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Wirtschaft

04. Dezember 2016 | 07:15 Uhr

Bundesgerichtshof in Karlsruhe : Verspäteter Urlaubsflug: Streit um Entschädigung wird Fall für Luxemburg

vom

Die Pauschalurlauber kamen 14 Stunden zu spät am Ziel an. Eigentlich gibt es dafür Geld - aber ihr Fall ist besonders.

Karlsruhe/Hamburg | Wann steht Flugreisenden Geld von der Fluggesellschaft für eine Verspätung zu? In dieser Frage ruft der Bundesgerichtshof erneut den Europäischen Gerichtshof an, wie am Dienstag in der Verhandlung über eine Urlaubsreise in Karlsruhe entschieden wurde.

Wenn ihr Flieger Verspätung hat, ist das für Passagiere meist doppelt ärgerlich - denn nicht jede Airline kommt den Ausgleichsansprüchen der Reisenden gleich nach. Die müssen also oft hartnäckig bleiben, damit sie an ihr Geld kommen.

Prinzipiell haben Passagiere bei einem innereuropäischen Flug je nach Entfernung Anspruch auf 250 oder 400 Euro, wenn sie drei oder mehr Stunden zu spät am Ziel sind. Unklar ist, ob das auch für eine Familie gilt, die von Hamburg über Gran Canaria nach Fuerteventura reisen wollte. Weil der erste Flieger eine kleine Verspätung hatte, verpassten die Pauschalurlauber ihren Anschluss mit einer anderen Maschine und kamen 14 Stunden zu spät an. Die Frage ist, ob dafür die erste Fluggesellschaft verantwortlich gemacht werden kann.

Die Flüge wurden zwar beide zusammen über einen Reiseveranstalter gebucht, es gab aber keinen einheitlichen Flugschein. Diese Konstellation ist den Richtern zufolge neu. Eine Entscheidung sollte am Mittag bekanntgegeben werden.

Welche Rechte Fahrgäste in Bussen und Bahnen haben, können Sie hier nachlesen.

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erstellt am 19.Jul.2016 | 14:05 Uhr

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