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Wirtschaft

09. Dezember 2016 | 03:01 Uhr

Handel : Viele Händler verweigern Rücknahme von Elektroschrott

vom

Viele Händler verweigern der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zufolge die gesetzlich vorgeschriebene Rücknahme alter Elektrogeräte. Tests bei 45 Unternehmen belegten, dass «die Mehrheit des Handels» Verbraucher schlecht informiere, Geräte nicht zurücknehme oder dafür Gebühren verlange.

Die Verbraucherschützer haben nach eigenen Angaben Elektrofachgeschäfte, Baumärkte, Möbelhäuser und Online-Händler getestet.

Die Deutschen dürfen seit einem Monat ihre ausgedienten Elektrogeräte beim Händler abgeben - vorausgesetzt, das Geschäft hat 400 Quadratmeter Verkaufsfläche für Elektrogeräte. Viele Geschäfte verweigerten die Rücknahme unter Verweis auf die Fläche, kritisierte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Es sei «absurd», dass Kunden den Laden vermessen müssten, um ihr Recht durchzusetzen.

Probleme gibt es demnach bei Online-Händlern, weil diese häufig ausschließlich einen Paketversand anbieten. «So wird Kunden die Rückgabe erschwert, um möglichst wenig Geräte zurücknehmen zu müssen», sagte der DUH-Referent für Kreislaufwirtschaft, Philipp Sommer. Online-Händler sollten Kunden die Rückgabe über stationäre Sammelstelle ermöglichen.

Nach dem neuen Elektrogesetz müssen Geschäfte Geräte mit einer Kantenlänge bis 25 Zentimeter ohne Kassenbon und ohne den Kauf eines neuen Geräts zurücknehmen. Größere Geräte dürfen Kunden nur beim Kauf eines neuen kostenlos abgeben.

Elektro- und Elektronikgerätegesetz

DUH zu Ikea

DUH zu Amazon

Fragen und Antworten des Bundesumweltministeriums zum Gesetz

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erstellt am 25.Aug.2016 | 08:10 Uhr

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