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Wirtschaft

03. Dezember 2016 | 14:47 Uhr

Prozess für mehr Transparenz : Urteil: Vergleichsportal Check24 muss Kunden besser informieren

vom

Geklagt hatte der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute. Er feiert das Urteil als „Sieg für den Verbraucherschutz“.

München | Das Landgericht München hat dem Preisvergleichsportal Check24 größere Transparenz für seine Nutzer verordnet. Das Münchner Internet-Unternehmen muss seine Kunden künftig bei der Vermittlung von Versicherungsverträgen deutlich darüber informieren, dass es als Versicherungsmakler agiert und Provisionen kassiert. Die Vorsitzende Richterin Barbara Clementi verkündete das Urteil nach einem mehrmonatigen Zivilprozess am Mittwoch.

Vergleichsportale sollen es den Verbrauchern erleichtern, ein günstiges Angebot zu finden. Doch genau das ist oft nicht der Fall. Das Urteil könnte auch für ähnliche Anbieter Auswirkungen haben. Michael Heinz vom Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute erklärte das Urteil daher auch anschließend zum „Sieg für den Verbraucherschutz“.

Geklagt hatte der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute, der 11.000 Versicherungsmakler vertritt und Check24 unlauteren Wettbewerb vorwarf.

Doch gaben die Richter den Klägern keineswegs in allen Punkten recht. Die Versicherungsvertreter hatten in ihrer Klage so scharfe Vorgaben für die Online-Beratung gefordert, dass das Internet-Geschäft mit Versicherungen bei einem vollständigen Sieg sehr erschwert worden wäre. Doch das Check24-Geschäftsmodell werde durch das Urteil nicht im Grundsatz gefährdet, sagte Christoph Röttele, der Geschäftsführer des Internetportals. „Wir können mit dem Urteil leben.“

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erstellt am 13.Jul.2016 | 11:50 Uhr

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