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Wirtschaft

10. Dezember 2016 | 23:19 Uhr

Übernahme : Verizon kauft Yahoo für 4,8 Milliarden Dollar

vom

Der Telekom-Konzern soll den Bieterwettstreit um den Internetpionier für sich entschieden haben. Neues Potential für Online-Werbung.

New York | Der Web-Pionier Yahoo wird vom Telekom-Konzern Verizon übenommen. Der Kaufpreis liegt bei rund 4,8 Milliarden Dollar (4,4 Mrd EUR), wie die Unternehmen am Montag mitteilten. Yahoo verliert damit nach über 20 Jahren seine Eigenständigkeit. Zuvor hatten bereits der Finanzdienst Bloomberg und das „Wall Street Journal“ darüber berichtet. Verizon übernehme auch zumindest einen Teil der Yahoo-Immobilien, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Verizon hatte im vergangenen Jahr schon AOL gekauft. Mit dem Yahoo-Deal vereint der US-Konzern zwei ehemalige Pioniere, die ihrerzeit zu den größten Internetkonzernen zählten. Vor allem sind die Käufe wegen der Werbemöglichkeiten für Verizon interessant. Die Persepktive für die beiden Sparten ist allerdings unklar.

Verizon galt in dem monatelangen Verkaufsprozess schon lange als der aussichtsreichste Bewerber. Nach bisherigen Informationen will der Telekom-Riese Yahoo mit seiner Internet-Sparte AOL zusammenlegen. Die Hoffnung dabei sei, dass man so einen schlagkräftigeren Konkurrenten für Google und Facebook bei Online-Werbung aufbauen könne.

Yahoo hatte sich zum Verkauf gestellt, nachdem es nicht gelungen war, die Beteiligung an der chinesischen Handelsplattform Alibaba steuerfrei für die Aktionäre abzuspalten. Nun soll stattdessen das Kerngeschäft abgestoßen werden. Die beiden Beteiligungen mit einem aktuellen Wert von rund 40 Milliarden Dollar bleiben bei dem bisherigen Unternehmen.

Dienste des Konzerns wie etwa E-Mail haben hunderte Millionen Nutzer, Yahoo tat sich jedoch schon seit Jahren schwer, das in Einnahmen umzumünzen. Das Geld wird vor allem mit Online-Werbung gemacht - und in diesem Geschäft wurde Yahoo immer mehr von Google und Facebook abgehängt.

Mehrere Chefs versuchten erfolglos, das Steuer bei Yahoo herumzureißen. Zuletzt hatte die ehemalige Google-Managerin Marissa Mayer vier Jahre Zeit dazu. Sie setzte auf einen Ausbau des Medienangebots, Investitionen in eigene Anstrengungen bei der Web-Suche und wollte jüngere Nutzer mit dem Kauf der Blog-Plattform Tumblr für rund eine Milliarde Dollar anlocken. Doch zuletzt fielen die Netto-Werbeerlöse allein im vergangenen Quartal um rund ein Fünftel und über zwei Runden von Wertberichtigungen sind rund zwei Drittel des Tumblr-Kaufpreises raus aus den Büchern.

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erstellt am 25.Jul.2016 | 13:22 Uhr

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