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Wirtschaft

03. Dezember 2016 | 07:52 Uhr

Betreiber von fluege.de : Unister meldet nach Tod von Chef Thomas Wagner Insolvenz an

vom

Er machte „ab-in-den-urlaub.de“ und „fluege.de“ deutschlandweit bekannt: Unister-Chef Thomas Wagner. Nach seinem Tod ist die Zukunft des Unternehmens ungewiss.

Die Leipziger Internetfirma Unister hat nach dem tödlichen Flugzeugabsturz, bei dem Chef Thomas Wagner ums Leben kam, Insolvenz beantragt. Das berichtet die „Mitteldeutsche Zeitung“ am Montagnachmittag. Demnach wurde der Anwalt Lucas Flöther zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Flöther bestätigte der Zeitung das vorläufige Insolvenzverfahren. Unister war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Unister-Chef Wagner und Co-Gründer Oliver Schiling waren am Donnerstag auf dem Rückflug aus Italien mit einem Kleinflugzeug in Slowenien abgestürzt. Neben ihm starb auch der Pilot sowie ein weiterer Fluggast. Beide waren für Gespräche mit Investoren von Leipzig nach Venedig gereist. Wie die „Leipziger Volkszeitung“ (LVZ) berichtet, ging es dabei um einen Kredit in Höhe von zehn Millionen Euro. Dieser sei jedoch nicht zustande gekommen.

„Die Insolvenzanmeldung betrifft ausschließlich die Unister Holding. Die operativen Gesellschaften der Firmengruppe sind nicht von der Insolvenz betroffen“, teilte Flöthers Kanzlei gegenüber der LVZ mit. Die Handlungsfähigkeit des Unternehmens solle gesichert werden. Der Geschäftsbetrieb des Unternehmens soll ohne Einschränkungen weiterlaufen. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter seien über das Insolvenzgeld gesichert, heißt es weiter. Ob am Ende ein Insolvenzverfahren eröffnet wird, liegt dann an der Empfehlung des Verwalters an das Amtsgericht.

Wagner gründete Unister 2002 als Student und baute das Start-Up-Unternehmen innerhalb weniger Jahre zu einem der größten Online-Reisevermittler Deutschlands aus. Mit Stars wie Michael Ballack und Reiner Calmund als Werbefiguren wurden Internetportale wie „ab-in-den-urlaub.de“ und „fluege.de“ bundesweit bekannt. Aktuell beschäftigt das Unternehmen rund 1100 Mitarbeiter.

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erstellt am 18.Jul.2016 | 14:49 Uhr

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