „Das passiert jetzt in den nächsten Tagen“, hatte Bock am Donnerstag gesagt.

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erstellt am 29.Okt.2016 | 17:42 Uhr

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