zur Navigation springen

Wirtschaft

30. September 2016 | 13:45 Uhr

Global Wealth Report 2016 der Allianz : Vermögensstudie: Die Welt hat immer mehr Geld

vom

Das Brutto-Vermögen der Haushalte wächst - aber immer langsamer. Die „fetten Jahre“ scheinen vorbei zu sein.

Die Menschen rund um den Globus haben immer größere Geldvermögen - das Wachstum hat sich im vergangenen Jahr einer Studie zufolge allerdings deutlich verlangsamt. Danach stieg das Brutto-Geldvermögen der privaten Haushalte um 4,9 Prozent auf den Rekordwert von 155 Billionen Euro. In den drei Jahren zuvor lag der Zuwachs im Schnitt jährlich noch bei 9 Prozent, wie aus dem am Mittwoch vorgestellten „Global Wealth Report“ der Allianz hervorgeht. Die „fetten Jahre“ scheinen erst einmal vorbei zu sein, sagte Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise.

Zwar gehört die Mehrheit der fünf Milliarden Menschen in den untersuchten Ländern immer noch der Vermögensunterklasse an. Statt 80 Prozent (Jahr 2000) zählen aber heute nur noch 69 Prozent der Gesamtbevölkerung dazu. Trotzdem: Viel Geld bleibt noch immer in der Vermögensoberklasse, die in den vergangenen Jahren ebenfalls gewachsen ist. Das trage zur Unzufriedenheit in der Gesellschaft bei.

In der Vergangenheit hatte vor allem der von der Billiggeldschwemme großer Notenbanken beflügelte Börsenboom für kräftige Zuwächse gesorgt. Inzwischen hätten die Kursschwankungen an den Aktienmärkten aber spürbar zugenommen. „Offensichtlich verliert die extrem expansive Geldpolitik auch als Treiber der Wertpapierpreise langsam an Wirkung“, sagte Heise.

Unangefochtener Spitzenreiter unter den mehr als 50 untersuchten Ländern ist weiter die Schweiz mit einem Brutto-Geldvermögen von 260.800 Euro pro Kopf im vergangenen Jahr. Auch nach Abzug der Schulden liegen die Schweizer mit netto 170.590 Euro vorn.

Deutschland rangiert mit 67.980 Euro pro Kopf brutto weltweit auf Platz 20. Grund ist der Studie zufolge vor allem die vorsichtige Anlagestrategie der eher börsenscheuen Deutschen. Trotz Minizinsen steckt ein großer Teil des Geldes hierzulande in Bankeinlagen sowie Versicherungen und Pensionen. Netto rangiert Deutschland auf Rang 18, weil sich die Haushalte trotz des Zinstiefs mit der Aufnahme von Krediten zurückhielten.

zur Startseite

von
erstellt am 21.Sep.2016 | 12:08 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen