zur Navigation springen

Wirtschaft

30. September 2016 | 20:36 Uhr

Fotos schrecken nicht ab : Tabakbranche erwartet stabilen Absatz trotz Schockbildern

vom

Ein Gesetzentwurf aus dem Ernährungsministerium sieht ein Werbeverbot für Tabak in Deutschland vor. Die Vertreter der Tabakindustrie wettern auf der «Intertabac»-Messe gegen die Gesetzesnovelle. Andere Themen werden jedoch gelassener gesehen.

Die Tabakbranche erwartet trotz der neuen Schockbilder auf Zigarettenpackungen einen stabilen Absatz. «Wir glauben, dass die Schockbilder keinen Einfluss auf den Absatz haben werden», sagte Jan Mücke vom Verband der Deutschen Zigarettenindustrie (DZV) zum Start der Messe «Intertabac».

Weitere Vertreter der Tabakindustrie sehen das ähnlich: «Das hat sich bei uns schlichtweg nicht ausgewirkt», sagte Rainer von Bötticher vom Bundesverband des Tabakwaren-Einzelhandels. Zwar habe es kurzzeitig einen Anstieg beim Verkauf von Zigarettenetuis gegeben. «Von einem Boom kann man aber nicht sprechen, viele leben auch ohne Etui.»

Der DZV-Geschäftsführer Mücke erwartet jedoch aufgrund gestiegener Kosten eine Bereinigung bei den Marken. Nach derzeitigen Stand würden rund 20 Zigarettennamen verschwinden, darunter «Winfield», «Golden American», «Eckstein» oder «Atika».

Die Branche warnte vor neuen Regulierungen und fordert den Bundestag auf, das geplante Tabakwerbeverbot abzulehnen. «Verbraucher sind keine dressierten Hunde, deren Handlungen von irgendwelchen Schlüsselreizen, beispielsweise aus der Werbung, ausgelöst werden», sagte der Vorsitzende des Verbandes der Deutschen Rauchtabakindustrie, Patrick Engels.

Die Verbände fordern zudem die Bundesregierung auf, sich auf EU-Ebene gegen Pläne zur Rückverfolgbarkeit von Tabakprodukten zu wehren. Das sei noch ein «bürokratisches Monster». Die «Intertabac» ist für die Tabakindustrie die größte Messe der Welt. An den drei Tagen präsentieren in Dortmund rund 500 Aussteller einem Fachpublikum Tabakwaren und Rauchbedarf.

zur Startseite

von
erstellt am 16.Sep.2016 | 13:31 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert